Jesus

Jesus hat gesagt: „Wenn ihr nicht werdet wie diese Kinder, werdet ihr das Himmelreich nicht schauen.“

Jesus hat gesagt:
„Wenn ihr nicht werdet wie diese Kinder,
werdet ihr das Himmelreich nicht schauen.“

Und damit hat er nicht gemeint: Dann kommt ihr nicht in den Himmel.

Sondern damit hat er gemeint: Dann erlebt ihr Glück nicht.

Ein Kind fragt nicht nach morgen.

Ein kleines Kind hat gar keine Vorstellung davon,
was morgen ist oder übermorgen.

Beobachte deine Enkel: Die sind im Jetzt.

Sie können ganz versunken sein in ihr Spiel oder in einen Film.

Sie vergessen die Zeit.

Und sie vergessen den Raum.

Und sie sind ganz da!

Darum geht’s.

Sei ganz da jeden Tag!

Konzentriere dich auf das, was wirklich gerade ist.

Du hast viele Ängste, mit denen du in dir zu kämpfen hast.

Viele Zweifel und viele Erinnerungen, die sind schwer.

Aber wenn du über die Erinnerungen und Ängste und Zweifel aufhörst, darauf zu gucken, was jetzt gerade ist,
dann verlierst du den Sinn deines Seins.

Jetzt gerade: Wo bin ich da?

Jetzt gerade: Wie geht es mir?

Und jetzt gerade: Was begegnet mir?

Da findest du deinen Sinn ganz von selbst ohne jede Anstrengung.

Elia

Elia: Willkommen, liebe Freunde.

Hajo: Grüß dich, Elia.

Elia: Willkommen, ein lang ersehnter Gast auf beiden Seiten.

Alter Zauberer, da bist du ja!

Was hast du gemacht die ganze Zeit?

Gelebt, Erfahrungen gesammelt und ausgewertet.

Das hast du gemacht: Dich vom Leben belehren lassen, das hast du gemacht.

Mehr kann ein Mensch nicht tun.

Ihr geht auf die Reise, um zu lernen.

Was habt ihr zu lernen? Über euch müsst ihr lernen.

Wer ihr seid, was ihr seid und was ihr nicht mehr sein wollt.

Und was ihr sein möchtet!

Darum leben wir in der Welt.

Also, lieber Freund, warum nicht ausnahmsweise mit dir zufrieden sein?!

Ist das verboten? Nein!

Das möchte ich dir zu Beginn unserer Bekanntschaft sagen: Es ist nicht verboten, zufrieden zu sein mit sich.

Das ist ein anderes Zufrieden sein, als die Welt es hat.

Die Welt sagt euch: „Seid erst zufrieden, wenn ihr Erfolg habt oder Zustimmung oder Nachfolger.“

Aber das ist nicht gemeint.

Erfolg ist: Im Frieden sein.

Einverstanden sein, dass man nichts weiter ist als ein Wanderer durch eine fremde Welt und nichts anderes findet am Ende als sich selbst.

Und nun stell mir deine Fragen, bitte.

Willi: Ja, ich freue mich sehr, dass ich dich endlich kennenlernen darf, obwohl ich ja schon viel von dir gelesen habe und gehört.

Meine erste Frage hast du schon vorweggenommen.

Ich wollte fragen wegen meiner Medialität: Mein Vater sagte, wir sind Zauberer.

Elia: Das seid ihr. Das ist eine besondere Variante der Medialität.

Ein Zauberer bedeutet: Ihr habt eine starke Willenskraft.

Und wenn diese Willenskraft in den Dienst Gottes gestellt wird, dann geschehen auch einmal Wunder. Ja?

So ist das.

„Es kommt immer darauf an, in welchen Dienst ein Zauberer seine Fähigkeit stellt, wem er dient.

Nicht die Kraft ist zu fürchten, sondern dass man sie in den falschen Dienst stellt.

Sie gehört in den Dienst der Schöpfung, der Liebe, der Gerechtigkeit, des Mitgefühls und durchaus auch in den Dienst des persönlichen Glücks.

