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Elia – Es ist das Leiden am Leid, um das es geht.

Das Leiden am Leid ist wie ein Zwang.
Es ist das „Ich verliere mich“ – Leiden.
Und daher kommt auch die Wut.
Dieses Muster, dort zu leiden,
das bitte ich genau anzuschauen.

Ihr müsst eine Inkarnationsarbeit machen.
Es hilft nichts – das weißt du –
es nur zu verstehen.

Es muss losgelassen werden.
Elia

Elia. Guten Abend, liebe Freunde.

Hajo und Claudia: Guten Abend, Elia.

E. Ein wirklich guter Abend!
Ist es nicht wunderbar?!
Die Sonne scheint, es ist warm und es lebt.

Da draußen ist eine Welt voller Lebendigkeit.
Und diese Lebendigkeit wieder zu spüren,
dazu bist du auf dem Weg, liebe Claudia.

Das sollte man nicht meinen
– nach so viel Schmerz, so vielen Behinderungen,
so vielen Nein’s –
wenn es in dir nach einem Ja schreit.
Doch!
Trotzdem!
Du bist auf dem Weg, lebendiger zu werden.
Aber das wirst du noch mit Freude bejahen, da bin ich sicher.
Doch bis dahin gibt es viele Fragen zu klären.

Stell mir bitte deine erste Frage.

C. Meine ersten Fragen beziehen sich auf meine beiden Knie.
Es gibt fast nichts, was ich nicht gemacht habe,
um diese Schmerzen zu lindern.
Homöopathie, Natur- und Schulmedizin
und auch Ursachenforschung mit meiner Seele habe ich betrieben.

Und ich fühlte so eine starke Wut und auch Zorn.
Das raus zu lassen, hat gut getan.
Die Hilfe aus den jenseitigen Welten hat mich sehr berührt
und mir immer wieder Mut gemacht.

Was kannst du mir bitte zu den tiefen Ursachen sagen?

E. Es ist eine Mischung, Claudia.
Zuerst als tragende Schicht – stell es dir wie eine Pyramide vor –
sind es karmische Muster.

Es ist das Leiden am Leid, um das es geht.
Leiden am Leid ist wie ein Zwang.
Es ist das „Ich verliere mich“ – Leiden.

Und daher kommt auch die Wut.
Dieses Muster, dort zu leiden, das bitte ich genau anzuschauen.
Ihr müsst eine Inkarnationsarbeit machen.
Es hilft nichts – das weißt du – es nur zu verstehen!
Es muss losgelassen werden.

Lebensplanpunkt ist es auch: diese Zeit.
Es ist eine Wendezeit!
In der du die Chance bekommst,
deinem Leben eine neue Wende zu geben.
Du musst es nicht tun!

Und das Tempo,
in dem du es tust,
das bleibt dir überlassen!
Aber es ist eine Wendezeit.
Wichtiger noch als der Wechsel vom Mädchen zur Frau
steht dir jetzt die Wende von der Frau zur Weisen bevor.
Es ist die wichtigste Wende überhaupt!

Und das ist sehr anstrengend!

C. Ja.

E. Du hast deine Seele gründlich erforscht.
Du weißt, dass du mit vielem fertig bist –
im guten Sinne fertig!
Aber du weißt noch nicht, wohin du gehen willst und kannst.

Du weißt noch nicht, für wen du da bist und warum.
Diese Unsicherheit, dieses Ziel-los sein:
Das hat mit deinem Knie zu tun.
Wäre das Ziel klar, wäre der Schmerz geringer.

Die Knie braucht man zum Bergsteigen, nicht?

C. Ja.

E. Ja.
Da, wo du jetzt bist,
bist du noch nicht auf dem Berg.
Da, wo du jetzt bist,
hängst du sozusagen in einer Bergwand.
Und wenn du nach oben schaust,
dann siehst du nicht:
Dass da ein Gipfel ist,
sondern da hängt eine Wand über dir.

C. Das habe ich sogar geträumt!

E. Ja. Und jetzt soll die Gelegenheit
beim Schopf gepackt werden, dieses Ziel zu erspüren.
Meinst du nicht auch?

C. Ja bitte.

E. Auch das wird in den Inkarnationen,
die du dir ansehen musst
– es sind Drei –
ein wichtiges Thema sein,
ein gutes Thema sein und dir Perspektiven geben.

