Es ist der Mensch, der sagt: Leben IST Leiden.

Es ist der Mensch, der sagt: Leben IST Leiden.

Und weil der Mensch IMMER Mitschöpfer ist, wirkt er Leid!
So ist das!

Die Schöpfung in ihrer Kraft reagiert auf das,
was dem Menschen im Innersten ganz wahr ist.

Mit jedem Gebet geht es also darum, die gute,
heilsame Wahrheit zu sagen, die den Irrtum als Unwahrheit entlarvt.

Die kränkendste Lüge der Welt ist: Du bist falsch, so wie du bist!
Du bist in deinem Innersten falsch.

Das zu tun, ist dämonisch und wirkt Böses.

Die Seele, die das glaubt, wird krank in ihrer Körperlichkeit.

Nichts, nichts in der Schöpfung ist falsch geboren!
Der Schöpfer ruft kein Falsch ins Leben!

Es ist der Mensch durch sein fehlgeleitetes Werten,
der das Falsche, das Verdorbene ins Wirken bringt.

Aber dieses Wirken kann auch losgelassen werden.

Deine Heilkraft ist nichts anderes als die Kraft der Schöpfung,
das Gute ins Leben zu rufen und dort wirken zu lassen.

Ich bitte meinen Engel, mich mit dem Engel von Andreas zu verbinden.
Andreas bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe an einem Fluss, das Wasser ist nicht tief, aber ganz klar.
An den hohen Ufern erkenne ich, dass dieser Fluss üblicherweise mehr Wasser führt als jetzt.
Links von mir sehe ich eine Brücke, dort fahren Autos.
Hinter den Bäumen auf der anderen Seite scheint eine Stadt zu liegen.
Aber hier ist es ganz still, das laute Treiben der Stadt ist nur noch ein Hintergrundgeräusch…

Ich gehe die steile Böschung zum Fluss ganz hinunter, ich weiß gar nicht, warum es hier so wenig frisches Grün hat.
Direkt vor mir um eine Weide herumgehend sehe ich eine weibliche Gestalt, sie trägt ein altmodisches Gewand: Rock und Mieder dunkel, eine weiße Bluse, ein Tuch aus Wolle verdeckt die Schultern.
Das fast weiße Haar seltsam gebunden, nicht nach der üblichen Art…
Schön ist sie, wie sie da steht…
Sie lächelt, winkt mir zu…
Ihre Augen sind wunderschön, so klar und hell wie der Fluss… es berührt mich tief im Herzen, da hinein zu schauen…

Eine wahre Flut an Gefühlen setzt das in mir frei: Liebe, Sanftheit, Ruhe.
So ein unendlicher Frieden: Das ist es, was sie in mir auslöst…
Ganz sicher: Dies ist der Engel von Andreas.

Ich geh auf sie zu und sie auf mich.
Jetzt erst bemerke ich, dass sie im Arm eine Ente hält.

Uta: Bist du der Engel von Andreas?

Engel: Aber ja… aber ja.

Uta: Danke, dass du da bist!

Engel: Ist schon recht so, das war so vorgesehen…

Es ist alles vorgesehen, habt Vertrauen…

Uta: Was ist mit der Ente (sie streichelt diese ununterbrochen)?

Engel: Müde ist sie, da schau, so müde!

Tatsächlich liegt das Tier so erschöpft in ihrem Arm, das ich anfangs fürchtete, es sei tot.

Uta, ich möchte jetzt mit meinem Andreas direkt reden.
Wenn du was zu fragen hast, dann unterbrich mich ruhig, aber einstweilen muss ich mit ihm reden, ja?

Uta: Ja.

Sie setzt sich jetzt auf einen der vielen großen Steine, die hier überall am Ufer liegen.
Die arme Ente weiter in ihren Armen haltend, schaut sie über den Fluss hinüber zu der sich im Dunst abzeichnenden Bergkette in der Ferne.

Engel: Andreas, ich dank dir schön, dass du mit mir reden magst, sorge dich nicht, ob es recht ist.
Es ist recht und es ist Zeit, Andreas.

Es ist Zeit, dass du weißt, wer ich bin und wozu ich mit dir gehe durch dein Leben.

Ich habe mir lange überlegt, wie ich zu dir komme, ob ich mich überhaupt in einer menschlichen Gestalt zeige oder als Licht.