Da ist sie richtig! Denn da geht sie mit Gottes Liebe konform.“

Ja?

Willi: Ja.

Elia: Gut.

Willi: Das ist schön, dass du das gesagt hast.

Elia: Stell mir bitte deine nächste Frage.

Willi: Meine Trauer, kann ich die transformieren?

Elia: Nein. Trauer gehört zum Leben dazu.

Sogar Tiere trauern.

Hunde fressen nicht, wenn das geliebte Herrchen weg ist.

Vögel singen nicht, wenn ihr Partner verloren geht.

Trauer gehört dazu und Trauer gehört sogar in unsere Seinswelt.

Auch wir empfinden Trauer, wir stehen nicht drüber.

Wir trauern um all die Menschen, die leiden und nicht leiden müssten. Das macht uns sehr traurig.

Wir trauern über die Menschen, die Unglück erleben und Qual. Das macht uns traurig.

Aber unsere Traurigkeit hat auch eine feste Zuversicht.

Nämlich, dass es besser werden wird.

Wenn du also traurig bist, dann lass es zu, aber lass auch zu, dass du trotzdem Zuversicht hast. Beides!

Das schließt sich nicht aus: Du kannst sehr traurig sein und trotzdem ganz zuversichtlich in deine Zukunft sehen.

Ja? Ist das in Ordnung so?

Willi: Das ist schön. Meine Rita, ist die auch noch traurig?

Elia: Manchmal ja.

Willi: Manchmal auch?

Elia: Natürlich. Aber auch zuversichtlich. Ja?

Willi: Zuversichtlich über die nächsten Leben, die noch kommen?

Elia: Auch über deine Zukunft und was die an glücklichen Tagen für dich noch beinhalten kann.

Willi: Auch die Irdische jetzt?

Elia: Ja. Es gibt eine Traurigkeit, die ist eigentlich gar keine Trauer.

Die ist Selbstmitleid, vor der hüte dich bitte. Ja?

Willi: Ja, die ist schmerzvoll.

Elia: Ja, die hat ja auch keine Zuversicht.

Deine nächste Frage?

Willi: Das ist jetzt mehr ein Danke an Rita. Ich freue mich sehr, dass wir Dualseelen sind. Das ist eine große Freude für mich.

Elia: Ja, das hast du immer gewusst. Aber du wusstest nicht, was es ist.

Willi: Ja. So ist es.

Elia: Ja, es ist Freude.

Aber es ist auch eine Aufgabe der besonderen Art.

Willi: Ja.

Elia: Beides.

Und du siehst: Im Gegensatz zum Weltlichen, in der es immer nur die Gegensätze gibt – das Entweder-Oder – gilt in der Geistigen Welt das UND.

Deine nächste Frage?

Willi: Da gibt es in München eine Frau, die mich besitzen möchte, die immer wieder auf mich zukommt und die mir sagt, weil in Kalkutta meine Mutter nicht leiblich war und mich bei einem Heim abgegeben hat in so eine Schule …

Ich spüre da schon eine Verbindung: eine karmische?

Elia: Ja. Aber was bedeutet das? Nichts!

Die meisten Menschen, die dir begegnen und die eine intensivere Art von Verbindung haben, haben auch eine karmische Verbindung zu dir.

Hier geht es um ein anderes Thema.

Hier geht es darum, dass diese Dame dich besitzen möchte: wirklich wie ein Besitz!

Und dass du die Aufgabe hast, dich gegen die Besitznahme zu wehren.

Schon deine Mutter wollte dich besitzen.

Willi: Stimmt.

Elia: Und es ist auch wirklich karmisch nicht neu.

Aber das geht nicht! Nicht einmal Siggi käme auf die Idee, zu sagen, du bist seins.

Willi: Das hätte ich auch nicht so empfunden.

Elia: Du bist nämlich niemandes außer Gottes!

Du bist ein freier Mensch, eine freie Seele!

Und selbst die Bindung zu Rita ist kein Besitz.

