Rungholt

Trilogie vom Tod: Teil 3 – Die psychische Entwicklung in Phase 3 von Annas Tod

Annas Tod

Trilogie Teil 3

Annas Tod:
Die Phase 3 der psychischen Entwicklung.

Josef

 

Phase 3 ist die der Retrospektive.

Diese Rückschau ist im Wesentlichen ein Zurückkehren zu Stationen der vergangenen Inkarnation und deren Auswertung beziehungsweise der Substantivierung ihrer Elemente.

Sie beginnt mit der Vergegenwärtigung des eigenen Todes und vervollständigt dann, thematisch geordnet, die gesamte Inkarnation.

Beginn der dritten Phase: Voraussetzung – und damit der Beginn der retrospektiven Schau – ist die Erkenntnis des eigenen Todes, dass Anna nicht mehr in die irdische Seins-Ebene gehört.

Und in aller Regel begrüßt sie diesen Wechsel, zumindest aber akzeptiert sie ihn als angemessen.

Zu Beginn der dritten Phase wird sie immer noch davon geleitet, was ihre täglichen Bedürfnisse im Diesseits waren.

Sorgte sie sich um Angehörige, wird sie dies immer noch tun. Hatte sie feste emotionale Verbindungen, so bestehen diese nach wie vor.

Sie ist zu Beginn der 3. Phase lediglich in zwei Bereichen verändert:

A: Sie ruht mehr in sich selbst und

B: Sie liebt ihre neue Heimat.

Ihren eigenen Tod betrachtet sie emotional sehr viel distanzierter. In aller Regel gilt ihr Hauptaugenmerk ihren Hinterbliebenen.

Daher ist es die Phase, in der die Verstorbenen oft das Bedürfnis haben, ihren Geliebten mitzuteilen, dass es ihr gut geht.

Also finden hier fast immer Bemühungen statt, sich diesen mitzuteilen. Sie empfindet die Trauer ihrer Angehörigen sehr stark und nicht selten entsteht hier ein innerer Konflikt.

Denn einerseits fühlt sie tiefes, inneres Glück über ihren jetzigen Zustand.

Andererseits leidet sie buchstäblich mit, wenn sie gegenwärtig der Trauer ihrer Angehörigen ist.

Für den jenseitigen Betreuer ist dies ein Punkt, an dem er Kontakt zu den jenseitigen Betreuern der Hinterbliebenen aufnehmen wird, um den Hinterbliebenen in irgendeiner Weise Trost zukommen zu lassen.

Denn seine Aufgabe besteht darin, seinem Schützling die volle „Wahrheit“ des beendeten Lebens erfahren zu lassen.

Solange diese sich um Angehörige sorgt, ist dies nicht möglich.

Sie wird nicht den Wunsch verspüren, ihr vergangenes Leben zu erforschen, solange sie voller Trauer auf ihre Angehörigen sieht.

Ist dies Hindernis aber überwunden, so wird er seinen Schützling begleiten auf der Reise durch sein vergangenes Leben.

Wie ich bereits erwähnte, ist das Bewusstsein für sich selbst viel intensiver als im irdischen Leben.

Viele gewohnte Betrachtungsweisen sind nun untergeordnet.

Die Aufnahmebereitschaft für äußere Eindrücke hat sich verändert, weil es nicht mehr zu einer Verschmelzung zwischen ICH-Bewusstsein und Suggestionen kommt.

Dies schafft zum einen eine emotionale Distanz zu vergangenen Erlebnissen, zum anderen eine klarere Beurteilung der Umstände.

Wie wir wissen, sehen wir uns während unserer Inkarnation durch die Augen vieler: Die Ansichten und Werte anderer spielen bei der Beurteilung des eigenen Handelns eine viel größere Rolle als allgemein bewusst ist.

Erst nach dem Tode sind wir fähig, diese fremden Werte abzulegen und uns selbst zu sehen, wie es uns entspricht.

Wieder einmal sehen wir, wie überaus wichtig die erste Phase ist, sie ist die Basis für die Retrospektive, die nun begonnen wird.

Die Wahrnehmung der Inkarnation und ihrer Auswertung im Sinne erweiterter Selbstkenntnis und Selbstakzeptanz ist Sinn und Zweck der dritten Phase.

Ihr werdet sehen, dass diese Phase die Entscheidende überhaupt ist.

Phase 1 und 2 dienten lediglich zur Vorbereitung auf diese folgende.