Die Gestalt eines Menschen zu zeigen, das ist nicht nötig bei dir, ich weiß das schon.
Aber ich wollte trotzdem, dass du mich siehst, wie ich wäre, wenn ich noch einen Leib hätte, weil das leichter ist für dich und für mich deswegen auch.

Was leichter ist, das will ich dir sagen: Es ist dann leichter für dich, zu verstehen, dass ich nicht über dir stehe, nicht höher bin.
Ich will ja nicht angebetet sein, sondern dass wir Kameraden sind in deinem Leben.
Das will ich, das sollst du verstehen.
Da ist es besser, wenn du mich siehst als Mensch, als Frau auch.
Eine Mutter bin ich dir ja tatsächlich schon dein Leben lang.

Also, mein lieber Freund…
Ja, Freund…
Das ist schon wahr: Der Mensch kann der Freund seines Engels sein und das ist gut so, wenn es so ist: Wenn beide miteinander sind und keiner sich über den anderen erhebt.

Das ist das Gleiche wie deine Einstellung zu allem, was da ist…
Freund unter Freunden bist du, mein Lieber.
Der Berg ist dein Freund und der Bach und das Johanniskraut am Feldrand und die alte Tanne und die Schwalben und diese Ente und natürlich deine Bienen…
Freund unter Freunden, das hast du längst gefühlt und verstanden, dass es so ist und dass dies ganz wahr ist.

Und wir Zwei – du und ich – wir sind auch Freunde.
Natürlich sind wir verschieden in Vielem, aber auch gleichsinnig.
Natürlich habe ich Wissen, das du, weil du fleischlich geworden bist, nicht hast.

Aber höher bin ich nicht, nicht höher, als du es bist.
Deine Seele ist so ewig wie meine.

Aber wenn die ewige Seele ins Fleischliche geht, damit sie sich weiter entfaltet auf ihren Entwicklungsweg, dann verliert sie das Wissen um die Ewig-Welt.
Die eine Seele mehr, die andere Seele weniger.

Andreas, du hast weniger vergessen als die meisten anderen um dich herum. Aber dein Wissen, das ist mehr ein Fühlen, ein Gespür, was die Wahrheit ist, etwas, das du den anderen in Worten sagen kannst.

Das Wissen ist da, aber die Worte fehlen dir.

Selbst für deinen eigenen Verstand reichen die Worte nicht.

Verstand kommt von verstehen…
Und das Verstehen, das braucht nun einmal das Wort, nicht das Gefühl.

Ja, ich will dir helfen, zu verstehen, ich will dir helfen, Worte zu finden, die das, was Wahrheit ist, benennen können.

Darum bin ich heute hier.

Das erste Wort, das ich dir gebe, ist mein Name.
Wirst du dich vielleicht wundern, wenn ich dich bitte, mich Gertrudis zu nennen?

Vielleicht. Aber vielleicht fühlst du auch, dass es der Name ist, der sich gut anfühlt?

Wenn es so ist, dann, weil sich deine ewige Seele daran erinnert, dass wir ein Leben im Fleisch miteinander hatten.
Da war ich deine Mutter und wurde Gertrudis getauft.
Lang, lang ist das her.

Du hast schon recht, wenn du sagst: Ob ich schon einmal gelebt habe oder nicht, das ist gar nicht so wichtig.
Wichtig ist, was jetzt ist.

Da stimme ich dir zu.

Dennoch möchte ich dir sagen: Ja, was du jetzt bist und sein kannst, das ist, was zählt.

Aber alles, was du jetzt bist und sein kannst, das wurzelt in dem, was du warst.

So wie der kleine brave Bub – der seiner Mutter geholfen hat – immer noch lebendig in dir ist, immer noch so voller Liebe zu denen ist, die Hilfe brauchen, so ist auch jedes Leben, das wir auf Erden gelebt haben, lebendig in unserem Jetzt.

Im Jetzt begegnen sich Vergangenheit und Zukunft.
Nichts geht verloren und das, was einmal sein wird, hat seine Wurzel in beidem: im Vergangenen und im Jetzt.

Jetzt bin ich also zugleich deine Mutter aus der Zeit um 1500 und ich bin dein Engel und du bist mir mein lieber Bub, den ich geboren und gehütet und großgezogen habe.

Und du bist der Andreas, der jetzt im Jahr 2018 lebt und ich bin dein Engel.

Aber das Ewige, das wir miteinander haben, ist ewig, egal unter welchen Umständen: Du und ich, wir sind Seelenfreunde von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Du darfst mich Engel nennen, das bin ich dir auch.