Es gibt kein Eigentumsrecht von Mensch zu Mensch, von Mensch zu Tier, von Mensch zur Natur.

Der Einzige, der ein Recht hat, ist unser Beginn und das ist Gott!

Also lass dich nicht Besitz sein.

Achte darauf, dass du niemandem gehörst!

Sondern dass du freiwillig dich zuordnest oder nicht.

Das gilt im Übrigen auch für deine Arbeit.

Bis jetzt bist du immer im Spannungsfeld gewesen zwischen sich berauben lassen – ich besitze dich – und dich völlig abwenden.

Es gab nichts dazwischen.

„Entweder ich gebe mich völlig auf oder ich wende mich völlig ab.“

Aber das, was gut ist, das liegt in der Mitte!

Und die sagt: „Was mir guttut, da will ich mich gerne dir zufügen. Was mir schadet, da will ich mich entziehen.“

Willi: Da kann ich auch nein sagen.

Elia: Ja. Der Fehler liegt im Absoluten.

Niemand hat ein Recht, vom anderen Absolutes zu fordern. Ja?

Dieser Dame tut es nicht gut, wenn du zu ihrem Besitz gehörst der anders gesagt: zu ihrer Sammlung.

Willi: Sammlung, genau.

Elia: Das geht nicht. Einverstanden?

Willi: Ja, sehr. Danke.

Elia: Gut.

Willi: Die nächste Frage hat sich dann erübrigt. Ich möchte mich von ihr lösen.

Elia: Dann musst du es tun.

Willi: Ja, das ist so.

Elia: Warum konntest du es nicht tun?

Weil du Angst hast, dich dann schuldig zu machen.

Willi: Genau.

Elia: Das ist aus deiner Kindheit.

Da hast du auch Angst gehabt, deine Mutter tottraurig zu machen, wenn du dich abwendest.

Das hat aufzuhören!

Wenn du einem Menschen „Nein“ sagst, dann muss der lernen, wie er damit umgeht. Und das ist gut, dass der das lernt.

Willi: Ja.

Elia: Ja, das muss gelernt werden.

Auch du musst lernen, mit „nein“ fertigzuwerden und kannst es ja. Also gilt das auch für die anderen. Ja?

Willi: Ja. Danke.

Elia: Gern geschehen.

Willi: Dann gibt es noch eine Lisa. Wie ist das gekommen, dass ich mit ihr zusammengekommen bin. Oder besser gesagt, sie ist einfach zu mir gekommen.

Elia: Ihr habt euch einfach in schwerer Zeit unterstützt. Und das ist doch schön!

Sich gegenseitig zu helfen, zu unterstützen auf dieser Wanderschaft durchs eigene Leben, das ist wunderschön. Nicht mehr, nicht weniger.

Willi: Die will mich auch nicht besitzen.

Elia: Freu dich doch einfach daran, solange es guttut und soweit es guttut.

Es ist so einfach. Ja?

Willi: Ja.

Elia: Die Angst, dass die anderen dich besitzen wollen, ist riesig groß.

Willi: Die ist groß.

Elia: Und die Angst, dem hilflos ausgesetzt zu sein, auch.

Willi: Ja.

Elia: Das konnte an diesem Wochenende mit dir nicht mehr behoben werden.

Aber es ist eine Last.

Und für heute muss es reichen, wenn ich dir sage: Akzeptiere, dass diese Angst kommt.

Willi: Ja.

Elia: Und setze deinen Verstand und deine Vernunft, aber auch deine Liebe zu dir selbst ein, um „NEIN“ sagen zu lernen.

Das hat viel mit deiner Kindheit zu tun, ja?

Willi: Es fällt mir schwer, nein zu sagen.

Elia: Ja.

Willi: Und die Fahrzentrale, die vereinnahmt mich auch wie einen Besitz.

Elia: Eigentlich nicht.

Eigentlich ist es so, dass du hier vor der Entscheidung stehst: „Was will ich haben?“

Sie vereinnahmt dich nicht, sondern sie fordert etwas und du entscheidest, ob du der Forderung zu deinem Vorteil nachkommst oder nicht.