Klettern um des Kletterns willen?
Das geht nicht!
Aber aufsteigen, um Oben zu sein
mit einem weiten Blick wie ein Adler, das ist gut.
Das ist vor allen Dingen dann gut,
wenn du das, was du da Oben siehst,
denen unten im Tal gut tut.

Aber jetzt stehst du da und weißt weder zurück noch vorwärts.
In solcher Situation nur einen Schritt zu machen, ist schwer.

C. Ja.

E. Dann kommt natürlich dazu,
dass du dir das Genom ausgesucht hast,
dass dir diese Soll-Bruchstelle mit liefert.
Verstehst du?

C. Hm.

E. Dennoch möchte ich dich auf etwas aufmerksam machen.
Der Zustand, in dem deine Knie sind
– besonders das, was dir schon so lange weh tut –
ist kein ungewöhnlicher Zustand!
Viele Menschen haben den
und dabei ein wenig Schmerzen!
Ja? 
Aber das Ausmaß der Schmerzen: das müsste so nicht sein.

Ich hoffe, du freust dich über das, was ich eben sagte.

C. Elia, ich freue mich unglaublich.
Weil: Das ist gleich noch eine Frage von mir.

E. Du musst verstehen:
Dass Schmerz keinesfalls von allen Menschen
gleich stark empfunden wird.
Wie stark der empfunden wird,
hat mit vielen anderen Faktoren zu tun.

Und ich möchte auf etwas aufmerksam machen:
Dein Knie war vor vier Jahren auch nicht
in einem wesentlich besseren Zustand!

C. Aha.

E. Ja.
Ich hoffe, dass dir das Mut macht.

C. Ja.

E. Ja?

C. Sehr.

E. Gut.
Glaub mir, es ist nicht nötig,
dass du einen Lebensplanpunkt ab leidest.
Aber es ist leider nicht möglich,
dass du ein anderes Genom bekommst.

Das heißt, deine Knie sind wenig belastbar
und sollten so wenig Belastung wie möglich bekommen.
Andererseits auch wiederum keine Steifheit!
Ja?
In Maßen: Das erfordern solche Sollbruch-Stellen.
In Maßen müssen sie benutzt werden.

Das ist eben nicht wie mit Jemanden,
dessen Sollbruchstelle der Magen ist.
Es macht für ihn keinerlei Sinn, kalten Kaffee zu trinken,
nicht wahr?

C. Hm.

E. Und bei dir soll es dir eine Hilfe sein:
Einfach nur darüber nachzudenken,
dass diese Knie auch schon früher
– bevor sie solche Schmerzen verursacht haben –
eine Sollbruchstelle waren.
Da hast du sie manchmal auch gespürt.

Manchmal!
Und da hast du gedacht:
Na ja, heute hab ich auch viel getan.

Aber das war wie ein Sekunden-Gedanke.

Ganz anders jetzt!
Jetzt steht der Schmerz im Mittelpunkt
und nur er!

Und hierzu möchte ich Uta bitten:
Dass ihr mit diesem Schmerz redet!
Uta soll den Schmerz übersetzen.
Sie kann das!
Sie weiß, was ich meine.
Sie soll deine Knie sein.
Und du sollst mit ihnen reden.
Überlege dir, was du ihnen sagen möchtest.
Ja?

C. Ja.

E. Gut.
Deine nächste Frage, bitte.

C. Ich weiß jetzt gar nicht,
ob du mir das schon beantwortet hast.
Wozu dient mir diese Behinderung?

E. Im Moment holt sie etwas nach,
was du sehr vermisst: Zuwendung!

Und, Claudia, das soll doch so nicht sein!
Zuwendung darfst du dir bitte dafür holen,
weil du die Claudia bist
und nicht, weil du die kaputten Knie hast.

Aufmerksamkeit, Fürsorge,
dass sich jemand Gedanken um dich macht.
Dass jemand darüber nachdenkt,
was dir gut tut und es dir sagt.
Dass jemand dir hilft,
weil dir etwas weh tut.

Das hättest du schon viel, viel früher gebraucht!
Viel, viel früher.