Ein Engel ist ein Hirte.
Aber das, was er hütet, gehört ihm nicht, er hat nur den Auftrag vom Schöpfenden bekommen, zu hüten, was so zart und empfindlich in die Welt geboren wurde.

Das hat seinen guten Grund, Andreas.

Die Seele, die sich wieder ins Leben der Erde bringt, die kann sich selbst verlieren, es ist gefährlich, sich ins Irdische zu begeben.

Denn das Irdische hat die Eigenschaft, zu täuschen, die Wahrheit des Ewigen zu vernebeln.
Da braucht es für jeden Menschen einen Begleiter, der ihm hilft, sich selbst zu leben.

Sich selbst ins Leben bringen ist der Anfang.
Aber sich selbst auch weiter und weiter zu entwickeln, das ist nicht so einfach. Aus eigener Kraft allein geht das nicht.
Es braucht dazu auch die Umstände und Gelegenheiten, die sich im Außen bieten.

Und genau dafür sind wir eure Engel zuständig: euch anzubieten, zu wachsen.

Dann fügen wir die Situationen, die solches Wachstum fördern.

Ob ihr diese Situationen nutzt oder nicht, das entscheiden wir nicht.

Selbst ihr entscheidet das nicht so leicht.
Alles, was euch zur Verfügung steht, um eure Entscheidung treffen zu können, ist eurer Gefühl dafür, was wahr und richtig ist.

Dieses Gefühl, das lösen wir in euch aus.

Aber es gibt so viele andere Einflüsse, die euch nicht glauben lassen, was ihr fühlt. Daran können wir wenig ändern.

Es gehört zum Menschsein, mehr und mehr zu lernen, der Wahrheit in euch selbst mehr zu vertrauen als allem Äußeren.
Leben für Leben dauert es, bis ihr endlich die seid, die der Schöpfer ins Sein gerufen hat: ihr Selbst.

Dann sind Seele und Mensch wieder EINS.

Jesus hat das einmal gesagt: Wenn ihr nicht werdet wie die Kindlein, werdet ihr das Himmelreich nicht schauen.

Fröhliche, selbstbewusste Kinder, die sind offen dafür, sich selbst zu leben, das Leben jeden Tag neu zu erfahren und daraus zu lernen, wer und was sie sind, was in ihnen steckt, zu entfalten.
Sie zweifeln nicht, sie tricksen nicht, sie sind ganz wahr.

Aber es gibt nur sehr wenige solcher Kinder, denn schon früh, sehr früh werden sie verbogen oder gar gebrochen.
Dann handeln sie nicht mehr aus ihrer inneren Wahrheit, sondern aus Angst heraus.
Dann handeln sie nicht mehr aus ihrer innersten Neigung heraus.
Sondern je älter sie werden, umso mehr aus der Angst heraus, nicht in ihren dringendsten Bedürfnissen heraus missachtet zu werden.

Das ist sehr, sehr schlimm!
Es ist so, als würden alle Tiere der Schöpfung ein Verbot bekommen, zu sein, wer und was sie sind.
Also wolle man der Biene verbieten, Pollen zu sammeln, dem Salamander verbieten, sich in die Sonne zu legen, dem Adler, zu fliegen und so weiter.
Das Selbstsein wird verboten und bestraft.
Darum leidet ihr.

Ohne uns würde ein Jeder sich in die dunklen Flügel der Angst verfangen.
Aber wir dürfen euch wieder und wieder und wieder das Gefühl dafür übermitteln, was wirklich wahr ist.
Ob ihr dem Gefühl aber vertraut, das ist eine Frage der Erfahrung…
Es kann lange, lange dauern, bis die Liebe – denn Wahrheit ist immer Liebe – größer ist als die Angst.

Es gibt keinen Satan!
Andreas, da hast du schon recht.
Aber es gibt Angst!
Und die Ursache aller Übel ist die Angst davor, ganz wahr zu sein.
Liebe und Wahrheit gehören zusammen so wie Lüge und Angst.

Es braucht keinen Satan, solange die Welt von Angst regiert wird!

Ich bin ein glücklicher Engel, denn mein Freund, mein Andreas, der lässt es schon sehr oft zu, dass er seiner innersten Wahrheit vertraut.

Aber auch du, mein Lieber, musst noch lernen und dabei helfe ich dir.
Heute will ich dir helfen, Worte zu finden, anders als du meinst.
Tiefer nämlich, als du ahnen kannst.

