Jeder geht in die Familie, in der er das findet, was er SEIN will in der Welt.

Jeder geht in die Familie, in der er das findet,
was er SEIN will in der Welt.

Jeder kommt mit Ideen auf die Welt darüber, wie er sich erleben will.
Weil er meint, es gäbe gar keine Alternative.

Und das Leben, das ist dann das Übungsfeld!
Da kann er erleben, ob seine Idee, mit der er inkarniert ist,
eine gute Idee war oder nicht.

Jede Seele hat irgendwas, was auf den Prüfstand kommt.
Ach ne: Also da prüft natürlich kein Gott!
Das seid ihr selbst: Ihr prüft, ob das, was ihr seid,
für euch passt oder nicht.

Alt werden hat nicht gepasst bei mir.
So ist das einfach, bei anderen sieht das anders aus.

Die Schwierigkeit besteht darin, herauszufinden,
WANN etwas passt und was nicht.

Wir hören hier merkenswert oft, dass es passt,
wenn der Mensch glücklich und
zufrieden mit seinen Lebensumständen war.

Dem ist nicht so!

Wenn einer ein Kämpfer sein will,
wie soll er das erleben, wenn er nie Widerstand erlebt?

Oder wenn einer ein Weiser sein will,
wie soll er das ohne Narren um ihn herum?

Verstehst du?

Ich bitte meinen Guide, mich mit Willy zu verbinden.

Sein Vater bittet um diesen Kontakt.

Willy kommt im heller, sommerlicher Kleidung her…
Ich muss zwei Mal hinsehen, denn er wirkt älter.

Sein Haar ist an den Schläfen leicht ergraut und er trägt eine Brille…
Sein ganzes Äußeres wirkt wie der typische smarte Geschäftsmann in den besten Jahren…
In dem Augenblick, in dem ich dies niederschreibe, steht er wieder wie gewohnt vor mir: jung, hübsch, sportlich…

Uta: Hallo, Willy! Was war das gerade für ein Bild, warst du das?

Willy: Wäre ich, wenn ich weitergelebt hätte.
Ja, so würde ich wirken, WENN…

Projektionen, nichts als Projektionen…
Zu denen werde ich kommen müssen. Das geht nicht anders.

Ist dir was aufgefallen?

Uta: Du hast dich nicht anders angefühlt als jetzt…

Willy: Genau! Mein Ich bleibt mein Ich…

Hm, weißt du, was ich immer noch faszinierend finde?
Dass sich nur der Mensch täuschen lässt.
Tiere nehmen das Ich war.
Aber Menschen? Oh, sie lassen es zu, verwirrt zu werden, du auch (lacht und zeigt mit dem Finger auf mich).

Uta: Ja… ich habe dich gefühlt, aber nicht verstanden, dass du das Bild von dir verändert hast.

Willy: Habe ich gar nicht, ich bin nur DEINER Idee davon gefolgt, wie ich aussehen würde, wenn ich 35 wäre.

Braun gebrannt, gutaussehend, smart, intelligent…
Stimmt das?

Uta: Ja, ich denke, so würdest du aussehen…

Willy: WENN sich nie irgendetwas anders entwickelt hätte, als vorgesehen war.
Ja, gut, also das mit den grauen Haaren, da streike ich (lacht), aber ansonsten ja!
„Junior Chef eines traditionsreichen Unternehmens.“
So WÄRE ich allen erschienen.

Was sagst du: smart?
Ja, den Eindruck hätte ich versucht, zu erzeugen: Smart, clever, Zielorientiert und wenn es sein muss, „beinhart“.

Weißt du warum? Weil es mir genutzt hätte.

Es ist clever, so aufzutreten, wie es erwartet wird.

Uta: Immer?

Willy: Ne, ne, nur dann, wenn du das Ziel hast, das zu dem Aussehen passt.

Und das soll hier mal auf den Tisch kommen.

Ich kenne das: Dieses Bewusstsein dafür, dass man die ererbte Rolle zu akzeptieren hat.
Und glaube mir: Ich kenne auch das Gejammer, dass das nicht fair wäre.
Keine Freiheit und diese Dinge.
Die Wahrheit ist, du suchst dir, was dir wahr ist: Mir war es wahr, „der Juniorchef“ zu sein.