Wenn wir auf das Finanzielle sehen, dann ist die Forderung eine frohe Botschaft für dich.

Du kannst sicherer sein, du kannst dir mehr Möglichkeiten eröffnen.

Und das ist ja etwas, wo ich sage, das wäre dann deins.

Wenn du aber jede Forderung aus der Angst heraus beurteilst „Jetzt will mich wieder jemand in Besitz nehmen, versklaven“, dann nutzt du deine Chancen nicht.

Und das Ergebnis ist dann Armut, die du als Strafe erlebst.

Also lieber Freund, denk gut nach.

Denk gut nach, was du willst.

Willi: Ich bin aus der Armut rausgekommen und darf jetzt hier bei dir sitzen.

Elia: So ist es. Es ist auch eine Freiheit, für die du dann arbeitest.

Das hat mit Besitz nichts zu tun.

Es hätte mit Besitz zu tun, wenn dich die Firma nicht bezahlen würde.

Willi: Ja, die bezahlt mich ordentlich.

Elia: So gesehen ist es ein Geschäft. Ja? Es ist ein Geschäft, einverstanden?

Willi: Ein Geschenk, ja.

Elia: Ein Geschäft!

Willi: Ein Geschäft ist es, ja. Arbeit gegen Geld.

Elia: Mit Freiheit und Unfreiheit hat das nichts zu tun.

Die Gefahr, unfrei zu werden, die liegt bei dir in Beziehungen und besonders in Beziehungen zu Frauen. Ja?

Willi: Ja.

Elia: Gut. Da ist dann jede Frau sehr schnell sozusagen deine Mutter.

Willi: Das ist immer so. Das war ja die Frau in München auch.

Elia: Das hat aufzuhören!

Bitte merke dir, dass es keinen karmischen Grund gibt, jemandem zu erlauben, dass der sagt „Du bist mein Besitz“. Karma ist da keine Ausrede.

Willi: Ja.

Elia: Im Gegenteil, Karma müsste dazu führen, in diesem Leben zu sagen, „Nein. Ich bin nicht dein Besitz. Ich bin freiwillig bei dir, solange es gut ist“.

Willi: War sie meine Mutter? Darf ich das fragen?

Elia: Natürlich. Aber was ist daran gut? Und was ist daran wichtig? Nichts. Einfach nichts.

Es hat keinerlei Bedeutung für dich heute. Aber sie benutzt es, um dem Bedeutung zu geben.

Willi: Ja. Das macht sie.

Elia: Siehst du. Und so wird karmisches Wissen missbraucht. Das darf nicht sein. Das darf niemals sein.

Eure Leben, die ihr gelebt habt, sind zu Ende. Und aus diesen Leben leitet sich kein Anspruch und kein Recht ab. Ja?

Alle Rechnungen sind beglichen.

Das Einzige, was ihr mitnehmt, ist eine Chance, es in diesem Leben besser zu machen. Und das besser machen in diesem Fall besteht darin, „Nein“ zu sagen.

Willi: Genau.

Elia: Gut. Deine nächste Frage, bitte?

Willi: Was kann ich tun, um meinem Leben einen tiefen Sinn zu geben, meinem restlichen Leben, warum ich hier bin?

Elia: Das müsste ich länger beantworten und deshalb bitte ich darum, dass ich eine kurze Pause mache, damit Utas Körper nicht überlastet wird.

Willi: Ja. Ich danke dir.

Elia: Bis gleich.

Nach der Pause.

Elia: Den Sinn deiner restlichen irdischen Zeit erfüllen: darum geht’s.

Es geht ums Erfüllen!

Es gibt kein Ziel, das du erreichen musst, für das du dich anstrengen musst.

Darum geht’s nicht.

Sondern es geht darum, der wahre Willi zu sein.

Zu sein, wer du bist!

Hinter all den Lasten, hinter all den Erinnerungen, hinter all den Persönlichkeitsmustern, da gibt es dein Wahres Ich.

