Elia – Anders sein: Dein bisheriger Platz ist der Platz dessen, der anders ist.

Dein bisheriger Platz ist der Platz dessen, der anders ist.
Das ist gut und schlecht.
Das Gute ist:
Der, wer anders ist, der darf auch damit rechnen, 
dass er in gewisser Weise mehr Aufmerksamkeit
und mehr Energie bekommt von den Anderen.
Das Schlechte ist, dass dieses Anders sein
auch ein Falsch sein beinhaltet.

Und dieses Falsch sein: Das ist der Gedanke, der dich quält.
Dies alles sind Urteile Anderer!
Dies alles sind die Dinge, die du verstehen musstest:
„Ich bin nicht anders, ich bin irgendwie falsch.
Wie weit geht denn das? Wie falsch bin ich denn?“
Elia

Teil 1

Zu Gast sind Gudrun und ihr Sohn Hans.

Elia. Guten Abend, liebe Freunde.

Hajo. Guten Abend, Elia.

E. Guten Abend, junger Freund.

H. Guten Abend.

E. Wie schön, dass du deine Mutter begleitest.
Jetzt wird etwas sehr wirklich!
Etwas, was neu ist:
Ihr seid hier nicht zusammen in eurer Funktion
als Mutter und Sohn, sondern
– und das ist sehr wichtig, dass ihr das begreift –
ihr seid hier als Zwei miteinander verbundene Seelen.
Dass ihr Mutter und Sohn seid,
verliert für einige Stunden an Bedeutung.

Zwei verbundene Seelen bedeutet:
Dass ihr mehrere Leben miteinander hattet
und keinesfalls immer in dieser Konstellation.

Als zwei Seelen auf ihrem Weg! 
So werdet ihr in diesen nächsten Tagen gesehen.
Und ich möchte, dass ihr das für euch auch einmal versucht,
nach zu vollziehen.

Ihr seid einander gleichberechtigte Seelen.
Zwar ist eure derzeitige Rolle die,
dass die eine Seele jung und die andere älter ist,
aber ihr steht an der Schwelle einer gewaltigen Veränderung.

Und ihr beide steht vor der Aufgabe,
eure neuen Rollen ganz klar zu definieren.

Ich selber in meiner letzten Inkarnation hatte eine sehr
– nun, ich möchte sagen – eine dominante Mutter.
Sie war eine große und tiefe Seele, aber sie neigte dazu,
mir stets und allgegenwärtig ihre Gedanken zu schenken.

Solange ich jung war, solange ich Kind war,
war dies äußerst wichtig für mich.
Aber es waren die Gedanken einer Frau!
Es waren die Gedanken einer Mutter!
Und ich wollte ein Mann werden!

Mein Vater war ein stiller Mensch.
Ich kannte wenige seiner Gedanken.
Und es war schwierig für mich, Gedanken zu finden,
die ich als Mann denken konnte.

So sehr ich meine Mutter liebte: 
Aber es kam ein Tag, an dem ich dachte:
Ich könne keinen weiteren Tag ihre Gedanken ertragen.
Und so musste ich mich von ihr distanzieren!

Das war sehr schmerzvoll!
Aber da Liebe Liebe bleibt, fand ich wieder zu ihr zurück.
Und wir begegneten uns als gleichberechtigte Seelen.
Das war mächtig!

Sie erkannte, dass ich meine Gedanken gefunden hatte.
Und sie begann, meine Gedanken wert zu schätzen.
Das war sehr wichtig!

Viele Jahre später wurde es sogar lebenswichtig für sie.
Denn so sehr sie mich betreut hatte, gefühlt und geleitet:
So sehr musste ich dies am Ende ihres Lebens für sie tun!
Und das war gut.

Dies möchte ich euch auf den Weg geben.
Ihr steht vor einer großen Aufgabe: Beide!
Ihr müsst Beide in gewisser Weise von den Rollen,
die ihr einmal hattet, Abschied nehmen!

Um etwas wunderbares Neues inszenieren zu können:
nicht mehr der kleine Sohn und die große Mutter!
Sondern Hans und Gudrun!

Damit genug von mir gesagt, ich bitte um die erste Frage.

Hans: Die ist von mir.
Welchen Weg könnte ich gehen,
um mit mir selbst – so wie ich bin – einverstanden zu sein?

E. Ich möchte auch dir die Empfehlung geben,
eine Inkarnationsarbeit zu machen!
In der es darum gehen muss, zu verstehen,
dass Niemand, ja Niemand das Recht hat, zu sagen:
Du bist nicht gut genug.

Du musst dir unbedingt ein Leben anschauen,
das du einmal hattest.
Und ich bin sicher, dass du das gerne tun wirst.