Aber jetzt – und das ist die Gefahr – scheint es so,
als wenn der Preis für Fürsorge darin besteht,
ein Defizit zu haben.

C. Das möchte ich aber nicht.

E. Gut.
Macht dich das wütend?

C. Ja, ich möchte das wirklich so nicht.

E. Wunderbar.

C. Hm. Das hört sich Falsch an:
So wie ein Erschleichen von irgendwas,
auf was ich aber als Gottes Kind ein Recht hab.

E. Ja! Das hört sich Falsch an.
Das hört sich Traurig an, liebe Claudia.

C. Ja. Auf eine komische Art bedürftig.

E. Genau.
Natürlich bist du bedürftig!
Natürlich brauchst du wie jeder andere Mensch auch Fürsorge!

Daran hat es aber aus verschiedenen Gründen gemangelt.
Und einer der Gründe ist in deinem Verhalten,
deinem Auftreten zu suchen.

Die starke Frau kommt!
So sieht das aus.
Jetzt nicht.
Jetzt sieht man dir an: Du bist lädiert.

Aber so war es jahrelang: Die starke Frau, da ist sie.
Und wer so auftritt, bekommt keine Fürsorge!

Es wäre die Frage, nicht wahr?
Wie man das ändern kann?
Und das Ändern geht damit los:
Dass man sich überlegt,
wen man in seinem inneren Kreis sein lässt.

Die Rolle zu wechseln auf der Bühne des Lebens,
plötzlich einen anderen Text zu sprechen:
Das ist schwierig!
Das meinen die meisten Menschen.

Und weil sie das meinen, entwickeln sie irgend welche Dinge,
die sie vorschieben.

Das ist kein Willensakt, Claudia.
Das verstehst du sicher.
Das kann die Krankheit sein.
Das kann Armut sein.
Das kann ein Unglück sein, das man erlebt.

In jedem Fall eine für die Mitbewohner der Bühne
nachvollziehbar dramatische Änderung.

Und dann wird plötzlich ein anderer Text gesprochen.
Aus der fröhlichen, heiteren Frau wird plötzlich die Traurige.
Aus dem tapferen Mann wird plötzlich der Ängstliche.
So in etwa…

C. Hm.

E. Und Alle können es nachvollziehen,
denn es gibt ja einen Grund!
Dass der Grund aber nur das Symptom ist und
nicht der ursächliche Mangel:
Das wird selten gesehen.
Und so geschieht es:
Dass ein Hunger mit einer Speise beruhigt werden soll,
die gar nicht nährt!

„Ich, Claudia, bin ein Kind Gottes
und ich habe sehr gerne,
wenn man ein bisschen fürsorglich zu mir ist!

Und das sage ich jetzt meinen Freunden.
Und das sage ich meinen Mitarbeitern.
Und das sage ich auch meinen Patienten.
Das tue ich!
Ich habe das gern.“

Das geht damit los, Claudia,
dass wirkliche Freude gezeigt wird, wann immer Fürsorge kommt.
So!
So kann es signalisiert werden!

Und das Zweite ist:
Ein wirkliches Abschied nehmen von der starken Frau!
Hier meine ich nicht die wirkliche Stärke, die du besitzt.
Die besitzt du!
Sondern ich meine die Rolle!

Und auch hier bitte ich Uta um Hilfe.
Ich möchte, dass ihr das aufstellt:
die Krankheit und die starke Frau.

Und ich möchte dir sagen, Claudia:
Es ist wunderbar, in seiner Rolle nicht mehr festgelegt zu sein! 
Es ist ganz außerordentlich wunderbar!

Hast du dazu noch eine Frage?

C. Ich habe mir folgende Gedanken gemacht:
Bei den Menschen ist vieles nicht möglich.
Bei Gott nichts unmöglich.

Ja, ich lade das Licht
und mein ursprüngliches Heil sein in mich ein.

Ich möchte als Beispiel dienen,
was Gottes Kraft an Heilung vermag.

Mein Vertrauen gleicht, auf dünnem Eis zu gehen!
Das hast du mir mal gesagt.

Und ich soll milder mit mir sein.
Das fällt mir immer noch schwer!