Ihr unterteilt in aller Regel diese 3. Phase in weitere, doch ich möchte sie lieber als Einheit begriffen wissen, zumindest was meinen Teilaspekt, nämlich den der psychischen Weiterentwicklung, angeht.

Die 3. Phase ist ein Prozess, der sehr vielschichtiges Wachstum beinhaltet und sehr individuell gestaltet ist.

Es gibt Teilseelen, die in aller Kürze diese Entwicklungen des Erkennens durchlaufen, während andere in eurem Sinne nur sehr langsam vorankommen.

Ich möchte, dass ihr euch klarmacht, dass diese kontinuierliche Entwicklung vollzogen wird, in deren Verlauf die Anforderungen der letzten Inkarnation und die Erkenntnisse dessen, dass gemachte Handlungen, Erfahrungen und gedachte Ideen NICHT Teil des Selbst sind, stehen sollen.

Wir verwenden hier den Begriff ICH-Evolution und dies trifft auf die Entwicklung der Psyche am ehesten zu.

So wie ihr eures Ichs durch Spiegelung im Gegenüber gegenwärtig werdet, so erfährt die Teilseele sich in der Begegnung mit ihren erlebten Umständen.

Dies trägt zur Annahme und Akzeptanz des psychischen Reifeprozesses bei.

Am Ende der Entwicklung steht sowohl die Erkenntnis, wer sie ist – ihrer Stärken, Schwächen und Potentiale – als auch die, dass sie ihrer Sehnsucht nach Vollständigkeit folgen möchte und dies zu erfahren wünscht – was der Wiedervereinigung mit dem Gesamtselbst entspricht.

In diesen Reifeprozess der 3. Phase fällt auch das Erlernen der physischen Gesetzmäßigkeiten, was zur ersten Etappe der dritten Phase gezählt werden kann.

Hat die Teilseele zu Beginn der 2. Phase erste zaghafte Kontakte zu jenseitigen Wesen geknüpft, so wird nun das Bedürfnis nach ständiger Verbindung und Austausch mit anderen Wesen stärker.

Vergesst hierbei bitte nicht: GRUNDVORAUSSETZUNG jenseitiger Entwicklung ist stets der WUNSCH der Seele, weitere Entwicklungen zu durchlaufen!

Niemals geschieht etwas gegen ihren Willen, immer gehört eigene Motivation, weiter zu gehen zu den Voraussetzungen einer neuen erweiterten Sichtmöglichkeit.

Dieses Prinzip können wir als Grundgesetz des Jenseits bezeichnen: Niemals gibt es ein MUSS, eine Pflicht, die als Bürde gesehen wird, immer ist es ein beglückendes „Du darfst“.

Zu Beginn der dritten Phase werden Umwelt, Begegnungen mit anderen, Erkenntnis gemachter Erfahrungen, Beurteilung der Inkarnation noch sehr irdisch geprägt sein.

Gegen Ende dieser Phase jedoch wird sowohl das Umfeld, die Sicht und Bewertung der eigenen Persönlichkeit als auch die Begegnungen mit anderen Wesen nicht mehr viel mit euren irdischen Verhältnissen zu tun haben.

Ich verzichte deshalb auf eine weitere Unterteilung der 3. Phase, weil es durchaus zu Pendelbewegungen der Entwicklung kommt.

So mag die Teilseele in einem Bereich noch sehr irdisch sein, während sie in einem anderen bedeutende Annäherungen an ihr Gesamtselbst vollzogen hat.

Vergessen wir nicht: Grundsatz jenseitiger Entwicklung ist der WUNSCH nach Erweiterung, es gibt keinen Automatismus der Erkenntnis!

Es können Erkenntnisse gemacht werden, ohne daraus schlussfolgernd Veränderungen herbeiführen zu wollen.

(Im Folgenden nimmt Jo auf ein außergewöhnliches Konzert Bezug, das sein Freund Napa mit mir während einer Meditation besuchte. Es ist mir leider kaum möglich, in Worte zu fassen, was ich erlebte.)

Das Konzert oder besser die Symphonie wurde „aufgeführt“ von einem Chor menschlicher Stimmen, der Sonne im Augenblick des Untergangs und Aufgangs, Vögeln, dem Meer, einem Vulkan, Magma, Eyers Rock, Regentropfen, usw.

Es waren NICHT! die Geräusche, die ich einigen dieser Dinge üblicherweise zuordne! So sangen diese Vögel nicht, sondern stellten eine ungemein volltönende Ton Skala da, die unmöglich beschrieben werden kann.

