Schutzengel – Welche Aufgabe hat Reinhold in dieser Inkarnation?

Welche Aufgabe hat Reinhold in dieser Inkarnation?

Vertrauen zu fassen
in den Wert deiner Intuition,
in den Wert deiner Gefühle und
in den Wert deiner Individualität.

Deine vergangenen Inkarnationen waren geprägt davon,
dass du dich ganz nach Ordnungssystemen ausgerichtet hast
und darüber den Zugang zu dem,
was man spielerische Inspiration nennen könnte,
vernachlässigt hast.

Jetzt ziehen dich gerade die Themen an,
die eben auf keiner bisher beweisbaren Grundlage basieren.
Es zieht dich an,
weil du herausfinden willst,
wie du selbst es schaffst,
in einer anscheinend chaotischen Welt
aufrecht und angstfrei zu bleiben.
Es geht darum, dieses Chaos,
das Leben heißt, wieder zu lieben.
Es willkommen zu heißen,
statt es zu fürchten. 

Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Reinhold zu verbinden, Reinhold bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe auf einer Anhöhe, vor mir liegen graue Granitfelsen,
dahinter geht mein Blick auf ein wild bewegtes Meer.
Es ist kalt und einzelne Schneeflocken fallen.

Ich drehe mich um und sehe in einiger Entfernung
drei große Holzbauten mit sehr tief gehenden Dächern aus Schilf oder ähnlichem Material…

Als ich näher darauf zu gehe, sehe ich,
dass die Dächer mit Erde gedeckt sind, das Gras darauf gelb ist.
Spärliches Licht fällt aus den geschlossenen Fensterläden.
Es scheinen keine Glasfenster zu sein, sondern es sieht aus,
als ob die aus gegerbten, dünnen Tierhäuten bestehen würden.

Ich klopfe an die Holztür,
was im Haus einen Heidenlärm verursacht.
Ich höre Kühe und Schafe und Hunde.


Schließlich wird mir aufgemacht
und mir öffnet eine sehr alte Frau.
Sie hat lange, dicke, weiße Zöpfe und trägt ein Wollkleid,
das von einem Gürtel gehalten wird,
den eine scheiben-artige Schnalle aus Bronze verziert.

Sie ist sehr aufrecht, breite Schultern für eine Frau,
ein warmes rundes, etwas gerötetes Gesicht,
helle, klare Augen unter weißen Augenbrauen.

G: Was willst du?

U: Weißt du das nicht?

G: Doch, aber ich könnte mich irren!

U: Können Guides sich irren?

G: Nein, nicht in eurem Sinn.
Aber so hält es der Reinhold auch.
Er weiß, was die Stunde schlägt!
Aber er beharrt auf der Möglichkeit, sich irren zu können. 
(Sie lacht.)

Siehst du, wie kompliziert das alles macht?

U: Ja, du bist also Reinhold Guide?


G: Ja, komm rein, meine Tochter, es ist ein rauer Wind.

Sie führt mich durch das Haus,
rechts und links von mir stehen und liegen Tiere,
ohne eine Trennung geht es dann zu einem großen Raum…

Hier ist eine große Kochstelle.
Der Rauch des Feuers zieht gerade hoch durch ein Loch im Dach…

Hinter dieser Kochstelle ist eine Wand, die den Raum abtrennt,
was sich dort befindet, kann ich nicht sehen.
Sie bietet mir einen Platz an einem sehr grob gearbeiteten Tisch,
der so lang ist,
dass wenigsten zwanzig Personen daran sitzen können.
Die Frau schiebt mir eine Holzschüssel zu,
in der in Honig eingelegte Brotstücke liegen und ein Glas Milch.


G: Du bist gespannt, wo wir hier sind und ich vermute,
dass es tatsächlich eine Überraschung für euch ist: 
Das hier ist Vinland, heute nennt ihr es Labrador,
die ersten weißen Siedler Amerikas waren wir.