Und das ist doch der Schlüssel zu allem.
In Gott vertrauen:
Wann lasse ich Gott machen?
Wann muss ich machen?

E. Claudia?

C. Ja.

E. Nein.
Weder willst du,
dass Gott macht.
Noch willst du,
dass du es machst.
Sondern du möchtest:
fürsorglich behandelt werden!

Du hast einen Hunger nach Fürsorge! 
Beschützt werden,
behütet sein,
dass dir jemand Last abnimmt,
dass jemand die Zartheit deines Wesens sieht.

Und das bist du, Claudia.
Du bist zart!
Hinter der Fassade der Stärke,
des Selbstbewusstseins,
der Belastbarkeit,
da ist ein zartes Wesen!
Empfindsam,
vielschichtig
und des Beschützens wert.

Es sieht niemand.
Siehst du es noch?

C. Ich hab das immer als Schwäche empfunden.
Und es war ja eh Keiner da.

E. Ja.
Und du bekommst es nur,
wenn du Schmerzen hast!

C. Und das auf eine Art,
die mir auch wieder nicht passt.

E. Genau.

C. Weil das nicht das ist,
was ich eigentlich will!
Und auch nicht das,
was ich wirklich brauche.

E. Nein.
Ein Teil des Felsvorsprungs,
der über dir hängt
– der verhindert, dass du gerne zum Gipfel aufschaust –
ist die Angst davor, noch mehr die Starke sein zu müssen.
Davon hattest du schon mehr als genug.

Claudia, niemand – wirklich niemand – braucht deine Opfer.
Aber was tatsächlich gebraucht wird,
wirklich gebraucht wird in der Welt,
das ist:
Wenn du von dem schenkst,
wovon du so viel über hast:
deine Warmherzigkeit,
deine Loyalität gegenüber denen, denen es nicht gut geht.
Deine Fantasie, deinen Humor.
Auch deine Kraft!
Ja, durchaus auch deine Führungskraft, durchaus!
Davon hast du viel.

Aber, Claudia, du bist doch kein Roman,
der von der ersten bis zur dreihundertsechzigsten Seite
durchstrukturiert ist,
in dem die Heldin sich nie ändert
und nur eine oder höchstens zwei Facetten hat.

Du bist ja ein Mensch!
Ein Mensch, ein vielschichtiger Mensch, der mit sich selbst streitet.
Der von sich selbst verlangt:
Sei stark,
sei selbstständig, du schaffst das!
Wer, wenn nicht du?!

Und gleichzeitig sagt:
Ich kann nicht mehr! 
Ich bin müde.
Ich brauche Hilfe.

Und dann wieder:
Das kriegst du hin, du wirst das schaffen.

Das alles wird dir jetzt bewusst!

Der Schmerz treibt dich dahin, mir diese Fragen zu stellen.
Und nur so habe ich eine Chance, es dir zu sagen.

Jede Form von Fürsorge ist gut für dich.
Dabei spielt es gar keine Rolle, ob du Schmerzen hast oder nicht.

Du hast immer- auch ohne Schmerz – einen Anspruch darauf,
dir Jemanden zu nehmen, der dich umsorgt.
Und wenn es auch nur die Kosmetikerin ist.
Ja?

C. Ja.
Das ist meine Psychologen-Freundin.

E. Ja. Nur bitte sieh es nicht als Zeichen der Schwäche,
sondern der Menschlichkeit!

C. Ja, ich hab’s verstanden.

E. Gut. Hast du noch eine Frage?

C. Ich spreche es an,
weil es gleich am Anfang der Schmerzen in mir hoch ploppte:

Krankheit als Strafe für Versäumtes, nicht richtig Gehandeltes.
Was habe ich bloß falsch gemacht?
Meine Beine, meine Knie sind ein Dauerthema.
Was ist da noch zu lösen?

E. Claudia, ich sagte dir die Maßnahmen, die ihr bitte unternehmt.
Bitte grüß Uta von mir und sag ihr:
Ja, ich erwarte, dass sie ein Daiva singt.