Uta: Das war also dein Ziel damals?

Willy: Klar! Das Ziel meines Vaters war mein Ziel…

Uta: Und sein Ziel war das seines Vaters…

Willy: Das Ziel: Sei ein Macher! Mach was draus!
Die Firma ist was Großes und du bist groß, wenn sie groß ist!

Ich habe das, solange ich lebte, nicht nur akzeptiert.
Nein, ich – mein ganzes Ich – wollte genau das sein: Darstellen, zeigen, beweisen.

Nenn es, wie du es willst.

Und ist das nun fair?

Ja, es ist fair, weil es ohne inneren Widerstand aus mir selbst, aus der Seele gekommen ist.

Uta: Aber du bist gegangen, ehe du dieses Ziel erreicht hast.

Willy: Ich schon, mein Vater nicht, der zieht es durch.

Pass auf: Ich verhandele nicht darüber, ob das Sinn macht oder nicht.

Es geht mir einfach darum, dass es ganz klar ist:

Jeder geht in die Familie, in der er das findet, was er SEIN will in der Welt.

Jeder kommt mit Ideen auf die Welt darüber, wie er sich erleben will.
Weil er meint, es gäbe gar keine Alternative.

Und das Leben, das ist dann das Übungsfeld!
Da kann er erleben, ob seine Idee, mit der er inkarniert ist, eine gute Idee war oder nicht.

Jede Seele hat irgendwas, was auf den Prüfstand kommt.
Ach ne: Also da prüft natürlich kein Gott!
Das seid ihr selbst: Ihr prüft, ob das, was ihr seid, für euch passt oder nicht.

Alt werden hat nicht gepasst bei mir.
So ist das einfach, bei anderen sieht das anders aus.

Die Schwierigkeit besteht darin, herauszufinden, WANN etwas passt und was nicht.

Wir hören hier merkenswert oft, dass es passt, wenn der Mensch glücklich und zufrieden mit seinen Lebensumständen war.
Dem ist nicht so!

Wenn einer ein Kämpfer sein will, wie soll er das erleben, wenn er nie Widerstand erlebt?
Oder wenn einer ein Weiser sein will, wie soll er das ohne Narren um ihn herum?

Verstehst du?

Uta: Elia sagte einmal: Ihr müsst begreifen, dass ihr abhängig seid. Meinst du das?

Willy: Genau!
Erfolgreich sein, weil jeder dir deine Ehre auf dem Silbertablett hinterherträgt?
Das ist nicht erlebter Erfolg.
Das ist einer, der erlebt, dass ihn das Schicksal seltsamerweise und manchmal auch in ungerechtfertigter Weise bevorzugt.

Rockefeller zum Beispiel: Der wäre kein erfolgreicher Geschäftsmann gewesen, wenn ihm sein Reichtum als reines Geschenk zugekommen wäre. 
Das hätte sein Selbstbild ganz schön durcheinandergebracht!

Es geht um die Attribute, mit denen wir uns schon vorgeburtlich identifizieren.

Je nach dem, was es ist: Vom Größenwahn bis zur Selbstverwerfung ist da Alles drin.

Aber die wenigsten dieser Attribute erweisen sich im Leben dann als stimmig.
Der mit dem Größenwahn stellt erstaunt fest, WIE klein und bedürftig er sein kann.
Und der, der sich selbst verachtet, merkt, dass es für Niemanden und Nichts gut ist, so von sich zu halten.

Leben für Leben geht es darum, die einzig wichtige Frage zu beantworten: Wer bin ich WIRKLICH?
Und was ergibt sich daraus für mich und für andere, wenn ich ganz und gar ich SELBST bin?

Also, worum geht’s im Leben?
Hinsehen, was ist!

Nicht, was sein könnte oder müsste.
Und auch nicht das Wegsehen, wenn etwas nicht toll aussieht bei dir selbst.

Dann wirst du selbstverständlich in allem, was du tust.

Es geht nicht um gut und richtig oder böse und falsch.

Die eigene Natur zu begreifen, heißt für jeden Menschen, die eigene Begrenztheit akzeptieren zu lernen.

Weil ihr begrenzt seid, ist es wichtig, zu verstehen, dass ihr abhängig seid.