Die Wikinger, nicht die Spanier,
aber im Grunde spielt das keine Rolle mehr.


Ich bin Gunhild, Tochter des Einvar.
Dies hier ist seit fast zwanzig Jahren meine Heimat.

Vorher lebte ich dort, wo ihr das Land Norwegen nennt.
Mit 33 Männern und 18 Frauen gingen wir hier an Land,
bereit, uns eine neue Heimat zu erobern.

Nein, nicht freiwillig, keinesfalls:
sondern als Vertriebene vom isländischen Fürsten.


Ich hatte einen seiner Gefolgsleute geheiratet,
das war der erste Verlust der Heimat:
von Norwegen nach Island.
Dann von Island hierher.


Der Vetter meines Mannes hatte sich des Mordes
am Sohn des Fürsten schuldig gemacht
und zur Strafe verbannte er die ganze Sippe hierher,
gleichzeitig auf Erweiterung des eigenen Machtbereiches hoffend.


Du musst wissen:
Zur Zeit, als die Wikinger Vinland entdeckten,
war es viele Jahre lang ungewöhnlich warm.
Milde Winter wechselten mit heißen Sommern
und dieses Land hier schien den Entdeckern
als ausgesprochen fruchtbar.
So schnell und reichlich und lange grünte hier alles,
viel milder als daheim und viel besser geeignet
für Ackerbau und Viehzucht als unsere Heimat.

Aber ich musste miterleben,
welch ein Irrtum das war!
Aus Vinland wurde Windland.
Die Ernten wurden immer spärlicher,
zu rau und zu heftig waren die Wetter,
die uns in die Knie zwangen!
Der Hunger kam auf leisen Sohlen,
aber er wurde uns bald zum ständigen Tischgenossen.


Dreh dich um, ich will dir jemanden zeigen!

Ich tue, wie mir geheißen wird.
Ich sehe nun hinter mir einen Indianer stehen:
Er trägt eine farbenprächtige Decke wie ein Umhang
und sein Kopf ist mit Federn und Bändern geschmückt,
im Arm hält er eine Lanze.
Er hat weißes Haar wie Gunhild
und scheint ihr ebenbürtig zu begegnen.
Er lächelt mich wohlwollend an,
grüßt mich mit einem Nicken
und verschwindet dann so lautlos, wie er gekommen war.

G: Das ist Ptech, mein Gemahl!

U: Ich dachte, dein Mann war Isländer.


G: Der Erste ja.
Aber der starb schon fünf Jahre, nachdem wir gekommen waren,
ausgezehrt von Kampf gegen die Natur des Landes.


Er und mit ihm viele andere Frauen, Kinder, Männer starben,
weil sie gegen die Natur des Landes arbeiteten:
Roggen wollten wir ernten und Gerste,
nach dem wir die Felder urbar gemacht hatten.
Und als wir die ersten drei guten Ernten hatten, wurde das Wetter,
wie es bis dahin immer hier war:
Rau und kalt und regnerisch.
Das Korn ging nicht auf und wenn es aufging,
verfaulte es auf dem Halm.
Das Wenige, was blieb, reichte nicht.

Alles, alles, was nur Menschen möglich war,
tat mein Mann und andere Männer mit ihm,
um uns ausreichend Nahrung zu bieten.
Aber es gelang nicht,
es gelang einfach nicht.
Selbst die Viehzucht brachte uns nur Verdruss!
Der ewige Regen machte die Wiesen und Lichtungen zu Sümpfen,
in denen die Tiere stecken blieben
und zur Beute der Bären und Wölfe wurden.

Bitter, bitter war diese Zeit!
Verzweiflung lag wie ein Leichentuch über unseren Herzen.
Wir verfluchten die launischen Götter,
die uns hier her getrieben hatten.
Und wir wollten, umso verbitterter wir waren,
um so mehr unseren Willen durchsetzen.

Am Ende blieben nur drei Frauen und zwei Männer
und 14 Kinder übrig.