Ich habe dir jetzt erklärt, was es heißt, ein Schutzengel zu sein.
Wir schützen die Möglichkeit, dass ihr mehr und mehr ihr selbst sein könnt, sobald ihr euch dafür entscheidet.

Das ist viel mehr und geht viel tiefer als das, was sich die Menschen so denken, was unsere Aufgabe wäre.
Oft behüten wir euch vor Unglück, das stimmt schon.
Aber über Allem, was ihr als Unglück anseht, geht der Schutz eurer Seele.

Das kann nur verstehen, wer begreift, dass der Sinn eures irdischen Seins ist: Euch zu euch selbst zu entwickeln.

Wehe dem, der sich diesem Weg verweigert und wehe denen, die dies ihren Mitmenschen unmöglich machen.
Alle Wege aus der Weiterentfaltung heraus sind Unglückswege.
Wer immer solche Wege geht, wird erleben, dass er erfährt, dass so etwas Folgen für sein SELBST hat.

Es gibt keinen strafenden Gott!
Alle Schöpfung ist aus der Liebe des Schöpfers geboren.

Aber es gibt ein grundsätzliches Prinzip der Schöpfung: das Prinzip von Ursache und Wirkung.
Wer einen falschen Weg geht, der wird als Wirkung Enttäuschung erleben.
Das kann euch nicht abgenommen werden, es gehört zum Erfahrungsweg.
Den müsst ihr gehen, daran können auch wir Engel nichts ändern.
Erst recht kein Mensch.

Darum ist es Weisheit, sich zu überlegen, WOHIN etwas führt, nicht nur äußerlich, sondern INNEN: in euch, in eurem Selbst.

Jetzt denke ich, wird es Zeit, deine lieben Fragen zu beantworten.
Das mache ich gern, Andreas. Sorge dich nicht.
Du darfst bitte keine Angst haben, mich zu belästigen, das tust du niemals.

Kein Mensch – selbst der Verrückteste nicht – belästigt seinen Engel, wenn er ihn um Führung bittet.
Warum das so ist, verstehst du jetzt vielleicht noch besser.

Liebe Uta, bitte stell mir jetzt die Fragen vom Andreas!

Uta: Ja gern.
Er schreibt, dass ihn das Abbeten für Menschen interessiert.

Gertrudis: Ja! Natürlich interessiert dich das! Darüber freue ich mich.

Dann höre, mein Freund, was es mit dem Beten auf sich hat, aber zuerst lass mich Grundsätzliches über Krankheiten sagen.

Schau, euch wurde gesagt, dass Krankheit stets Übel ist und dass Krankheit deswegen auf jeden Fall weggeschafft gehört.

Wenn das auch oft richtig ist, so ist es doch nicht IMMER so!

Es gibt Krankheiten, die MUSS ein Selbst erfahren, weil die Krankheit entweder für die eigene Seele einen Nutzen hat oder für die der Menschen, die mit dem Kranken zu tun haben.

Schau: Wenn einer einen wehen Rücken hat, dann mag das eine Krankheit sein, die weggebetet werden kann oder auch nicht.
Das wirst du nie mit Sicherheit wissen.

Welchen Nutzen kann aber ein Rückenweh haben?
Für den Menschen selbst auf den ersten Blick gar keinen.
Aber für sein Selbst schon!

So eine Erkrankung kann auch ein Lehrer sein.
Vielleicht hat der Mensch, zu lernen, sich nicht zu viel abzuverlangen.
Und vielleicht hat er zu lernen, dass untätig sein kein Teufelswerk ist.
Vielleicht hat er zu lernen, dass, wenn er im Außen nichts ausrichten kann, er sich endlich einmal mit den Inneren Dingen beschäftigen kann.
Vielleicht kann er lernen, die Gabe zur Geduld und Ausdauer zu entwickeln oder die Gabe, dem Leben zu vertrauen und den Heilungsprozess abzuwarten… Verstehst du?

So kann Krankheit genau das sein, was die Seele braucht, um zu reifen.

In solch einem Fall wirkt das Abbeten zwar Linderung, aber erst dann Gesundheit, wenn die Seele den Grund der Erkrankung nicht mehr braucht.

Weiter kann es sein, dass ein Mensch über seinen Körper der Umwelt sagen will, etwas, an das er selbst nicht bewusst herankommt.