Jeder!

Einfach jeder ist abhängig: Queen Elisabeth ohne Briten, die sie lieben? Nichts!

Eine Mutter ohne Kinder? Ist keine Mutter.
Ein Kämpfer ohne Gegner? Kein Kämpfer.
Ein guter Geschäftsmann ohne Schwierigkeiten? 
Das ist so dämlich, wie einen Menschen einen Fischer zu nennen, der kein Boot hat, das ihn aufs Meer bringt…

Wenn ihr ins Leben geht, dann seid ihr wie ein Buschfeuer.

Um zu leuchten, braucht ihr das dürre Gras, das ihr verbrennen könnt.
Wenn ihr genug verbrannt habt, dann müsst ihr euch neues dürres Gras suchen, sonst erlöscht ihr!

Wenn einer sich mit einem Attribut identifiziert, dann braucht er dieses „dürre Gras“.

Feuer ist Licht: Es ist hell, es wärmt…
Aber Feuer braucht Nahrung.

Wenn ihr GENUG habt mit einer Identifizierung, dann braucht ihr irgendwas anderes, das euch Nahrung bringt, irgendwas, mit dem ihr euch identifizieren könnt.

Wenn ihr euch nicht mehr mit irgendeinem Attribut identifiziert, DANN seid ihr das Feuer, das der Wind treibt.
Diesem Feuer dient einfach ALLES, um zu leuchten und zu wärmen.

Es nährt sich von allem, was ihm in den Weg gerät.
Dann seid ihr Selbst-Verständlich und dann ist Leben selbstverständlich jeden Tag.

Diese Attribute, die sind es, woraus das Leiden kommt.

Je weniger einer mit sich herumschleppt, umso leichter ist sein Weg.

Wer bin ich? Ja schaun wir mal…

So, das war jetzt bis ins Tiefste hinein.
Tut mir leid, wenn es dir Mühe macht, lieber Vater.
Aber die Mühe, mich hier zu verstehen, die bin ich doch wert!
(Lächelt.)

Ok, also jetzt zu deinem Brief.

Zuerst danke, dass du mich aufsuchst.
Es war dir ja klar, dass ich nicht einfach so Antworten auf deine Fragen abliefere (lächelt).

Mir ist aber wirklich klar, dass meine Antworten manchmal zu hart sind.
Allerdings „sanft gespült“ werden wollen, wäre ja auch nicht, was dir behagen würde, oder?
Wir sind nun mal kratzig, wie du siehst, auch über den Tod hinaus.

Womit wir schon wieder bei einem Attribut wären…

Uta: Gut, dann lese ich dir jetzt seinen Brief vor:

Hallo, Willy,

Willy: Hallo, lieber Vater (meine ich ganz, ganz wörtlich, denn unter uns: Ich hätte da ein Attribut: Der Hans ist ein LIEBENDER!
Pst, das verraten wir nicht!)

Hans: Junge, Junge, du verlangst schon eine ganze Menge von mir.
Du kennst Jörg: heute himmelhochjauchzend, morgen zu Tode betrübt.
Nun sind wir mal knapp an der Insolvenz vorbei geschrammt dank meiner Krisenkasse, aber wie geht das weiter?

Willy: Einspruch! Ich verlange so was nicht. Aber ich mache auf Attribute aufmerksam!

Das habe ich dir schon geschrieben, deshalb wiederhole ich es hier nur am Rand:

Es gibt Muster und Zuweisungen, die sie trägt (du natürlich auch), die sind extrem hinderlich auf dem Weg zum Ziel!

Das „liebe Mädchen“ ist wohl endgültig Geschichte, aber nochmal:
Das Selbstbild der Frauen in unserer Familie ist ein Desaster!  Das Bild der Männer über Frauen auch.
Es geht
nicht nur darum, wie du auf sie schaust, es geht auch darum, wie sie auf sich selbst schaut.
UND!
In der schweren Zeit ging es noch um etwas ganz, ganz anderes und das hätte auch mich in die Knie gezwungen, wenn ich an ihrer Stelle wäre: Darum, dass wir ALLE! seit Generationen glauben, dass das ganze Wohl und Wehe der Firma AUSSCHLIESSLICH von UNSEREN richtigen und falschen Entscheidungen oder Vorgehensweisen abhängt!