Und dieses Ich wirklich zu sein – jeden Tag und in jeder Situation – das bedeutet Sinn finden.

Es ist so einfach, dass es schon schwierig ist.

Jesus hat gesagt: „Wenn ihr nicht werdet wie diese Kinder, werdet ihr das Himmelreich nicht schauen.“

Und damit hat er nicht gemeint: Dann kommt ihr nicht in den Himmel.

Sondern damit hat er gemeint: Dann erlebt ihr Glück nicht.

Ein Kind fragt nicht nach morgen.

Ein kleines Kind hat gar keine Vorstellung davon, was morgen ist oder übermorgen. Beobachte deine Enkel.

Die sind im Jetzt. Sie können ganz versunken sein in ihr Spiel oder in einen Film.

Sie vergessen die Zeit.

Und sie vergessen den Raum.

Sie sind ganz da! Darum geht’s.

Sei ganz da jeden Tag!

Konzentriere dich auf das, was wirklich gerade ist.

Du hast viele Ängste, mit denen du in dir zu kämpfen hast.

Viele Zweifel und viele Erinnerungen, die sind schwer.

Aber wenn du über die Erinnerungen und Ängste und Zweifel aufhörst, darauf zu gucken, was jetzt gerade ist, dann verlierst du den Sinn deines Seins.

„Jetzt gerade: Wo bin ich da?

Jetzt gerade: Wie geht es mir?

Und jetzt gerade: Was begegnet mir?“

Da findest du deinen Sinn ganz von selbst ohne jede Anstrengung.

Jetzt gerade bist du hier.

Und nachher gibt es ein anderes „Jetzt gerade“.

Dann esse ich etwas Gutes.

Jetzt gerade begegne ich einem netten Menschen.

So viel Wunder liegen in jedem Tag, in jeder Kleinigkeit.

Ihr Menschen werdet dazu erzogen, die großen Ereignisse zu sehen.

Und da sollt ihr dann euren Sinn finden.

Aber der Sinn, der ist täglich zu suchen.

Ich kann es auch anders nennen: Suche in jedem Tag Gottes Liebe: zu dir, in dir, durch dich für andere.

Versuche das jeden Tag und du wirst den Sinn deines Lebens finden!

Dann wirst du einmal gehen und wirst sagen:

„Ha! Ich bin die meiste Zeit meines Lebens ganz leer gewesen und hab darauf gewartet, dass jemand anders mir die Leere füllt.

Aber dann bin ich aufgewacht und habe gemerkt: Mein ganzes Leben ist immer ganz voll:  voller Erfahrungen, voller Schönheiten, voller Geschenke.“

Ein kleiner Vogel, der sich in deine Nähe traut, kann so ein Geschenk sein.

Aber auch die Lösung eines Problems.

Aber auch der Freund, der deinen Rat sucht.

Es kommt drauf an.

Den Lebenssinn findet der, der das Kleine sammelt und nicht der, der immer nach dem Großen strebt.

Wenn es etwas Großes zu gewinnen gibt, dann nur durch eins: Das Kleine zu sammeln jeden Tag.

Denk darüber nach.

Denn in dem, was ich dir hier sage, sage ich dir das größte Geheimnis, den größten Zauber der Welt: Ich spreche von Frieden und ich spreche von Freiheit.

Hast du noch eine Frage an mich?

Willi: Das ist jetzt eine komische Frage: Bin ich eher weiblich in einem männlichen Körper? Manchmal habe ich das Gefühl.

Elia: Nein.

Willi: Nein?

Elia: Nein, nein!

Das ist so bei Dualen.

Die weibliche Seite hat ein bisschen was Männliches und die männliche Seite hat ein bisschen was Weibliches.

Das ist sehr schön dargestellt in dem chinesischen Zeichen für Ying und Yang.

Willi: Ying und Yang ist ausgeglichen.

Elia: Ja.

Willi: Dann hätte ich noch eine Frage zur Medialität und dem Zauberer. Ich kann euch doch auch manchmal spüren und fühlen.

Elia: Natürlich!