Denken wir uns einmal eine Frau, die immer mehr Rheuma bekommt, immer krummer wird, bis sie schließlich wie eine Gefangene im eigenen Körper lebt.

Da erzählt der Körper, was die Seele nie zu erzählen gewagt hat.
Schaut alle her! Seht nur, wie schlimm ich gefangen bin!
Oder auch: Seht nur, wie schlimm ich in Gefangenschaft war!

Die Seele will und muss das sagen!
Und weil sie es nicht kann, erzählt es der Körper.

Viele Krankheiten haben ihren Grund in diesen unerzählten Leiden von Körper und / oder Seele.

Wenn so etwas vorliegt, dann kannst du die mächtigsten Worte sprechen und doch hilft es nicht viel.

Also musst du den Kranken zum Reden bringen und DANN! zum Loslassen der Vergangenheit.

DAS Gebet, das dieses einschließt – dieses alte Leid der Seele – das ist sehr mächtig.

Der ganze Körper ist ein Erzähler, Andreas.
Er erzählt, was der Seele wahr ist.

Der Kopf erzählt etwas darüber, was Denken, Grübeln, Wissen statt Weisheit sammeln anrichtet in der Seele.
Aber er erzählt auch von Schlägen auf den Kopf, selbst als Kind.
Er erzählt vom nicht BE-HÜTET sein und davon, dass dem Denken und Wissen mehr Achtung entgegenbracht wird als dem Fühlen.

Er erzählt von der Angst, nicht RICHTIG im Denken zu sein und deswegen bestraft zu werden.

Der Kopf trifft also sowohl ganz grobe Dinge, die der Kopf erlitten hat – Stürze / Schläge – als auch etwas über das Denken des Kranken und dem Wert, den er dem zu geben gezwungen wurde.

Andreas, bitte versuch, zu verstehen, was ich jetzt sage-
Die Seele WOHNT nicht im Körper, sie drückt sich selbst durch den Körper aus!
Sie IST ihr Körper!

Verstehst du?

Nichts, was dem Körper geschieht, geschieht, ohne dass die Seele mitbetroffen wurde!

Kein Kind, das geschlagen wurde, wurde nur körperlich gezüchtigt, sondern die Seele selbst wurde geschlagen und litt Schmerzen!

Keine Frau, die vergewaltigt wurde, litt nur an ihrem Genital, die Seele selbst wurde vergewaltigt.

Kein Mann, dem als Kind verboten wurde, zu weinen, wurde nur das Tränen fließen verboten.
Ihm wurde das Fühlen, was wahr ist, verboten!

Und weil all das Leid der Seele nicht als Leid und Unrecht gewürdigt wurde, erzählt der Körper, was mit der Seele geschehen ist, oft Jahrzehnte später.

DAS gilt es, ins Abbeten zu bringen, Andreas, und zwar laut!
Das darfst du nicht still machen, das braucht deine ausgesprochenen Worte!

Dann hilft es!

Schau immer darauf, WAS krank ist!
Abgesehen von Gewalt, das einen bestimmten Körperteil traf, erzählt dir jeder Körperteil, um was es geht:

Der Kopf = das Denken.

Der Nacken = das gedemütigt werden oder geängstigt.

Der Hals = das Aussprechen, was wahr ist.

Die Schultern = das Überlastet sein durch andere und deren Forderungen.

Der Rücken zwischen Schultern und Lendenwirbelsäule = es wird zu viel Last mitgeschleppt aus der Vergangenheit.

Es wurde Verbeugung erwartet von Autoritäten, die ihre Macht ausnutzen, um sie für sich zu missbrauchen = die eigene Wahrheit musste verbogen werden.

Der Lendenwirbelbereich = Aufrichtig sein wurde bestraft, war gefährlich.

Das Steißbein = immer Missachtung der Würde, besonders der des Geschlechtes, das man hat.

Die Arme = man muss Dinge „stemmen“, die zu schwer für die eigene Kraft sind.

Die Hände = man durfte nicht geben und nehmen, so, wie es dem Selbst wahr war.

Die Finger = man wurde für das, was man kann oder nicht kann, nicht geachtet, die „Fingerfertigkeit“ galt Nichts, Feingespür galt Nichts.

Das Herz = Gefühle, die tief wahr waren, durften nicht gelebt werden.