Dann kam Ptech.
Er war der Medizinmann eines einheimischen Stammes,
der uns wohl vertraut war.
Schon oft hatten wir Handel mit seinen Leuten getrieben
und es war nie zu Feindseligkeiten zwischen uns gekommen.
Aber beide Seiten blieben auf Distanz zu einander.
Man war und blieb sich von Grund auf fremd.

Sie verstanden uns nicht und wir verstanden sie nicht,
abgesehen von meinem Sohn und Ptech.
So wie Ptech regelmäßig in unsere Siedlung kam,
so zog es meinen Sohn Ivor zu seinem Stamm.
Aber er wurde,
weil er sich anmaßend und aufdringlich benahm,
fortgeschickt.

Ptech aber kam und erklärte ihm immer mehr und mehr.
Sie lernten die Sprache des Anderen
und so wurden beide Freunde.
Ptech und viele seiner Stammesgenossen hatten Mitleid mit uns.
In den ersten Jahren, so erzählte er mir später,
waren viele sehr wütend auf uns.
Wir zerstörten, was ihnen heilig war,
wir rissen die Mutter Erde auf,
wir fällten heilige Bäume und wir verdarben die Jagd
durch den Lärm unseres Schmieds
und den Gestank unserer Ställe.
Sie wussten, dass Mutter Erde sich rächen würde
und waren nicht im Geringsten überrascht,
dass wir immer schlimmer Hunger litten.

Aber das erfüllte sie nicht mit Genugtuung,
sondern mit Mitgefühl.
Sie brachten uns, so oft es ihnen möglich war,
Teile ihrer Beute gegen unsere Eisenwerkzeuge,
obwohl sie die Wenigsten davon brauchten.

Aber sie wollten unsere Würde nicht verletzen,
indem sie uns die Nahrung offen schenkten.
Schließlich wurde der Ernst der Lage so dramatisch,
dass wir uns der Tatsache zu stellen hatten! 
Entweder würden wir alle sterben bei dem Versuch,
unsere Wikinger-Prinzipien durchzusetzen.
Oder wir mussten von den Wilden lernen,
wie man in diesem wilden Land überlebt.
Und ich war die Erste,
die ihren Sohn zu den Fremden schickte,
damit er lernte.

Weißt du:
Es war ein Geheimnis um den Jagderfolg der Fremden:
Auch unsere Männer waren Jäger. 
Auch wir Wikingerfrauen verstanden uns auf das
Sammeln von Kräutern und Pflanzen, die zur Nahrung dienten.
Aber so emsig wir auch waren:
Das Resultat lag weit, weit
hinter den Ergebnissen der Fremden zurück.

Ihre Waffen waren schlechter als unsere,
ihre Männer waren schwächer und kleiner als unsere!
Und doch:
Sie brachten reichlich Beute heim, wir nicht!

Warum nur?
Welch böser Fluch mochte dahinter stehen? 
Dies war der Gedanke, der mich trieb,
meinen Sohn dorthin ziehen zu lassen,
vielleicht mochte er das Geheimnis lösen.
Und er tat es auch!
Das ganze Geheimnis basierte darauf,
dass sie ihren Intuitionen folgten,
ihren inneren Stimmen,
ihren Impulsen.

Sie hörten mit ihren Herzen,
was Mutter Erde ihnen sagte und hatten Erfolg.
Sie hatten die Fähigkeit nicht verloren,
selbst so wahr zu nehmen,
wie Tier und Pflanze es tun.
Und so fanden sie,
was wir vergeblich suchten in der gleichen Gegend.

Wir verließen uns ausschließlich auf unseren Verstand,
sie bezogen ihre Gefühle mit ein!


Ich habe viel erzählt,
das ist eben die Art alter Frauen.

Doch darum geht es bei Reinhold:
Es reicht nicht,
den Verstand zum alleinigen Berater
in Überlebensfragen zu machen!
Du musst auch deine Intuition achten und ehren!
Es reicht nicht, das zu tun, was Andere tun,
du musst unbedingt deiner Individualität folgen.
Sonst geht es, wie es eben gehen kann.