C. Super.

E. Ich werde bei ihr sein.
Sie wird wissen, was sie tut.

C. Hm.

E. Aber, Claudia, bitte denk doch noch einmal nach,
was diese Frage
– nachdem, was eben ich dir erklärte –
eigentlich aufzeigt:

So streng bist du mit dir.
So wenig Milde.
So wenig Liebe.
Deine Mama ist nicht mehr da.
Du musst jetzt Lieb mit dir sein!
Auch deine Mama hat viel von dir verlangt, Claudia.

C. Ja.

E. Alle in eurer Familie!
Bitte, Claudia, jetzt musst du nicht mehr den Text der Starken
ununterbrochen auf der Bühne sprechen.
Verstehst du?
Jetzt darf es wirklich aufhören damit.

Deine Knie sagen allen: Helft mir!
Lasst euch was einfallen!

Allen, nicht nur den Menschen.
Auch Gott und deiner Mama.

Allen schreist du es geradezu entgegen
mit jeder von deinen Bewegungen:
Helft mir!

Ja!
Du machst gute Dinge!
Du holst dir gute Helfer,
gute Helfer, die wirklich engagiert sind.

Ist dir aufgefallen,
dass du das schaffst?
Dass du Menschen engagiert sein lässt?

C. Ja.

E. Ja, auch das ist eine Gabe.
Aber warum denn bloß nur, wenn du Schmerzen hast?
Warum nicht für solche Kleinigkeiten wie:
Helft mir:
dass ich mich heute gut fühle in meiner Haut,
dass ich heute lachen kann,
dass ich heute gut essen kann,
dass ich heute…

Verstehst du?

C. Ja, das erfordert ein Umdenken.

E. Ja.

C. Echt.

E. Ja, aber wenn es nicht so tief gehen würde,
hättest du auch nicht so große Probleme mit deinen Knien.
Ja?

C. Hm.

E. Das ist ein Aufmerksam machen!
Hast du dazu noch Fragen?

C. Nein, wir sehen uns ja für den zweiten Teil noch mal wieder.
Aber ich danke dir jetzt schon mal für die große Hoffnung,
die sich in mir breit macht.

E. Ja.
Es ist nicht der Schmerz, Claudia, um den allein es geht.
Sondern es ist das, wozu er führt
und wozu er dich berechtigt.

Er berechtigt dich, um „Hilfe“ zu schreien!

C. Ja, das habe ich sehr laut getan.
Ich bin auch gehört worden.

E. Ja, das bist du zweifellos.
Nur was geschieht, wenn die Knie nicht mehr Weh tun?
Und ehe du das nicht geklärt hast, tun die weiter Weh.

C. Ja.

E. Noch einmal, Claudia:
Es ist eine Sollbruchstelle, es ist ein Schaden da!

Diese Knie sind nicht so belastbar wie die eines jungen Sportlers!
Das ist alles richtig.

Aber das war auch schon vor Jahren richtig!

C. Ja.
Aber das heißt, Elia:
Dass ich das schaffen kann, dass der Schmerz weniger wird
und ich mir Liebe und Fürsorge anders einfordere.

E. Ja, weil der an Bedeutung verliert.

C. Ja. Oh, da muss ich echt üben.

E. Ja. Das darfst du üben!

C. Hm.

E. Das war in anderen Leben durchaus anders.

C. Aha.

E. Und, Claudia, das ist wirklich bedeutend:
Dass die Schäden aus den anderen Leben keine Rolle mehr spielen,
sodass wir hoffen dürfen:
Dass die Art der Schmerzen, die du jetzt leidest,
die Einschränkungen, die du jetzt leidest,
auf ein Minimum reduziert werden können.

C. Danke.

E. Mir bitte nicht.
Wem es zu danken gilt, bist du! 
Du bist das!

Deine Seele sagt: Nicht noch einmal so!

C. Ha!

E. Ich wünsche noch einen sehr schönen Abend.
Und ich wünsche dir eine gute Nacht.

C. Danke. Ja.

E. Ich möchte mich bedanken für die Treue,
die du uns hältst.
Denke nicht, das sei selbstverständlich!

Es hat schon so mancher,
der am Leiden zu leiden hatte,
uns, Gott und die Welt verflucht.

Du tust uns gut, Claudia.
Danke.

C. Danke.

(Channeling, Teil 2,
am Ende des Seminars.)