Die Lungen = was man bekommen hat als Seelennahrung, war viel zu wenig.
(Der Mensch lebt eben nicht nur von Brot allein… er lebt auch von dem, was ihm an Liebe in Worten und Taten gegeben wurde.)

Lungenkranke haben das Nehmen von Nahrung der Seele verboten bekommen.

Der Magen = vergiftete Seelennahrung.
Oft wurde dem Kind etwas als „Liebe“ verkauft.
Aber in der Wahrheit der Seele war das zerstörerisch, was da wirklich gegeben wurde.

Der Darm = es wurde dem Menschen verboten, seine eigene Sicht zu haben, was behalten wird und was überflüssig ist.

Die Leber und Galle = es wurde dem Menschen verboten, sich gegen Verletzungen der Seele oder gar des Selbstes zu wehren, sein Selbst aktiv zu verteidigen.

Die Nieren = man durfte nicht trauern.

Die Geschlechtsorgane der Frau = Das Weibliche wurde missachtet, es wurde beschämt.
Die Bereitschaft zur Hingabe wurde bestraft.

Die Geschlechtsorgane des Mannes = die eigene Macht wurde als nichtig erklärt.
Die Fähigkeit, schöpferisch zu sein, wurde bedroht.

Die Ohren = man fand kein Gehör bei anderen.

Die Augen = man durfte die Wahrheit nicht sehen.

Die Nase = wahrnehmen durfte man nicht, wenn eine Sache „stinkt“.

Der Mund = man durfte nicht genießen, was man zum genießen braucht, um sich wohl zu fühlen.

Die Zähne = man durfte nicht zurück beißen, man durfte sich das Schlucken müssen großer Mengen nicht in kleine Teile zerlegen.

Die Haare = man durfte zur eigenen Schönheit nicht stehen.

Das Blut = man hat keine Zustimmung für die eigene Existenz bekommen, war vollkommen überflüssig. (Auch alles, was an der Blutbildung beteiligt ist.)

Die Hüfte = man wurde aufgefordert, sein Bedürfnis nach innerem Gleichgewicht aufzugeben.

Die Knie = man wurde zur Demutshaltung gezwungen und hatte sich anderen zu unterwerfen.

Die Beine, Muskeln, Knochen, Adern, Nerven = man wurde gezwungen, Wege zu gehen, die nicht den Bedürfnissen der Seele entsprochen haben.

Die Füße = man wurde gezwungen, den eigenen, wahren Standpunkt aufzugeben.
Man wurde zum Stehen oder zum Gehen gezwungen, je nach dem: Beides kann zutreffen.

Die Haut = die eigenen Grenzen wurden schmerzvoll überschritten.

Infektionskrankheiten = man wird zu sehr von den Ideen und Werten der Mitmenschen geprägt und ist in Gefahr, sich selbst zu verlieren.

Du siehst, lieber Andreas, es ist IMMER die Seele mit eingebunden.
Das ewige Selbst ist mitgekränkt und Der Körper drückt dies aus.

Wenn du nun betest, dann bete WAHRHEIT.

Wahrheit ist mehr als eine Formel, die immer wieder bei der gleichen Erkrankung anwendbar ist.
Die Wahrheit findest du, indem du Fragen stellst, indem du hineinspürst und dann sprich WAHRES!

Das kannst du machen, wie du es machen willst.
Du kannst es in Reime bringen, du kannst es in Geschichten bringen und du kannst es von mir aus auch singen und tanzen.
Das ist ganz egal, wenn es nur wahr ist!

Es geht immer darum, zu sagen:
Ich WEISS!, dass es niemals der Weg des Schöpfers ist, dass dieses Leid bestehen bleibt, wie es ist!
Amen!

Der Schöpfer, was tut der?
Na, ins Leben rufen!
Wie kann von da aus LEID kommen MÜSSEN?

Muss es nicht, soll es nicht!

Es ist der Mensch, der sagt: Leben IST Leiden.

Und weil der Mensch IMMER Mitschöpfer ist, wirkt er Leid!
So ist das!

Die Schöpfung in ihrer Kraft reagiert auf das, was dem Menschen im Innersten ganz wahr ist.

Mit jedem Gebet geht es also darum, die gute, heilsame Wahrheit zu sagen, die den Irrtum als Unwahrheit entlarvt.

Die kränkendste Lüge der Welt ist: Du bist falsch, so wie du bist!
Du bist in deinem Innersten falsch.

Das zu tun, ist dämonisch und wirkt Böses.