Siehst du, dieses Land hier war einfach nicht geeignet,
ein zweites Norwegen zu werden.
Deshalb konnte nur der überleben,
der dieses Land beobachtete,
der ihm zuhörte und bereit war,
ganz neue Wege zu gehen.
Dann bot es Leben in Hülle und Fülle.
Aber es konnte nicht bieten,
was es nicht hatte, nicht wahr?

Das Leben eines jeden Menschen
ist ein solches unentdecktes Land! 
In das du ausgesetzt wirst, um herauszufinden,
mit welcher Methode du am Meisten erwirtschaftest!

Niemand außer dir kann dir sagen,
was richtig ist,
weil noch niemand vor dir exakt DEIN Leben geführt hat.

Du kannst natürlich versuchen, dein Leben,
dein Land so zu verändern,
dass es denen der Vorfahren ähnelt,
aber es wird dennoch niemals so wie das ihre sein!

Kann es also reichen,
zu tun, was sie taten,
zu glauben, woran sie glaubten?
Können also ihre Götter deine sein?

Nur du weißt, wie es wirklich ist,
was wirklich zählt,
was du wirklich erreichen musst und kannst.
Niemand sonst!!!

Als wir aufhörten,
aus diesem Land Norwegen machen zu wollen,
als wir aufhörten,
uns an die Traditionen der Väter zu halten,
als wir anfingen,
so wie die Eingeborenen unseren Instinkten,
unseren Intuitionen zu folgen,
wurden wir satt,
wurden wir zufriedene, selbstbewusste Menschen.

Wir beschimpften unser Land nicht länger
und verloren dabei unsere Kraft.
Sondern wir lernten, es mehr und mehr zu lieben.

Wir wollten, als wir kamen,
alles richtig machen.
Perfekt sollte alles sein,
was wir aufbauten!
Dabei verrannten wir uns in Details,
die unwichtig waren
und übersahen das Naheliegendste.
Die Ursache lag darin,
dass wir ganz fixierte Urteile in uns hatten.
Alles und jedes wurde durch die Augen
der Vorfahren und Autoritäten,
die wir hatten, beurteilt.

Deshalb gingen wir von völlig falschen Voraussetzungen aus:
Es war, als versuchten wir,
auf einer Landkarte von Australien
eine Straße in New York zu finden.
So geht es nicht,
so geht es niemals!


Siehst du, du bist eine ernsthafte und tiefgründige Seele.
Aber sag mir, warum du nicht flexibler bist?
Das stört dich selbst
und doch vermagst du es nicht, zu ändern.

Du hast Angst, Fehler zu machen,
so wie du hier Fehler gemacht hast.
Du hast Angst, dich zu irren,
so wie du dich hier geirrt hast.

Aber was hilft gegen Fehler?
Hilft es, immer und immer wieder zu analysieren,
was man gemacht hat, was Andere gemacht haben?

Nun, das mag einem Richter helfen,
wenn er ein Urteil zu fällen hat,
aber es sollte nicht zur Gewohnheit werden.
Es ist nicht gut, wenn es so ist! 
Schau an, was falsch war und überlege,
wie es sich ändern lässt…

Aber verurteile dich nicht!
Niemals kannst du fehlerfrei
auch nur einen einzigen Tag verbringen!

Jeden Tag macht ihr Fehler!
Ihr seid lebendig!
Was lebt, ist nicht perfekt.

Wer zu statische Vorstellungen davon hat,
was perfekt ist,
der wird zu einem fürchterlichen Richter!
Der gar nicht anders kann,
als alles und jedes – sich selbst eingeschlossen –
zu verurteilen.

Was soll alles perfekt sein?
Du zu allererst:
Wie wenig bist du bereit, dich gerade da,
wo du fehlerbehaftet bist, zu lieben?