Aber es geht auch darum – und wir freuen uns sehr –
dass du dich bereit erklärt hast, hier mit uns zu arbeiten.
Du musst auch schauen,
welche Position du innerhalb deiner Familie einnimmst
und warum dies so ist!
Und wie du zu einer Position finden kannst,
in der du dich wohl fühlst.
Also auch hier eine Aufstellung!

Dein bisheriger Platz ist der Platz dessen, der Anders ist.
Das ist gut und schlecht!
Das Gute ist: Der, der Anders ist, der darf auch damit rechnen,
dass er in gewisser Weise mehr Aufmerksamkeit und mehr Energie
bekommt von den Anderen.

Das Schlechte ist:
dass dieses Anders sein auch ein Falsch sein beinhaltet.
Und dieses Falsch sein: Das ist der Gedanke, der dich quält!

Dies alles sind Urteile Anderer!
Dies alles sind die Dinge, die du verstehen musstest:
„Ich bin nicht Anders!
Ich bin irgendwie Falsch?
Wie weit geht denn das?
Wie Falsch bin ich denn?“

Wir möchten dir sehr gerne helfen,
dass du zu einer klaren Sicht kommst!

Nämlich der Sicht:
Dass du richtig bist, obgleich du auch Fehler machst!
Das ist eine gesunde Einstellung:
„Ich bin richtig! Ich bin der richtige Hans so, wie ich bin!“

Wenn du mich fragst:
Welchen Weg du gehen kannst, um mit dir einverstanden zu sein,
dann beginnt der Weg mit dem ersten Schritt.
Und das ist der:
Zu verstehen, warum du in einem anderen Leben aufgehört hast,
zu glauben, dass du richtig bist!
Einerseits.

Und warum du innerhalb deiner Familie
– und hier meine ich nicht nur deine Geschwister und Eltern,
sondern auch deine Großeltern und deren Kinder –
du die Position dessen eingenommen hast, der Anders ist.
Und dass du diese Stellung nicht weiter einnehmen brauchst!
Ja?

H. Hm, Hm.

E. Also das Abwertende des Anders seins loszulassen,
das ist der erste Schritt:
Einverstanden sein damit, dass du Anders bist!
Der erste Schritt, Hans!
Weitere Schritte brauchen Zeit und Erfahrung.

Das sagt man einer Seele, die in einem Achtzehnjährigen wohnt, nicht so gern: Du brauchst Zeit!
Aber ich muss es tun.
Du brauchst Zeit! 
Und es wäre nach den Sternen gegriffen,
würdest du von dir selbst verlangen,
schon das tiefe Einverständnis zu dir selbst zu haben!
Das man eigentlich erst von einem reifen Sechzigjährigen
erwarten kann, nicht wahr?

H. Hm, Hm.

E. Du bist auf der Welt, um zu lernen, einverstanden zu sein mit dir.
Aber der erste Schritt ist der Wichtigste!

Geht man ihn in die falsche Richtung,
sind größte Umwege zu erwarten.
Hoffen wir:
Dass wir den richtigen ersten Schritt hier beginnen können.

Gut. Die nächste Frage bitte.

H. Ja, ich habe jetzt noch eine zweite Frage:
Wie werde ich mit meinem Frust besser fertig?

E. Ich möchte auf etwas anderes zu sprechen kommen,
was dennoch eine Antwort auf diese Frage beinhaltet.

Es geht noch einmal um ein Eingangsthema:
Mein Thema war an dich gerichtet.
Die Veränderung deiner Rolle!

Oder anders ausgedrückt
– und verzeih, dass ich altmodisch bin,
aber ich bin auch wirklich aus einer alten Zeit –
Es geht darum, dass du ein Mann wirst!

Ein Mann werden, dazu gehört: Verantwortung zu übernehmen.
Zuerst für dich!
Später für Andere.

Weißt du, dass in anderen Völkern
Knaben den Müttern entzogen werden,
sobald sie ein bestimmtes Alter erreicht haben?
Damit sie lernen, Männer zu sein?

Mann sein muss gelernt werden!
Und dazu gehört zwingend, Frustration zu beherrschen!
Nicht sie zu vermeiden!

Frustration zu vermeiden,
ist im Grunde eine sehr weibliche Vorgehensweise!

Frauen sind aufgrund ihres so Seins geneigt,
Frustrationen zu vermeiden!

Sowohl bei sich als auch bei ihren Kindern.
Das hat seinen Grund, der eher biologisch als psychologisch ist.

Aber ein Mann muss seit Alters her
– wenn er denn weise werden will und stark –
lernen, Frustrationen zu beherrschen.

