116

Elia – Was ist Karma?

Karma ist nicht der Abbau von Schuld.
Sondern der Abbau von Unwissenheit!
Karma ist also die Folge
von Ursache und Wirkung!

Karma ist immer,
alles ist Karma, Iris:
Das Gute, das du erfährst
ebenso wie das Schwere,
das du erfährst.

Der karmische Zyklus ist nicht
das Sühnen für vergangene Fehler.
Wem sollte die Sühne dienen?
Was sollte durch Strafe beglichen werden?
Elia

Zu Gast ist Iris

Elia: Was ist Karma?
Karma ist nicht der Abbau von Schuld,
sondern der Abbau von Unwissenheit.
Der karmische Zyklus ist nicht
das Sühnen für vergangene Fehler.

Wem sollte die Sühne dienen?
Was sollte durch Strafe beglichen werden?

Wer dem Wesen Gottes auf der Spur ist, wird sehen,
dass es nirgendwo in der Schöpfung
den Gedanken der Rache gibt!
Nur die Menschen verfolgen diese Idee leider:
in jeder Religion!

Ich leugne nicht, dass es Schuld gibt.
Die gibt es.
Ich leugne nicht, dass es Reue gibt.
Die gibt es.
Doch was es nicht gibt: Das ist der Anspruch Gottes auf Rache.
Gott ist in uns, wir ihn ihm, Iris.
Soll er sich an sich selbst rächen?

Aus Gottes Bewusstsein heraus sind wir! 
Er identifiziert sich mit uns!
So würde man in moderner Weise sagen.
Mag er da Strafe suchen?
Wie absurd.

Hätten wir Menschen, wenn wir inkarniert sind
und auch wir Seelen auf dem Weg zur Vervollkommnung
die Fähigkeit, aus Einsicht unser Verhalten,
unsere Werte zu verändern zum Guten hin:
Es gäbe nichts abzutragen.

Jedoch nur sehr Wenige lernen auf diesem Weg.
Die Meisten lernen, indem sie erfahren:
dass Ursache und Wirkung zusammen hängen.
Und dass ich negative Wirkungen nur verhindern kann,
indem ich die Ursache verändere.

Karma ist also die Folge von Ursache und Wirkung!
Karma ist immer!
Alles ist Karma, Iris!
Das Gute, das du erfährst
ebenso wie das Schwere, das du erfährst.
Karma ist – wenn du so willst –
der Stundenplan der Klasse, in der du bist.
Und dieser Stundenplan wurde geschrieben
als Ergebnis des letzten Stundenplanes der letzten Klasse.
Verstehst du?

I: Ja.

E: So baut ein Leben auf das Andere auf.
Aber nicht, um zu strafen, sondern um zu erkennen!
Dies ist eine pädagogische Methode,
die ich allen Schulen eures Landes sehr empfehlen würde! 
Lernen durch Erleben!
Nichts ist eingängiger!
Nichts verändert so sehr eure Wirklichkeit wie Erlebtes!
Das ist der Grund, warum Leben auf Leben folgt.

Ginge es um Erkenntnis, so würde es reichen,
hier in unserer Bewusstseins-Welt zu verweilen.
Doch leider genügt Erkenntnis der Seele nicht,
um ihre Wahrheit zu verändern!

Die verändert sie durch Erleben, Ursache und Wirkung!

Deine Karma-Geschichte ist also die Geschichte,
die deine Seele schon erlebt hat: Leben für Leben.
Wenn du auf dein Karma schaust,
dann siehst du die karmische Wirkung an dem, was jetzt ist.
Jetzt im „Ich bin“.
Jetzt.

Leicht und mühelos lässt sich nachvollziehen,
dass es Schwierigkeiten gibt.
Die Schwierigkeiten sind dann aber keine Schuld,
sondern noch nicht erkannte Wahrheiten.

Aber wie ist es mit all den Dingen?
Mit all den Dingen,
die schon sehr gut sind?
Weil ihr eine Wertigkeit habt über das, was euch normal erscheint,
beachtet ihr diese Umstände nicht!

Bedenke: Am Anfang des Weges einer Seele steht ein Bewusstsein,
in dem die Seele sich selbst völlig überhöht! 
Die ganze Welt scheint nur ihr zu dienen.
Und alles, was sie will und alles, was sie sich nimmt:
Das ist ihr wichtig.
Ich als Gottes Kind darf alles und tue, was mich freut!

Das ist nicht an sich böse!
Verstehe mich nicht falsch.
Es ist einfach der Anfang! 
So wie ein kleines Kind von drei Jahren sein Trotzalter hat,
verstehst du?
Das kann man durchaus vergleichen.
Auch wie ein Baby, das nichts anderes im Sinn hat,
als seine Bedürfnisse befriedigt zu bekommen.