Und alles, wo du Mitverantwortung trägst,
soll auch perfekt sein?
Aber es ist doch Mit – Verantwortung:
Wenn du denkst,
dass du nur der perfekte Sohn zu sein hast
und schon habt ihr eine perfekte Eltern/Kind-Beziehung,
dann liegt da ein grundsätzlicher Irrtum vor!

Wenn du denkst,
dass du nur der perfekte Ehemann zu sein hast
und schon bewirkst du eine perfekte Ehe,
liegt ein weiterer Irrtum vor!

So geht das weiter und weiter:
In Bezug auf jedes deiner großen Lebensthemen
wirst du dich als jemand kennen lernen,
der nicht perfekt ist…
Aber wer will dich denn schon perfekt?

Ich bin sehr froh, dass du es nicht bist,
sonst würdest du nichts lernen (lächelt).
Du erlebst dein Leben wie ein Schüler,
der ständig vor Klasse und Lehrer steht
und geprüft wird, ob er auch ja alles richtig macht…

Aber es gibt nur Einen,
der dich andauernd beurteilt und verurteilt:
Du selbst!!!
Hör auf damit!


Glaubst du, dass du das schaffst?
Oder willst du weiter daran glauben, dass du
– ehe du anfängst, entspannter zu sein –
erst einmal Jedes und Alles
in Ordnung zu bringen hast?

Inklusive den Dingen,
für die du gar nicht verantwortlich bist?

Du kannst vielleicht deine Erwartungen
und deine Gedanken in Ordnung bringen,
aber nicht die der Anderen!!!

Wenn das so ist:
Warum soviel Kraft und Aufwand,
um es doch noch zu schaffen?

Merkst du,
wie sehr du dir misstraust?
Merkst du,
wie sehr schwer dir Vertrauen zu Anderen gelingt?
Merkst du,
wie wenig Vertrauen du zu deinem Leben hast?


Wir hatten auch kein Vertrauen in dieses Land,
weil wir nicht verstanden haben,
mit der Eigenartigkeit dieses Landes zu leben.
Wir wollten es in unsere Vorstellung von dem,
was richtig ist, zwingen und sind gescheitert.


Du bist so angespannt,
weil du dich einfach nicht fallen lassen kannst
in das Vertrauen ins Leben,
in das Vertrauen in Andere
und ihre eigene Weisheit…

Und am Schlimmsten
in das Vertrauen zu dir selbst.


Versuch, nicht soviel zu planen!
Versuch, nicht so viel vorweg zu analysieren! 
Das geht nur sehr begrenzt,
wenn es um Menschen geht.

Weißt du, du bist auf die Welt gekommen,
um zu lernen,
dich fallen zu lassen.
Um zu lernen,
dass Leben Überraschung bedeutet
und dass Überraschung wunderbar ist.


Aber solange du dich nur VORSICHTIG freust,
wenn der Zeitpunkt für Freude da ist
und du nur vorsichtig vertraust,
wenn der Zeitpunkt für Vertrauen da ist:
Wie willst du je erleben,
wie wunderbar Überraschungen sind?


Was denkst du denn, es hängt alles davon ab,
dass immer das Richtige getan wird?
Wer außer Gott weiß denn,
was richtig ist?

Ist es nicht viel klüger, den Tag zu genießen,
das Morgen zu planen,
das Gelingen aber Gott zu überlassen?

Niemand außer ihm weiß,
was du brauchst,
weiß,
was Andere brauchen…

Was ihr wisst,
ist das, was ihr wollt!
Das ist nicht das Gleiche
und das macht dir große Angst.

Aber aus der Angst führt nur ein einziger Weg hinaus:
Sich der Ungewissheit stellen und es wagen,
sich fallen zu lassen.


U: Ich danke dir, Gunhild, darf ich dir die Fragen von Reinhold stellen?


G: Deshalb bist du da und nicht,
um einer geschwätzigen Alten zuzuhören! (Lacht.)