Kennst du Völker, in denen Männer das lernen müssen?

H. Hm, hm?

E. Das ist genau so in eurer Kultur!
Leider haben die Männer aber diese Art des Seins verloren.
Es gibt keine Hinweise mehr darauf!

Die, die es einmal gab in eurer Kultur,
aber die taugten wirklich nichts mehr!
Nicht nach dem letzten Krieg!

Denn die Art von Frustrationen,
die Männer im Dritten Reich dort zu ertragen hatten,
die waren alles andere als Leben spendend!

Aber stattdessen „nur noch Lust statt Frust“?
Das ist ein Prinzip, das scheitert.
Das scheitert immer mehr!

Frustration beherrschen bedeutet,
ihr ins Auge zu sehen und zu sagen:
„Ja, dieses hier ist sehr hart.
Dieses hier ist alles andere als
schön, gut, erfüllt, wahrhaftig, sinnvoll.
Dies hier ist hart!
Aber ich habe einen guten Grund, das durchzustehen!

Und diese guten Gründe, lieber Hans,
die musst du in dir selber finden.

Die kann niemand dir vorschreiben!
Das ist wichtig, einen guten Grund dafür zu haben!

Wer Verantwortung für sich trägt, der braucht Ziele.
Sicherlich erst einmal Etappenziele.

Und ich möchte hier dir vorschlagen, zwei Dinge zu tun!
Die Frustrationen an dem zu messen:
Was das Ziel ist, wenn du sie beherrschst!

Und dir darüber im Klaren zu sein,
dass deine Selbstachtung auch davon abhängt:
Ob du in männlicher Weise
deine Frustrationen beherrschen kannst oder nicht!

Hier spreche ich mit dir von Mann zu Mann.
Wenn ich dir sage,
dass wir Männer nichts uns so sehr vorwerfen wie das Eine:
in unserer Verantwortung versagt zu haben!

Selbstachtung hängt für uns Männer
unmittelbar mit der Frage zusammen:
„Habe ich verantwortungsvoll gehandelt?“

Wenn die Antwort darauf „Nein“ ist,
ist das Urteil, das wir über uns selbst fällen
– immer und in jeder Kultur –
im wahrsten Sinn des Wortes tief traurig!
Ja?

H. Ja.

E. Gut. Gut, liebe Freunde, gibt es noch eine Frage,
eine Letzte bitte?

H. Ja, ich hätte noch eine Frage.
Und zwar: Wovor ich früher immer Angst hatte,
wenn ich abends im Bett gelegen habe?

E. Du hast vor jenseitigen Besuchern Angst gehabt!
Du hast ein sehr sensitives Gespür
für Energien und das ist der Grund dafür.
Da du es nicht einordnen konntest, kam der Grusel, ja?

H. Hm, hm.

E. Bitte bedenke das in deinem weiteren Lebenslauf.
Du bist sehr sensitiv, sehr sensibel für Energie!

Das gilt im Übrigen auch für ganz andere Energien.
Ich würde mich freuen, wenn du dies bedenken würdest,
wenn es um Musik geht.
Auch Musik ist Energie!

Und du kannst durch Musik sehr viel Wachstum erreichen:
Seelisches Wachstum!
Du kannst aber auch sehr viel Energie dadurch verlieren.

Achte bitte darauf, ja?

H. Hm, hm.

E. Wenn du wieder derartige ängstliche Zustände hast:
Dann ist es in aller Regel wieder jemand, der vorbeischaut.
Bitte wundere dich darüber nicht.
Dies ist ein völlig normaler Zustand!

Was du dann aber zu tun hast, das ist!
Innerlich zu sagen: „Dies ist mein Leben. Geh!“

Dazu wird dir Uta sicherlich noch mehr erklären können, ja?

H. Ja.

E. Gut. Dann sind wir am Ende.
Ich wünsche euch viele glückliche Momente.
Ich wünsche euch, dass ihr staunen könnt und euch freuen.

Und vor allem wünsche ich euch Beiden,
dass ihr eure neuen Rollen als ein ganz besonders schönen,
gemeinsamen Lebensabschnitt erkennen lernt.

Dieser dein Sohn wird nun Mann.
Er wird lernen, Verantwortung zu tragen.
Und du darfst lernen, ihm zu vertrauen.

Diese deine Mutter darf nun aufhören,
verantwortlich für dich zu sein
und dir stattdessen als eine Freundin
– die dich wertschätzt – beizustehen.

Das kann und sollte für euch Beide die schönste Zeit sein,
die ihr miteinander habt.

Gott segne euch.

Hans & Gudrun: Danke, Elia.