Dem ist NIE, NIE, NIE so.
Was wir echt gut können, das ist, dass wir Gelegenheiten, die sich bieten, erstens SUCHEN und zweitens nutzen!

Ich finde, darüber dürfen wir uns alle freuen!

Aber! OB sich Gelegenheiten finden oder nicht, DAS ist nicht von Menschen machbar!

Ist mir egal, wie es einer nennt: Fügung, Schicksal, Gott, Zufall… ganz egal.
Aber diesen Faktor X, den gibt es auch!
Und es ist wichtig, sehr wichtig, dass der wieder ins System kommt.

Wenn nicht, dann brennt sich das Feuer leer.

Unter der Last, dass es NUR auf uns ankommt, verbrennen wir uns selbst.
Das gilt für alle Menschen und erst recht für die, die Verantwortung tragen.

Hans: Nachdem du mir gesagt hast, ich soll mich raushalten, habe ich auch deiner Anweisung Folge geleistet, ich bin froh und dankbar über Jochen, der das Ganze jetzt erstmal gerettet hat.

Willy: Ich verstehe dich, ich verstehe deine Angst.

Aber nochmal: Es geht hier ganz immens darum, welches Attribut sie trägt, du trägst, Hans trägt… verstehst du?

Erfolg hat, wer gleichzeitig die Herausforderung bejaht.

Das Eine geht nicht ohne das Andere.

„Ich BIN eine erfolgreiche Frau!“
Tolle Aussage, oder?!

Das kommt darauf an, Vater!
Das kommt ganz darauf an, ob dieses Selbstbild – oder sagen wir mal Ziel – mit irgendwas verknüpft ist, was dazu nicht passt!

Erinnerst du dich?

Die harten Jahre, als du Arbeitskräfte reduzieren musstest?

Dass du immer das Ziel hattest, erfolgreicher Unternehmer zu sein, ist ja klar.
ABER du hattest auch andere Attribute, eines nenne ich nur: Fairness: Hart, aber fair, usw.…
Ich, der Hans, bin ein erfolgreicher Macher und ich bin fair.
Ich bin ein harter Kämpfer, aber ich bin gerecht…

Das war schwer, was du da erlebt hast, weil du im Konflikt warst mit dir selbst, mit beiden Attributen.

Das wäre durchaus geeignet gewesen, dich auszubrennen.

Aber du warst dir dieser beiden Attribute ganz bewusst!
Nie wolltest du etwas anderes, nie eines von beiden loslassen.

Das hat dir Kraft gegeben und das hat dich aus dem Tief geholt.

Aber sie hat es schwerer, so viel schwerer, Vater! 

Sag mal selbst: Gibt es in deiner Welt überhaupt erfolgreiche Frauen, solche, die es OHNE Beistand von männlicher Seite schaffen?
Ja klar?
Hm…

Da ist ziemlich viel Unvereinbares in ihrem Bild über sich selbst, aber erst recht in den Bildern, den Projektionen, die andere auf sie richten.
Sie hat verdammt viel Mut, sich dem zu stellen.

Hans: Meine Frage an dich ist, ob wir – deine Mutter und ich – auch noch einmal ein paar Jahre in relativer Ruhe unser Alter leben dürfen!

Willy: Ich bin für Wahrsagerei nicht zuständig…
ABER es gibt eine innere Logik, wie das Feuer zu Brennholz kommt…

Lies dir das mal durch, was ich da gesagt habe.

Du identifizierst dich damit, ein „Kämpfer“ zu sein.
Okay! Völlig okay.
Aber sag mal: Dann ist es nicht
sonderlich wahrscheinlich, dass sich dein Friedenswunsch erfüllt, oder?