Ich kann nur sagen, dass ich nie vergleichbar Schönes und Bewegendes gehört UND gesehen habe:

„Ich hoffe, das Konzert mit meinem Freund Napa hat dir wohl gefallen. Was du erlebt hast, war ein Teil dessen, was in Phase 3 im Bewusstsein der Teilseele eingeht. Sie wird sich der multidimensionalen Welt bewusster.

Eine Synthese diesseitiger und jenseitiger, energetischer Strukturen wird für sie erfahrbar und damit nähert sie sich dem Bewusstsein der Tatsache, dass auch sie selbst kein Hier und Jetzt, sondern ein ALLES ist.“

Doch wir wollen unseren Text weiter vervollständigen.

Kommen wir zurück zu unserer Probandin Anna. Sie hat eine tiefe ICH-Erfahrung gemacht und sie hat eine gute und als äußerst angenehm empfundene Begegnung mit ihrem vor ihr verstorbenen Arzt gehabt.

Nun wird sie vielmehr bereit sein, ihre Umwelt zu erforschen.

Da sie sich sicher ist, im Himmel zu sein, erlebt sie diesen auch ganz und gar ihren Vorstellungen entsprechend.

Eine Weile findet sie ausschließlich Vergnügen daran, singenden Engeln zu lauschen und über Wolken zu fliegen usw.

Und sie wird jetzt auch die Möglichkeit wahrnehmen, ihre verstorbenen Verwandten zu begrüßen.

Und genau dieser Punkt markiert den Übergang zu einer neuen Ebene innerhalb der 3. Phase.

Denn mit der Begegnung mit diesen Angehörigen wird sie mit karmischen Inhalten konfrontiert und diese Konfrontation löst in ihr den Wunsch aus, weitere Erklärungen zu finden.

Gehen wir einer dieser Begegnung nach: Als Erstes begegnet sie ihrem früh verstorbenen Kind. Es starb im Alter von drei Jahren an einer Infektion.

Sie hatte sich dieses Kind sehr gewünscht und danach kein weiteres empfangen. Der Tod des Kindes war für sie Anlass tiefster emotionaler Verhärtung.

Nun wird sie durch die Begegnung mit diesem Kind zu sehr unterschiedlichen Erkenntnissen und Emotionen geführt:

1. Freude: Da sie selbstverständlich davon ausgeht, dass ihr Kind ein Engel ist, trifft sie es so und wird überschwemmt von reinem Glücksgefühl.

2. Wie stets, wenn wir Wesen aus unserer Vergangenheit begegnen, so wird auch diese Begegnung von Erinnerungen an gemeinsam Erlebtes erfüllt.

Dies ist für Anna zuerst angenehm, doch sodann beginnt die Erinnerung an das Sterben dieses Kindes.

Das Kind wird ihr hierzu seine Sicht der Dinge mitteilen.

Und so wird sie erfahren, dass ihre Bitterkeit über dessen Tod nicht im Einklang mit dem Verständnis dessen zum Geschehenen steht.

Es entsteht also eine Spannung emotionaler und rationaler Art, wenn das Kind ihr sein völliges Einverständnis mit seinem frühen Tod erklärt.

Was für Anna eine gänzlich neue Perspektive ist.

Vermutlich wird sie auch Andere zu diesem Thema befragen und erfahren, dass ihr Kind recht hat mit seiner Einstellung.

Was sie niemals in Betracht zog, wird ihr bestätigt: Der Tod und damit auch der Verlust des Kindes für sie war gewollt, wurde begrüßt und gilt als gelungenes, weil erfülltes „Schicksal“.

Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass diese Divergenz der Betrachtungsweise einen nicht unerheblichen Druck auf sie ausübt.

Das Bestreben in innerer und äußerer Harmonie zu verweilen treibt sie an, nach der Ursache dieses Bewertungsunterschiedes zu fahnden.

Sie wird über den Kontakt mit anderen dazu aufgefordert, das Geschehene mit neuen Augen zu sehen.

Und je nach erworbenem Bewusstsein wird es ihr mehr oder weniger schwer fallen, dies zu tun.

Um es zu können, wird sie bemerken, dass ihr Beurteilungskriterien fehlen.

Ihr wird jedoch jede nur erdenkliche Hilfe zuteil, diese Wissenslücken zu schließen:

So wird sie mit anderen Müttern sprechen und mit anderen Kindern.