E. Wir fahren fort.
Liebe Claudia, es ist so viel geschehen
in diesem kleinen Wimpernschlag von Zeit.

Viel mehr, als du verdauen kannst.
Das musst du auch nicht!
Die Dinge wirken aus sich selbst heraus Gutes.
Zu dir finden, das Ziel zu sehen,
davon sprachen wir am Freitagabend.

Und ich denke, eine große Felsnase ist abgesprengt.

Und was da zu sehen ist, ist ein gelobtes Land,
nicht wahr?

C. Ja.

E. Und das darf sein.
Alles andere ist ganz bedeutungslos.

So sei es.
So wird es werden.

Weil es getragen wird von einer wahren Sehnsucht in dir.

Sehnsucht bestimmt euer Leben weit über eine Inkarnation hinaus.
Und was ihr euch aus tiefstem Herzen ersehnt, wird sein.

Und nun stell mir bitte deine heutige erste Frage.

C. Ich hatte sehr starke Träume
über Besprechungen und Segnungen.
Auch der Traum, in dem ich eine machtvolle Anrufung singen sollte,
weil ich es kann.

E. Hm.

C. Was bremst mich?
Meine Macht, diese Macht zu nehmen und mein volles Potenzial
– wie du mal gesagt hast –
in Liebe, Verantwortung und Weisheit zu leben?

E. Ich bin versucht, zu sagen:
Wenn du im Chor singen müsstest,
wäre es in Ordnung!
Wenn du es alleine singen sollst:
nicht!

Claudia, ihr habt euch diesem Aspekt geöffnet
und es ist keine Korrektur an dieser Stelle nötig,
verstehst du?

Du brauchst, um in deine Macht zu gehen,
eine Gruppe um dich,
die in voller Akzeptanz zu deinen Fähigkeiten steht.

Was für dich eine äußerst unangenehme Situation wäre,
wäre die:
Als Einzige Diejenige zu sein,
die diese Macht vertritt.

Das geht nicht!

C. Das stimmt.
Da fühle ich mich auch nicht wohl.

E. Ja.
Und das ist der Grund, das ist der Grund deiner Hemmung.

Ja?

C. Hm.

E. Gut. Deine nächste Frage, bitte.

C. Um mein Ziel zu leben, die Gemeinschaft mit Menschen,
die mich unterstützen,
die sogar aus meiner Seelenfamilie kommen,
wie Victor mir gezeigt hat:
Hab ich die Zeit, die ich brauche, um mich dahin zu entwickeln?

Ich setze mich selber so unter Druck,
dass das möglichst schnell gehen muss.

E. Das funktioniert gar nicht!
Wir wollen auch bedenken: Sie sind aus deiner Seelenfamilie!
Und zwar die, die dir am Nächsten sind.

Was bedeutet: Sie sind dir auch am Ähnlichsten.
Das heißt:
Auch sie brauchen Zeit.

C. Hm.

E. Du kannst – das ist ganz wichtig –
du kannst Entwicklungen nicht beschleunigen.
Das geht nicht.
Es macht keinen Sinn, das zu versuchen.

Es können Entwicklungen gebremst werden,
diese Möglichkeit besteht auf Erden.
Aber nicht, sie zu beschleunigen!
Das geht nicht!

Das ist so ein unsinniger Versuch,
wie zu versuchen, die Flussgeschwindigkeit des Rheins
um das Doppelte zu erhöhen.
Absurd.
Ja?

C. Ja. Es gibt ein englisches Sprichwort,
das heißt:
„Don’t push the river.“

E. Das sag ich doch.

C. Ja.

E. Ja?
Tu das nicht.

Bleib bitte in deinem Tempo.
Lass dir Zeit.
Lass allem Zeit:
auch deinen Handicaps,
auch deinen Bedürfnissen,
auch deinem Schmerz.

Lass es fließen.
Das ist meine Empfehlung an dich.

Es muss nicht gleich Ergebnisse geben.

Und, Claudia, schau zurück!
Alles, was du bis jetzt gelebt und erfahren hast,
war die Basis zu einem noch tieferen
und noch vollständigeren Verständnis.
Kein Umweg!

Du hast dadurch die Chance bekommen,
dir von all dem das zu nehmen, was für dich wichtig ist.