U. Reinhold fragt, welche Aufgabe er in dieser Inkarnation hat?


G: Vertrauen zu fassen in den Wert deiner Intuition,
in den Wert deiner Gefühle
und in den Wert deiner Individualität.

Deine vergangenen Leben waren geprägt davon,
dass du dich ganz nach Ordnungssystemen ausgerichtet hast
und darüber den Zugang zu dem,
was man spielerische Inspiration nennen könnte,
vernachlässigt hast.


Jetzt ziehen dich gerade die Themen an,
die eben auf keiner bisher beweisbaren Grundlage basieren:
Es zieht dich an, weil du herausfinden willst,
wie du selbst es schaffst,
in einer anscheinend chaotischen Welt
aufrecht und angstfrei zu bleiben.
Es geht darum, dieses Chaos, das Leben heißt,
wieder zu lieben,
es willkommen zu heißen,
statt es zu fürchten.


Es geht darum, Vinland als Vinland zu lieben
und es nicht länger zu zwingen, Norwegen zu werden!


U: Er fragt, was er in Zukunft besser machen kann.


G: Versuch,
dich nicht davor zu schützen, Fehler zu machen.
Versuch,
deine Fehler zu sehen
und Frieden damit zu schließen…

Versuch,
dich nicht durch die Augen Anderer zu sehen…

Vinland ist Vinland
und hat seine eigenen Gesetze!
Und Reinhold ist Reinhold
und hat seine eigenen Gesetze!

So wenig du durch die Brille eines Anderen
klar sehen kannst,
so wenig kannst du dich
nach dem Urteil Anderer richten,
wenn es um deine Gefühle und um deine Visionen geht!

Bedenke, dass deine Visionen
aus dir selbst kommen
und damit immer wichtig sind! 
Selbst dann, wenn sie zu Fehlern führen!!!


U. Er fragt, ob sein Beruf seine Berufung ist?


G: Mutter Erde ruft ihre Söhne,
um sie mit sich zu versöhnen.
Hoffen wir, dass es Söhne sind,
die Vertrauen in ihre Inspiration haben!

Ja, es ist deine Berufung!

U: Woher kommt seine Schüchternheit?
Seine Angst, Fehler zu machen?


G: Ich könnte sagen,
es sei das Resultat deiner Kindheit,
aber die Wahrheit ist:
Es ist das Resultat des Irrglaubens deiner Seele,
nichts falsch machen zu dürfen.

Du denkst,
dass Andere dich genauso wichtig nehmen,
wie du es selbst tust.
Aber glaub mir!
Sie beschäftigen sich in ihren Gedanken
genau wie du auch:
Hauptsächlich mit sich selbst
und ihren Angelegenheiten. (Lächelt.)

Es sind DEINE Urteile,
die du!!!! über dich fürchtest, fällen zu müssen,
wenn du etwas falsch machst.

Kannst du dir vorstellen,
wie es ist, diese verurteilenden Gedanken
in mitfühlende Gedanken zu verwandeln?
Kannst du dir vorstellen,
mehr Mitgefühl für dich selbst zu entwickeln?

Kannst du dir vorstellen,
statt dein eigener Richter
dein eigener Verteidiger zu sein?


U: Woher kommen seine Beziehungsprobleme in der Ehe,
was steckt dahinter?


G: Das Gleiche!
Du musst nicht perfekt sein,
um geliebt zu werden…

Du hast wie alle Anderen auch einen Anspruch darauf,
ganz ohne vernünftige Gründe geliebt zu sein.

Aber du selbst darfst
auch nicht Liebe
mit der Vorstellung von Liebe ersetzen wollen.
Das geht nicht!
Dazu brauchst du Mut!
Den Mut, dich in deine Gefühle fallen zu lassen!


Das setzt voraus, dass du aufhörst,
dir selbst über die Schulter zu schauen,
ob auch alles recht ist,
so, wie du es machst,
so, wie du liebst!

Du brauchst Hilfe!
Das kannst du nicht allein schaffen,
hier wieder Zutrauen in dich zu finden.