Willi: Und ganz fein auch sehen. Nicht immer.

Ja, was wollte ich denn da fragen?

Elia: Zauberer sind nicht nur Magier, die etwas nach ihren Wünschen prägen.

Sondern der eigentliche Zauberer – oder besser gesagt – der eigentliche Schamane ist ja auch ein Heiler.

Und es gibt die körperliche Heilung.

Es gibt die seelische Heilung, es gibt beides zusammen.

Und Heilung findet auch dann statt, wenn der Lebende mit dem Verstorbenen wieder in Frieden ist.

Das wissen die Schamanen.

Willi: Ja.

Elia: Ein Großteil ihrer Arbeit beschäftigt sich damit. Der andere Teil beschäftigt sich mit den Schäden der Vergangenheit.

Was du gestern erlebt hast, dass ein wichtiger Teil in deiner vorgeburtlichen Situation gefangen war, das ist auch etwas, an dem der Schamane arbeitet.

Er holt den verlorenen Teil zurück zum Ich.

Also: Zauberer sein heißt auch Heiler sein.

Willi: Ist ein Zauberer auch ein Schamane?

Elia: Ja, das ist nur ein anderes Wort dafür.

Willi: Was habe ich mit dem Feldberg zu tun? Jetzt habe ich vierzig Jahre mit dem Feldberg zu tun und habe immer Angst.

Elia: Ganz einfach: Da bist du in der Steinzeit gestorben, so lange ist es her.

Das war aber wirklich steinzeitliche Bedingung.

Willi: Den fürchte ich immer, den Berg fürchte ich.

Elia: Brauchst du nicht.

Darf ich dir dazu etwas sagen?

Willi: Ja, gerne.

Elia: Es war ein ganz normaler Tod für einen Steinzeitmann.

Er war auf Jagd und ein böses Wetter hat ihn überrascht und er ist erfroren.

Und zwar ist er auf dem Rückweg nach seinem Zuhause erfroren.

Willi: Vor dem Tod habe ich ja keine Angst mehr.

Elia: Ja, da hattest du schon Todesangst, die ist wieder aufgelebt.

Und jetzt möchte ich dir die Lösung anbieten.

Weißt du was?

Bleib einmal unten und schau von unten hoch zum Feldberg, wie schön er ist.

Willi: Ja. Wunderschön.

Elia: Wie er thront.

Wenn du ihn wieder lieben lernst, wenn du sagst „Oh, mächtig bist du und voller Kraft, wie schön du bist“, dann hilft dir das aus deiner Angst.

Wenn du hochfährst und ein bisschen schaust, wie schön er ist, wie viel Kraft er hat, dann sag ihm das: „Wie schön ist deine Kraft!“

Achte auf das Jetzt!

Schau mal, mein lieber Freund: Der Feldberg hat dich immer gut beschützt in diesem Leben.

Willi: Ja.

Elia: Er hat das Leben, das du dort gelassen hast, in sich aufgenommen und er liebt dich heute.

Aus jeder Not bist du frei herausgekommen, selbst in solchen Dingen, wo du selber dachtest: Das geht jetzt nicht gut.

Willi: Ja.

Elia: Könntest du dir vorstellen, anzufangen, ihn zu lieben und mit liebenden Augen zu betrachten?

Willi: Ja, kann ich.

Elia: Das gilt im Übrigen für jede Betrachtung der Natur.

Schaut ihr in Angst auf eine Gegend, Landschaft, Stadt, wird euch begegnen, was euch ängstlich ist.

Schaut ihr aber mit offenen Augen – bereit, die Schönheit dieser Landschaft zu sehen – dann braucht ihr euch vor keiner Landschaft fürchten.

Hajo, das gilt auch für dich.

Du brauchst vulkanische Landschaften nicht mehr fürchten.

Hajo: Das nicht, aber…

Elia: Du darfst sie lieben lernen.

Hajo: Das ist bloß sehr aufregend.

Elia: Nein, aufregend ist nur die Resonanz der Vergangenheit.

Hajo: Ah! So!