Aber darüber hinaus hast du auch die Möglichkeit,
aus einer ganzen Palette von einzelnen Faktoren
für jeden Menschen etwas individuell zusammen zu stellen.

Du bist vielfältig geworden!
Und das ist sehr schön und sehr gut.

Denn wenn es anders wäre:
Dann könnten immer nur die gleichen Menschen zu dir kommen.
Wir sind ganz froh, dass das nicht so ist.
Ja?

C. Ja.

E. Sammle Wissen!
Dies ist noch immer die Situation, in der du Wissen sammelst.

C. Ja, schön.

E. Ja.
Wenn die Uta Kräuter sammeln geht, dann weiß sie oft gar nicht,
welcher Tee daraus entsteht.
Sie sammelt einfach und bei entsprechender Gelegenheit
stellt sie ihn zusammen.

Das passiert irgend wann später.
Es gibt das Frühjahr und den Sommer zum Sammeln.
Es gibt die Zeit des Trocknens und Aufbewahrens.
Und dann ist irgendwann die Zeit,
die einzelnen Teile zusammenzufügen.

So ist das jetzt auch bei dir:
die Sammelzeit.

C. Ja.

E. Deine nächste Frage bitte.

C. Ich habe an einem Nachmittag
auf den Berg neben unserem Haus geschaut
und da hat sich das Panorama
einmal in einer senkrechten Linie vom Himmel zur Erde
von links nach rechts wie ein- und wieder aufgefaltet
wie ein Blatt Papier.

Was hab ich da gesehen?

E. Das sind Quanten-Verschiebungen, Claudia.
Ihr habt eine sehr unruhige Zeit.

Eine Zeit voller unnatürlicher Phänomene!

Das ist in Umbruchzeiten so:
Vieles verändert sich!
Und da kommt es auch zu solchen Wahrnehmungen,
die allerdings jeder unterschiedlich wahrnimmt.

Es ist nicht so, dass zur gleichen Zeit alle Menschen,
die in die Richtung geschaut hätten, das Gleiche gesehen hätten.
Aber Ähnliches…
Es wäre in jedem Fall ein Lichtphänomen gewesen.
Für einige Wenige sogar ein Klangphänomen.

Der Planet Erde ist ja nicht isoliert.
Er ist innerhalb der kosmischen Strukturen und die sind nicht starr.
Sie sind in Bewegung wie alles Andere auch.

Und Eins wirkt aufs Andere, Claudia.
Du hast ein Ergebnis solcher Einwirkung gesehen.
Das gilt sowohl auf materieller Ebene
als auch auf psychischer Ebene.
Es ist eine große Zeit des Wandels.
Ja?

Dass du dich nicht erschreckt hast, ist das eigentliche Wunder.

C. Hm.

E. Und das liegt daran, dass deine Seele Phänomene kennt
und sie immer schon mit Begeisterung beobachtet hat.

Versuch, wenn du beobachtest, einmal verknüpfter vorzugehen:
Ich sehe das und dann schaue ich. 
Was verändert sich im Umfeld?

C. Hm.

E. Was verändert sich in mir?
Was macht das eigentlich, was ich da beobachte?

Und du wirst sehen:
Dass du noch sehr viel mehr Freude an deinen Studien hast.

La Gomera an sich ist eine Insel,
die energetisch hoch interessant ist.

Sie ist – wie man so sagt – ein Hotspot.
Erd-Energie ist dort sehr gebündelt.

Und das ist immer eine empfangende Energie! 
Wo etwas empfängt, wo etwas aufnimmt,
muss auch etwas angezogen werden, was hinein fügt.

Sehr, sehr spannend.
Beobachte es weiter!

Deine nächste Frage, bitte.

C. In der ganzen Inkarnationsarbeit, die wir gemacht haben,
habe ich viel über meine Rollen, Muster
und Glaubenssätze bewusst erfahren.
Hast du noch etwas dazu zu sagen,
auf was ich besonders achten sollte?

E. Ja. Auf die Gnade!
Die Gnade Gottes.
Wer die nicht annehmen kann, der kann nicht begnaden.
Eins hängt mit dem Anderen zusammen.

Wenn Gott ein Antlitz hätte und es wäre das eines Vaters,
so wie ihn sich die Alten vorstellten,
wie ihr ihn seht in den herrlichen Fresken mancher Kirchen.