Dein Männerbild ist negativ geprägt.
Kein Mann ist potentiell Böse,
nur weil er leidenschaftlich ist.

Was für ein Männerbild:
Entweder hart und emotional unberührbar
oder so ohnmächtig,
dass er gefressen wird,
wie die Gottesanbeterin ihren Mann frisst?
Beides nicht.

Ich sagte: Urteile nicht über dich,
aber lass dich auch nicht verurteilen!
Du bist nicht zu messen
an den Männern anderer Frauen.
Du bist Du!!!

Und du hast einen Anspruch darauf,
als der geliebt und auch BEGEHRT zu werden,
der du bist!

Das Gleiche gilt für deine Frau.
Erinnerst du dich noch,
wie es begann?
Welche großen Hoffnungen ihr miteinander hattet?
Wie ihr euch durch die Begeisterung füreinander
die Wunden der Kindheit geheilt habt?

Und nun?
Bist du noch DER Mann?
Oder bist du der Vater?
Oder was auch immer du für Masken trägst?

Und sie?
Ist sie noch DIE Frau für dich?
Oder spielt sie längst eine andere Rolle?

Reicht dir nicht dein eigener Richter in dir?
Wohin soll es gehen?
Was sind deine wahren Gefühle
jenseits der Pflicht?
Was sind deine wahren Bedürfnisse
jenseits der Aufgaben der Ehe?

Warum tragt ihr Masken?
Für wen?
Wenn in der Ehe nur noch Masken getragen werden:
Welches Theaterstück führt ihr da auf?

Spielt ihr noch EUER Stück
oder das der Eltern?
Es geht nicht darum,
was falsch oder richtig,
vernünftig oder unvernünftig ist…
Es geht darum,
was wahr ist!

Sie liebt dich mehr,
als es scheint.
Auch du liebst mehr,
als du denkst…
Aber welche Angst habt ihr voreinander!!!

Wo Angst regiert,
hat Liebe nicht genug Licht, um zu wachsen.
Sie erstickt.

Sucht euch doch Hilfe!
Ihr könnt aus dem Knäuel
der Verwirrung nicht allein finden…

Ist das nicht schade?
Es ist doch Liebe da
und keine eurer Ängste müsste sein! 
Keine ist eure eigene Angst…


U: Ist ein zweites Kind sinnvoll?


G: Natürlich ist es sinnvoll!
Aber welche Bürde trägt das Kleine,
wenn es dafür verantwortlich sein soll,
dass ihr eine Ehe führt,
die es wert ist, diesen Namen zu tragen?

Könntet ihr euch vorstellen,
eure Verwirrung vor seiner Geburt zu lösen?
Wir Guides wären sehr dankbar!


U: Als letzte Frage: Besitzt er mentale Fähigkeiten?


G: Sehr ausgeprägte, ja.
Er kann sehr gut Inspirationen aufnehmen,
die von uns kommen und umsetzen.

Aber seine Angst, etwas falsch zu verstehen,
blockiert ihn.


U: Gut, dann danke ich dir, Gunhild.
Das war sehr interessant und ich hoffe,
dass wir Reinhold damit helfen konnten.


G: Das hoffe ich auch und ich wünsche ihm Segen
und reichlich Früchte aus seiner Arbeit!


Gibst du ihm das hier:
(Sie reicht mir eine Weizenähre, die vergoldet ist
und einen Honigtopf aus rotem Ton gebrannt.)


Sie sagt: Wer sorgt dafür, dass die Saat aufgeht?
Gott!


Wer sorgt dafür, dass die Bienen Nahrung finden?
Gott!

Wenn Gott dies vermag,
vermag er dann nicht auch,
die Verantwortung dafür zu tragen,
dass du bekommst,
was du brauchst,
um als Mensch und Seele zu wachsen?

Doch, er tut es,
er tut es ganz gewiss!

Aber Gottes Stimme,
die dich führt, ist leise!
Viel leiser als der Lärm deines Verstandes!