Die Seele, die das glaubt, wird krank in ihrer Körperlichkeit.

Nichts, nichts in der Schöpfung ist falsch geboren!
Der Schöpfer ruft kein Falsch ins Leben!

Es ist der Mensch durch sein fehlgeleitetes Werten, der das Falsche, das Verdorbene ins Wirken bringt.

Aber dieses Wirken kann auch losgelassen werden.

Deine Heilkraft ist nichts anderes als die Kraft der Schöpfung, das Gute ins Leben zu rufen und dort wirken zu lassen.

Gut ist, was wahr ist.

Jedes Tierchen, jedes Pflänzchen hat sein Wahr Sein, sein ganz spezielles So Sein im Innersten und das ist immer! GUT!
Also auch jeder geborene Mensch.

Ich sage nicht, jedes sei vollendet.
Nichts, einfach gar nichts in der Welt ist vollendet, auch kein Mensch.
Alles, was ist, ist auf dem Weg zur Vollkommenheit hin, aber noch längst nicht angekommen.

Doch ist es deswegen Falsch? Nein!
Selbst das, was unvollkommen ist, ist gut…
Vorerst – für den Augenblick – ist selbst das gut, um die Entwicklung zu fördern.

Es gäbe gar keine Notwendigkeit, sich zu entwickeln, wäre alles schon vollkommen.

Es gäbe weder Menschen noch Tiere noch Pflanzen, wäre alles vollkommen. Ständig geht die Vervollkommnung weiter und weiter.
Das gilt für alles, was ist.

Uta: Andreas schreibt: In meinem Herzen bewegen sich Steine, Wasser, Erde.
Er fragt, ob er mit Mutter Erde mehr Kontakt aufnehmen kann.

Guide lächelnd: Wenn du endlich glaubst, dass du Teil von ihr bist…

Mutter Erde ist nicht das Gegenstück Gottes, weißt du?
Sie ist im Grunde das, was ich über Menschenkörper und Menschenseele gesagt habe.
Gott, nun ja, ich weiß, Lieber: Der „Schöpfer“ drückt sich im Weltlichen durch „Mutter Erde“ aus.
Alles was ist, ist Gott in einer ganz bestimmten, materiell gewordenen Form und Art und Weise.
Darum ist alles, was Natur ist, auch ein Wesen!
Es fühlt, es agiert und reagiert in seiner Weise und ist Teil Gottes.

Wenn das Johanniskraut mit dir spricht, was sagt es?
Es sagt: „Ich bin der Trost, der dir in dir im dunkelsten Winter zukommt!“
„Ich bin die Wärme, die in die Kälte wirkt.“
„Sieh nur mich an: Ich bin Sonne und ich bin rotes Lebensblut.“
„Nimm mich tröstende Seele auf in die deine!“

Wenn diese Ente hier in meinen Armen ruht, dann sagt sie:
Nimm mich auf, ich bin erschöpft, mir sind meine Nahrungsquellen geraubt.
Nimm mein Leid wahr und hilf mir mit dem, was du kannst oder aber nicht. Weil ich bin, wie ich bin.

Und du, wie du bist, bist du der rechte Helfer.

Weißt du, wobei ich ihr helfe?

Ich frage sie, was sie will: Ins Nichtkörperliche zurück oder dableiben im Körperlichen.

Ah, schau nur, sie hat es entschieden!

(Die Ente ist ihr vom Arm gesprungen und geht zurück zum Ufer des Flusses.)

Ich hätte ihr auch beim Sterben geholfen, denn auch darin besteht meine Macht.
Es war ihre Entscheidung…

Mutter Erde ist der Materie gewordene Ausdruck der Mütterlichkeit Gottes.

Andreas, du musst Gott nicht als Wort verneinen.

Aber du hast ganz recht: Wer heute Gott sagt, sagt selten Wahres.

Gott ist was? Alles!

Alles ist in ihm…
Das heißt: Es gibt einfach gar nichts, dass nicht Teile seines Selbstes berührt.

Alles ist aus Gott…

Alles natürlich ist aus Gott!
Dann kennt Gott, wer versteht, dass Gott kein entweder / oder sein kann.

Dann ist Gott mütterlich und väterlich, weiblich und männlich, hell und dunkel…

ALLES.

Wer Gott so wahrnimmt, begreift, dass es völlig sinnlos ist, ihn beschreiben zu wollen.