Elia: Das ist, was euch so aufregt, ängstigt und schwächt.

Es ist nur die Verbindung zur Vergangenheit und der Irrtum der Seele, die glaubt, dass sich die Dinge immer wiederholen müssen.

Aber sie wiederholen sich ja gar nicht.

Nur euer Blick verhindert, die Schönheit und die Wunder und die Stärken zu sehen und aufzunehmen.

Hajo: Gilt das auch für Uta?

Elia: Das gilt auch für Uta.

Hajo: Sie fühlt sich nämlich bei Vulkanen nicht so gut.

Elia: Das gilt auch für Uta, die auch einen Vulkanausbruch erlitten hat und dabei starb.

Hajo: Alles klar.

Elia: Das gilt für euch alle, ihr lieben Menschen da draußen.

Betrachtet ihr eure Landschaften mit offenem Blick, erlaubt ihr, die Schönheit zu sehen, dann überwindet ihr jede Angst.

Liebe besiegt alte Angst.

Ist das nicht schön?

Hajo und Willi: Ja.

Elia: Schau mal, mein Lieber: Welche Angst hättest du gehabt, zu Lebzeiten deines Vaters ihm deine Fragen zu stellen.

Aber gestern war es möglich und warum?

Weil ihr euch nur noch lieben braucht, keiner muss mehr etwas beweisen.

Keiner muss mehr Recht haben.

Liebe hat gestern die Angst besiegt.

Dein Vater hat immer Angst gehabt, dass er ein Versager ist. Und er hat oft Angst gehabt, dass er bei dir versagt hat.

Aber du hast ihn ja geliebt.

Und du hast Angst gehabt, dass du als sein Sohn ein Versager bist.

Willi: Genau. Das stimmt.

Elia: Aber Liebe besiegt Angst: Immer!

Also klagt nicht und beklagt euch nicht:
„Diese Stadt, die tut mir nicht gut.
Und dieser Ort, der tut mir nicht gut.
Und dieses Wetter, das tut mir nicht gut.
Dieses Essen, das tut mir nicht gut.“

Was da spricht, ist Angst!

Stattdessen: „Diese Stadt: Ich suche mal, was an ihr liebenswert ist.

Dieser Ort: Ich möchte doch mal finden, was hier liebenswert ist.

Dieses Essen: Ich möchte doch mal finden, was an diesem Essen liebenswert ist.“

Und schon seid ihr frei, schon ist die Angst fort.

Wer liebt, ängstigt sich nicht. Ja?

Sieh einmal, du hast keine Angst mehr vor dem Tod.

Warum nicht? Weil du ihn lieben gelernt hast.

Willi: Ich hab ihn lieben gelernt. Er wird mein Freund sein.

Elia: Ja! Fürchtet euch nicht!

Liebt!

Sucht in jedem Tag, in jeder Stunde – und wenn es auch nur ein kleines Licht ist – das Lichtlein der Liebe, und ihr werdet erfüllt sein und glücklich und frei.

Damit möchte ich unser Gespräch beenden.

Ich wünsche dir auf deinem Weg Frohsinn, Liebe, Leichtigkeit, mehr und mehr und mehr.

Überfordere dich nicht, sei geduldig mit dir.

Und vor allem eins: Richte dich nicht.

Ja? Wollen wir das so machen?

Willi: Ja. Danke, Elia, von Herzen, dass ich hier sein darf.

Elia: Wem musst du danken, dass du hier bist?

Willi: Gott. Und Uta und Rita …

Elia: Uta, Rita, Hajo, Siggi, aber auch deinem Arbeitgeber.

Willi: Der hat mich ja geholt.

Er hat mich nochmal angerufen, er wollte mich unbedingt haben.

Elia: Ja. Merkst du es?

Willi: Ich wollte ja gar nicht.

Elia: Ist das nicht wunderbar?! Alle fügen sich zueinander.

Ich wünsche dir eine frohe Zeit, mein Lieber.

Auf Wiedersehen.

Willi und Hajo: Auf Wiedersehen.