Wenn er ein solches Antlitz hätte,
dann würde er lächeln, wie ein Vater lächelt,
dessen Kind gerade laufen lernt:
Wenn es fällt und wieder aufsteht,
wenn es versucht, trotz seiner kurzen Beine
eine viel zu hohe Stufe zu erklimmen.

So würde er aussehen:
Lächelnd mit durchaus nachdenklichen Augen.

Gott ist Gnade.
Was Gott niemals ist: ist Rache.
Was er niemals ist: ist zynisch.
Was er niemals ist: ist missbräuchlich.
Er ist nie satanisch.
Er ist Gnade!

Und das, Claudia, das auszuhalten,
dass du der Gnade bedürftig bist,
weil du einfach noch klein bist in seinen Augen gemessen an ihm,
das schaffst du.

Das schaffst du! 

Und ich bin sicher:
Das wird dir ein Lächeln ins Gesicht treiben,
das nie so ganz erlischt.

Du wirst lernen,
über die Fehler der Menschen zu lächeln,
über ihre Irrtümer,
über ihre Art:
Wenn sie weise sind, so dumm zu sein. 
Und so weise, wenn sie dumm sind.

Milder wirst du werden, ohne an Gerechtigkeit zu verlieren.

Ihr seid alle noch so klein, so kleine Götter,
so, so klein.

Und ihr alle, ihr alle braucht keine Strafe.
Ihr braucht Halt, Sicherheit, Geborgenheit:
einen milden Gott!

Leider ist das Bewusstsein dafür
– gemessen an Gott so klein zu sein –
fast vollständig verloren gegangen.

Das ist sehr schade!
Das ist eine wirkliche Überforderung
und das hat ganz sicher Folgen.

Das ist so, wie wenn ein vierjähriges Kind sich zumutet,
das Mittagessen für seine Familie zu kochen.

Da vergeht es einem guten Vater schon mal, zu lächeln.
Denn er weiß, er kann sein Gesetz nicht brechen.
Er muss dieses Kind machen lassen!

Gnade: Manchmal ist das sehr wichtig, zu lernen,
dass man die nötig hat!
Und sich dabei nicht beschämt zu fühlen, sondern dankbar.

Dankbar dafür, dass es da jemanden und etwas gibt,
das genau weiß:
Die Kraft kann noch gar nicht reichen,
um ein Mittagessen zu kochen.
Ja?

C. Hm.

E. Claudia, zum ersten Mal in deiner Entwicklung
bewegst du dich wirklich,
wirklich zu dir hin! 
Zum allerersten Mal spürst du deine wahre Identität!

Und es darf ganz angstfrei sein!

Anders zu sein als die Anderen, bedeutet eben nicht,
nicht dazu zugehören.

Sondern es bedeutet,
eine Perle an einer langen, langen Perlenschnur zu sein.

Viele, viele bunte Perlen
– in Form und Farbe und Struktur ganz verschieden –
brechen alle zusammen das Licht.
Aber dann wird es ein Regenbogen.

Und es ist gerade deine Form und deine Farbe,
die die Kette braucht!

Gerade das, was eigenwillig ist und eigenartig,
ist das, was für den Glanz der Kette nötig ist.

Hast du noch Fragen?

C. Nein.
Ich muss leider zum Zug.
Aber ich bin so froh, hier gewesen zu sein.
Es war wunder-,
wunder-,
wundervoll!

E. Ja, es ist immer wieder wundervoll.
Und es ist immer wieder für uns eine solche Freude
und eine solche Arbeits-Erleichterung.

Denn, liebe Claudia:
Es erspart uns ja, etliche Inkarnationen mit euch durchzustehen.

Ich wünsche dir eine schöne Reise.
Ich wünsche dir eine gesegnete Zeit.

Und ich wünsche dir, dass du endlich anfängst,
für dich die gleiche Leidenschaft zu empfinden,
die du in der Lage bist, für andere Lebensweisen aufzubringen.

C. Ja. Das hab ich mir fest vorgenommen.

E. Gut! Dann geh deinen Weg leicht.
Auf Wiedersehen, Claudia.

C. & H. Auf Wiedersehen.