Sie wird temporär zurückversetzt in jene Zeit und in die darauf folgende, sie wird sich ihrer Gedanken bewusst und jener der anderen Beteiligten.

Sie wird erkennen, welche Folgen jeder dieser Gedanken und jede ihrer Emotionen hatte, und zwar sowohl in Bezug auf ihre Inkarnation als auch auf die anderer involvierter Seelen.

Sie wird mit Varianten des Geschehens konfrontiert!

Bis hin zu der, dass ihr größter Wunsch erfüllt worden wäre und dieses Kind überlebt hätte. Sie wird lernen, dass es Dinge in ihrem Leben gab, die in einem übergeordneten Interesse nicht wandelbar waren.

Und andererseits wird sie sehr schmerzlich verstehen lernen, dass sie vermeintlich Unabänderliches sehr wohl zum Positiven hätte verändern können.

Womit sie ganz allmählich ein tieferes Verständnis für die Planerfüllung bekommen wird und immer weiter tatsächlich erlebt, wie sehr sie lediglich Teil eines großen Netzwerkes ist.

Wie sehr sie innerhalb dieser Struktur aktiv an der Entwicklung ihrer eigenen Potenziale beteiligt war und der Förderung anderer.

In vielerlei Hinsicht wird sie eine wesentlich erweiterte Sicht der Zusammenhänge von Ursache und Wirkung erleben, was zu einem größeren Verständnis ihrer selbst als auch anderer beiträgt.

Fast beiläufig verändert sich damit ihr erworbenes duales Wertesystem.

Sie erfährt – und dies meine ich wörtlich – dass es nicht um Trennendes, sondern um sich Ergänzendes geht, ein tiefer, innerer Wandel vollzieht sich hier.

Nun, viele von euch setzten sich schon diesseitig damit auseinander, doch diese fundamentale Erkenntnis im Jenseits zu machen, bedeutet weit mehr,.

Denn sie ist in konzentrierter Weise ein „Erlebnis“ und da sie stark an Emotionen geknüpft ist, eben keine graue Theorie, sondern wird zur erlebten Erfahrung.

Bitte denkt daran: Auch der jenseitige Weg zum Gesamtselbst ist Teil des Planes.

Vielleicht wird euch nun verständlich, wie sehr diese Aussage zutrifft.

Diese Erkenntnisse sind verbunden mit einer neuen Etappe in der 3. Phase, denn sie führen zu einer wichtigen Fragestellung, nämlich dem „Warum“ ihrer Reaktionen innerhalb der Inkarnation.

Und hiermit erreicht sie einen Punkt, in dem mehrere Ereignisse ihres irdischen Lebens zusammengefasst werden.

Sie wird retrospektiv Verbindungen einzelner Ereignisse erleben, die alle eines gemeinsam haben: ihre eigene Grundhaltung.

Natürlich finden im Verlauf dieser Entwicklungen auch Begegnungen mit ihrem Mann und ihren Eltern statt, bzw. werden diese in den Entwicklungsprozess einbezogen.

Diese Etappe ist das „Suchen nach dem roten Faden“.

Es ist harte Arbeit für die Teilseele und überhaupt nur denkbar, weil sie inzwischen gelernt hat, dass sie stets und immer In-Sich-Zu-Ruhen vermag und überall und jederzeit tief geborgen ist.

Ihre Entwicklung in dieser Phase wird unterstützt von geistigen Lehrern, sie geht diesen Weg niemals allein. Aber sie geht ihn in einer sehr viel konzentrierteren Form, als dies irdisch möglich wäre.

Die Erfahrungen, die sie bei dieser Aufarbeitung macht, sind hoch emotional und derart direkt und klar, wie ihr es euch nicht vorstellen könnt.

Sie kann hier keine Emotion, kein Motiv ihrer Handlung – seien sie schön oder belastend – unterdrücken, sondern schöpft sie voll aus.

Der psychische Entwicklungsprozess in Bezug zum physischen Entwicklungsprozess.

Ich erwähnte, dass das jenseitige psychische Wachstum in Phase 3 ein sehr individueller Prozess ist, der keinesfalls linear verläuft, sondern einer Pendelbewegung gleich geschieht bzw. geschehen kann.

Dies trifft jedoch nicht auf andere, zu erlernende Bereiche zu.