Also entweder fängst du an, zu sagen: Ich bin kein! Kämpfer, das war alles nur Staffage, in Wahrheit bin ich ein Bienen züchtender Diplomsoftie und ich habe immer nur so getan, als ob ich Herausforderungen brauche, um zu spüren, dass ich noch lebe…

Oder du akzeptierst, dass es mit dem Frieden- Freude- Eierkuchen- Ding nur sehr begrenzt was wird bei dir…

Aber das spürst du längst, das willst du mich auch gar nicht fragen.
Eigentlich willst du fragen, ob sie es schafft, die Firma zu erhalten…

Vater, das weiß ich nicht, es hängt von vielem ab…
Und zu allererst davon, welche SELBSTWAHRNEHMUNG und welche WELTWAHRNEHMUNG da ist, beziehungsweise wie sie aus dem Ehemaligen heraus und dem Zukünftigen hineinreifen KANN.

Mir ist nicht wohl, über meine Schwester zu schreiben, viel, viel lieber würde ich mit ihr reden…
Aber da sind wir leider wieder beim: Wir sind Macher und zwar SELBST und gern auch ganz allein!

Du bist uns Kindern von Anfang an ein Vorbild gewesen.
Aber wir haben auch von klein auf gespürt, wie ALLEIN du mit allem warst…
So waren es stets DEINE Kämpfe, aus denen dann DEINE Erfolge wurden…

Was passiert einem Menschen, der Angst vor solchen Erfolgen hat, wenn er das mit Einsamkeit verbindet?
Wie sehr kann der brennen?

Hans: Willy, 40 Jahre Zirkusdirektor reichen mir, Danke.

Willy: Klar, weil dir etwas fehlt: Dass es nach dem Kampf den Lorbeer gibt…

Aber das ist nicht die Tiefe deiner Wahrheit, die ist nach wie vor: Ich, der Hans, bin ein Kämpfer!

Hans: Ich helfe Daniela, wo ich noch kann, aber wenn ich dann dafür auch nur noch mit Vorwürfen überschüttet werde, mag ich irgendwann nicht mehr.

Willy: Ne, und dann ist der Stabwechsel eben da!
Aber das bedeutet dann auch: Ich lasse das Familienziel los…
Jetzt habe ich ein anderes Ziel.
Ist das so?

Hast du?

Nein…
Weil du eben dann doch der Retter zu sein hast.
Ja: Nur wenn das so ist, dann IST der Stabwechsel nicht passiert.

Beide!
Halte den Stab? Wie soll das was werden?

Wenn du einseitig loslässt, ohne dass sie annimmt?
Aus die Maus!

Ich kann hier noch so viel schreiben, aber brauchen würdet ihr mehr als einen Brief…

Analytisches Erfassen wäre hier wichtig.
Nein, NICHT, was die Firma angeht, was euch angeht!

Ihr glaubt beide, euch zu kennen.
Aber ich sag dir was: Ein Mensch ist immer nur in der Lage, sein Spiegelbild zu sehen.
Und wie du weißt: Das ist selbst, wenn der Spiegel ganz klar ist, immer zumindest verkehrt herum…
Die Meisten sehen nur, was sie sehen wollen oder was man sie glauben lässt, sehen zu müssen…

Die niederschmetternde Wahrheit ist:
Der Hans kennt die Daniela nicht.
Der Hans kennt sich nicht.
Die Daniela kennt den Hans nicht, die Daniela kennt sich nicht…
Beide kennen nur, was erscheint, nicht das, was IST.

Hans: Es ist nicht mein elementarer Wunsch, in Reichtum zu sterben, aber bitte auch nicht als Sozialhilfe-Empfänger unter der Brücke.
Es würde mir sicher weh tun, wenn das Unternehmen kaputt ginge, es ist das Lebenswerk deines Großvaters und von mir, aber ich könnte damit weiterleben.

Willy lächelnd: Ich darf dich trösten, zu deinen Attributen gehört auch, Wohlstand zu besitzen…

Dazu das Attribut Kämpfer… das wird nichts mit der Brücke. Schon deswegen nicht.

Mal ganz abgesehen vom Faktor X.

Hans: Ich weiß, meine Wünsche sind weltlich, aber wir leben nun mal noch hier und kämpfen jeden Tag, wobei die bösen Monster immer größer werden.

Daniela schafft das noch, ich habe nur Angst, dass sie irgendwann immer und überall nur noch Monster sieht, die ihr böses wollen.

Willy: Das sind keine Monster, Vater, das sind Sparringpartner für Kämpferseelen, die braucht es nun mal.