Das ist vergleichbar mit dem Anfang einer Seele!
Manche Seelen sind in dieser Phase stecken geblieben,
Andere haben sich sehr viel weiter entwickelt.
Zeit spielt der Seele keine Rolle!

Nun mag man fragen: Was ist denn das Ziel der Entwicklung?
Das Ziel eines Babys ist es, erwachsen zu werden.
Über alle Stufen:
Trotzalter,
Kinderspielzeit,
Pubertät.

Das Ziel der Seele ist es,
ganz das zu sein,
als was Gott sie gezeugt hat.
Denn ihr Alle und auch wir sind aus Gott gezeugt!
Und wir haben dann unser Ziel erreicht, wenn wir sind,
was Er in seinem Bewusstsein in uns finden wird.
Nicht finden will und möchte, sondern wird!

Denn ganz gewiss, ganz gewiss werden wir dieses Ziel erreichen.
Doch auf dem Weg dorthin
müssen wir Wahrheit um Wahrheit finden!
Ja?

I: Ja, ich verstehe.

E: Ja, das ist Karma, nichts Anderes.
Deine ursprüngliche Frage war:
Habe ich schon Karma abgetragen?
Bist du eine Mörderin?

I: Also in diesem Leben nicht.

E: Nein. Bist du eine Betrügerin?

I: Nee, auch nicht.

E: Auch nicht. Bist du hochmütig?

I: Nö.

E: Nein, auch nicht. Bist du eitel?

I: Na, vielleicht ein bisschen.

E: Aber nicht so, dass du sich über Andere erhebst.

I: Nein.

E: Bist du spöttisch,
Genuss-süchtig,
Rach-süchtig,
Hass-erfüllt,
neidisch, faul?

I: Nein, nein, nein, nein.

E: Warum nicht?

I: Weil ich diese Erfahrungen schon alle mal gemacht habe.

E: Richtig, ja richtig! 
Bist du noch die Iris, die du mit 16 warst?

I: Nein, bestimmt nicht.

E: Nein.
Bist du noch Iris, die du mit 40 warst?

I: Auch nicht.

E: Nein.
Du bist noch nicht mal die Iris, die du mit 50 warst.
Warum nicht?

I: Da ist Zeit vergangen und ich habe mich weiter entwickelt.

E: Du hast gelernt.

I: Ja.

E: Iris, und ich sage: Das ist nicht selbstverständlich.
Gar nicht selbstverständlich!

Die meisten Menschen hören spätestens mit 30 Jahren auf,
sich weiter zu entwickeln.
Es sei denn, gewaltige Zwänge treiben sie weiter.
Ja?
Aber Schuld?
Nein, das hat damit nichts zu tun.

Und nun die Frage nach deinem Sohn.

I: Ja.

E: Es geht ihm hervorragend.

I: Ja?
Ach schön.

E: Wie könnte es anders sein?
Wie könnte es anders sein!
Iris, ich muss dich etwas fragen.
Ich bitte dich, dir Zeit zu lassen mit der Antwort.

Morgen möchten wir, dass du deine Familie aufstellst.
Möchtest du auch deinen Sohn aufstellen?
Er würde es gern.

I: Ja.

E: Gut.
Er gehört dazu.

I: Ja, sicher.

E: Ja, gut, dann freuen wir uns darüber.
Hast du noch eine Frage?

I: Ja: Kommt morgen auch die Regression?

E: Der Ablauf für das Wochenende:
Das möchtest du wissen, nicht wahr?

I: Ja.

E: Ja, ich möchte
– lieber Hajo, bitte an dich gerichtet –
dass ihr morgen Früh zuerst eine Regression macht,
dass ihr morgen Nachmittag die Familienaufstellung macht:
Alle Seelen, die beteiligt sind.
Und am Sonntag noch eine Regression zum Thema:
„Ich habe Weisheit in mir und darf sie sagen“.
Ja?

Denn, liebe Iris, du hast zwar nicht danach gefragt.
Aber so sehr du dich danach sehnst, anderen Menschen zu helfen,
so sehr scheust du dich, dies in aller Öffentlichkeit zu tun.

I: Ja, noch.

E: Und wir würden dir gerne helfen:
Die Barriere, die da noch liegt, zu überwinden. Ja?

I: Ja.

E: Gut.

I: Da hab ich eben gar nicht dran gedacht.

E: Ja, dann möchte ich diesen Abend beenden.

Ich bin sehr froh, dir sagen zu dürfen,
dass wir in aller Seligkeit
dich liebend begleiten auf deinem Weg,
deine Erfahrung für Andere zum Segen Gottes werden zu lassen.

I: Danke, da freu ich mich so.

E: Gut.
Eine gute Nacht, liebe Freunde.