So wird zum Beispiel der Umgang mit der eigenen Imaginationskraft kontinuierlich erweitert und werden andere Möglichkeiten der Begegnung oder der Sicht des gesamten Systems aufeinander aufbauend erlernt.

Diese – sagen wir – Erkenntnis der äußeren „Umwelt“ (wobei auch dies an sich ein irreführender Begriff ist, denn Umwelt ist hier stets auch Innenwelt), dieses Erlernen – jedenfalls physisch völlig anderer Bedingungen – geschieht linear.

Daran können auch gute Unterscheidungen durch ein Medium gemacht werden, wenn es darum geht, zu mutmaßen, wo jemand innerhalb des Entwicklungsprozesses steht.

Je durchlässiger die Teilseele wird, je involvierter sie Teil ihres Umfeldes ist, das heißt, je harmonischer sie in ihr Umfeld zu passen scheint, umso weiter ist sie im Bezug auf ihre Entwicklung.

Hierfür sind tatsächlich Lehrer zuständig, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, ihr die Möglichkeiten zu erklären, die sie nun im physikalischen Sinn besitzt.

Da auch bei uns Gleiches Gleiches anzieht, trifft sie hier mit einer Vielzahl von Persönlichkeiten zusammen, die sich in der gleichen Entwicklungsphase befinden.

Was ihre Überzeugung stärkt, dass sie Teil eines nicht enden wollenden Prozesses ist.

Sie weiß am Anfang selten darum, dass sie erst am Beginn ihrer Entwicklung steht.

Vielmehr hält sie ganz besonders am Anfang der 3. Phase es für das ultimative Sein, in dem sie sich gerade befindet.

Dies ist häufig Anlass zu Missverständnissen, wenn diese Seelen bei einem Reading erzählen, wie ihre Umwelt aussieht und wie sie diese erlebt.

Da gerade hier sehr viele Readings gemacht werden (auch und gerade auf Wunsch der Seele hin), gibt sie ihre Überzeugung, dass das Jenseits genauso aussehe und genau die Möglichkeiten biete, die sie gerade erfährt, auch voller Überzeugung wieder.

Doch in Wahrheit spiegelt ihre Umgebung und die ihrer Mitbewohner zu diesem Entwicklungspunkt noch sehr ihre irdische Jenseitserwartung.

Noch unterscheidet sie zwischen sich und ihrer Umwelt, beschreibt: „Da, wo ich lebe“, als würde dieses Umfeld nichts mit ihr zu tun haben usw.

Wir hören dann von Berichten, die sowohl religiöser Vorerwartung entsprechen als auch eine scheinbare verbesserte Form des Diesseits sind.

Doch liegt dies einzig an der Tatsache, dass sie noch nicht gelernt hat, dass sie nunmehr Bewohner einer psychischen Welt ist, in der Alles-Was-Ist aus ihr selbst heraus stammt und das sie Teil dieses Alles ist.

Denn es steht ihr frei, zu sein, was sie möchte und wo sie es möchte.

Nach und nach erlernt sie in Unterrichtsphasen, dass sie weit größere Möglichkeiten hat, als ihr zu irdischen Zeiten zur Verfügung standen.

Sie wird lernen, dass sie völlig frei alles erfahren und erleben kann, was sie zu erleben wünscht. Und sie wird lernen, dass sie so, wie sie ihre Umwelt gestaltet, ein getreuliches Abbild ihrer selbst erlebt.

Diese Erfahrungen werden sich auch sehr stark auf die psychische Entwicklung auswirken.

Dennoch bleibt die psychische Entwicklung individuell! Wie sie das Erlernte auswertet, das liegt an ihr und nur an ihr.

So wird sie unter anderem auch die gegenseitige Wechselwirkung mit dem Bewusstsein anderer Teilseelen erfahren.

Sie wird erleben, welche Kräfte darin liegen, sich mit anderen zu verbinden oder sich von anderen zu trennen usw.

All dies jedoch sind theoretische Lehrinhalte physischer Gegebenheiten, die es ihr am Ende der 3. Phase erlauben, sich mit der Gesamtselbst-Einheit wieder zu verbinden.

Halten wir nur erst einmal fest, dass zwei Entwicklungsstränge stattfinden.

Der Erste dient dazu, die physischen Bedingungen dieser Welt zu erlernen und damit umzugehen.

Der Zweite dient dazu, die eigene Inkarnation zu verstehen und maximal auszuwerten.

Ich beschränke mich in meinen Diktaten auf diesen zweiten Aspekt.