Hier ist die Frage, die zur Lösung führt: WAS GENAU sieht Daniela, wenn sie sich sieht?
Welche Attribute hat sie WIRKLICH und welche sind Projektionen?

Hans: Mein Guide sagte mir, ich solle ernten.
Du sagtest mir, ich solle die Füße stillhalten, alles wird gut.
Junge, sei mir nicht böse.
Aber dein alter Vater wird auch mal müde und es wäre auch mal für mich schön, nicht immer und an allen Fronten um unsere Existenz kämpfen zu müssen.

Willy: Ich bin dir nicht böse.
Aber ich hoffe, ich habe dir dazu jetzt einigen Denkstoff gegeben.

Was KANNST du tun?
Vater, mein lieber Vater: Wenn du müde bist, dann ruhe dich aus, wenn es Zeit ist, sich auszuruhen.
Wenn es nicht Zeit dafür ist, dann kämpfe um das, wofür du brennst.
Aber versuche, zu verstehen, dass die Lösung darin liegt, deiner ganzen Natur zu folgen.

Du hast ein Recht darauf, FÜRSORGLICH mit dir zu sein, zu schützen, was für dich wichtig ist.

Uta, was sind die heiligen Gebote der ganzen Natur?

Uta: Selbsterhalt und Art(en)- erhalt!

Willy: Ja!

Hans: So, jetzt bin ich meinen Grant los geworden.

Willy: Hör zu: Nicht ich, nicht Gott, nicht die 2 heiligen Vorväter wollen AUFOPFERUNG!

Von NIEMANDEM!

Keiner soll verbrennen, keiner erlöschen.

Die ZEIT, die ist grausam.

Das ist jetzt nicht mehr die Zeit deines Großvaters, deines Vaters, deine…
Du bist entweder ein Globalplayer oder du kämpfst und kämpfst.

Das gesamte System ist in einem unfassbar schnellen Wandel. Der ist kaum historisch zu vergleichen.

Was kannst du tun?
Was kann Daniela tun in solcher chaotischen Umbruchzeit? Gelegenheiten suchen und nutzen…
Mit einer Begrenzung aber: Opfert euch nicht!

Damit will ich nicht sagen: Ihr habt keine Chance.
Sondern: Haltet euch an die Regeln.
Oberstes Gebot: Zusammenhalt der Familie, Schutz und Fürsorge für den Einzelnen…
DANN erst dann kommt die Firma!

Nein! Das diskutiere ich NICHT!

Vater, die jetzt ganz oben sind, die rennen alle einem Wahn hinterher: Größer, schneller, reicher…
Das ist JETZT schon ein Feuer, das sich selbst frisst.

Die Frage ist überhaupt nicht, OB das ganze Theater zusammenstürzt.

Die Frage ist nur: wann.

Dann habt ihr, was wahr ist: EUCH, euren Zusammenhalt.
Mit wem oder was auch immer ihr zusammenhaltet: Das wird sein, was zählt.
Denkt darüber nach.

Hans: Bitte, kümmere dich auch mal wieder um deine noch hier lebende Schwester, ich glaube, Sie braucht es.

Willy: Dann soll sie es zulassen, verflixt noch mal.
Ich bin nicht der Zauberer von Oz.
 

Hans: Grüße mir noch meinen Vater, meine Mutter und meinen guten Schutzengel.

Danke

Dein noch hier kämpfender Vater

Ich möchte mich noch bei Willy und meinem Vater für seine Hilfe bedanken.

Daniela hat das Unternehmen wieder auf Kurs gebracht und wenn wir so weitermachen, kann da noch etwas ganz Neues entstehen.

Willy: Aber natürlich wird NEUES entstehen… es steht aber auf dem Alten.
Seht ihr nicht, worauf es steht?
Solidarität aller mit dem Einzelnen!
Ich spreche ja gar nicht von Liebe.
Aber wir sind loyal zueinander, das haben wir dir zu danken, Vater.
Und dir, liebe Mutter.

Loyalität!

Aber bitte, bitte NICHT Aufopferung!

Die Grüße sind ausgerichtet.
Dank wird abgewiesen.
Ich bin nicht Gott.
Liebe und Respekt dir, mein lieber „Alter“.
Dein Willy!

Danke
Hans