In der Geschichte von Moses steht, dass er Gott im brennenden Dornbusch erkannte.
Und er fragte ihn, welche Art Gott er denn sei? (Moses kannte ja viele Götter der Ägypter.)

Und Gott antwortete: „ICH BIN der, der ich dir sein werde“ ist mein Name!

Andreas, Mutter Erde ist Gott und du hast Kontakt zu ihr, weil du auch aus ihm bist.
Dich spricht dieser Teil von Gottes Sein sehr an, weil sie alles ist und zeigt, was dir und deinem tiefsten Herzen ganz und gar wahr ist.

Du SPÜRST sie und das ist es, was du brauchst.
Nicht mehr…

Aber, lieber Andreas: Versuch, dieses Gespür weniger beurteilen zu wollen, ob es auch WIRKLICH wahr ist…
Es muss doch wirklich sein, sonst würdest du es doch nicht spüren im Herzen, was sie dir mitteilt.

So einfach soll das sein?
Ja, so einfach!
Einfach, Andreas, bedeutet aber nicht leicht!

Das ist es, was dich kümmern muss: Was es ist, dass es dir schwer macht, zu glauben, was du spürst!
Du findest das, mein lieber Freund.
Es sind Täuschungen, die man dir beigebracht hat, nichts weiter als alte Täuschungen.

Eine Täuschung verliert an Wirkung, sobald man sie erkennt.

Uta: Andreas schreibt, dass er in seinem Herzen spürt, dass ihm sein Schutzengel noch viel eröffnen will…

Gertrudis lachend: Oh ja, das will er!
Das hier ist erst der Anfang, Andreas!

Uta: Er bittet, dass du ihm die Eingabe der richtigen Gebete sendest.

Gertrudis: Ich habe dir jetzt gesagt, worum es geht, Andreas.

Krankheit kommt durch Kränkung der Seele!
Das hast du jetzt verstanden.

Aber darüber hinaus gibt es sehr, sehr viele Krankheiten, die mit eurer Welt zu tun haben, mit den Werten des ganzen menschlichen Kollektivs…

Da kannst du nicht viel tun.
Aber auch wenn nicht jede Erkrankung weichen kann, wenn der Einzelne verwoben ist darin, dann muss doch Wahres gesagt werden.

Und eine Wahrheit gilt immer: Gott hasst es, wenn Leiden erzwungen wird!

Er ist IMMER auf der Seite der Opfer und er ist immer bereit, zumindest Linderung zu spenden.

Uta: Er bittet von Herzen, noch freier werden zu können, um den Menschen ein besserer Vermittler sein zu können.

Gertrudis: Andreas, alles, was du verbessern solltest, ist die Erwartung von Erfolg.

Ein Vermittler bietet an, zu nehmen, was es zu nehmen gibt.
Ob es genommen wird, ist nicht seine Aufgabe, zu wirken.

Sieh mal, schau mal hin: Wenn es ein kleines Kätzchen fertigbringt, einen Mann wie Stein weich werden zu lassen, wie solltest du nicht der Richtige sein, um zu helfen, wo Hilfe möglich ist?

Glaubst du, es liegt an deinem richtig oder falsch MACHEN?

Nein, das war einmal in der Schule so, da hast du die Rechenaufgaben richtig oder falsch gemacht…

Aber wir sprechen vom lebendigem Sein, wir sprechen vom Leben!

Da gibt es so etwas nicht von Natur aus.

Da gibt es den Heiler und den Weisen und zu ihm finden genau diejenigen, die sein Angebot aufgrund ihres Seelenzustandes annehmen können.

Ob sie es tun, wird ihre Seele entscheiden und nicht dein Können.

Na ja, wer es so sieht, verliert vielleicht seinen Stolz…

Schließlich sieht er, dass er nicht die Ursache der Heilwerdung ist…

Das stimmt auch, das weißt du ja längst.

Du bist Gottes Mitarbeiter, lieber Andreas – oder sagen wir Mitschöpfer, Mitheiler, Mitröster – nicht mehr, nicht weniger.

Gerade so wie die Arnika genau dort wächst, wo Stürze und Überhebung und Zerrung zu erwarten sind für die Menschen, wächst auch mein lieber Andreas genauso und genau dort, wo sich Mensch und Tier und Pflanzen finden, denen er hilfreich ist.

Und zwar so, wie er ist, ganz genauso!

Alles Weitere berührt dich und deine Seele.
Wächst du im Vertrauen, kommst du zu mehr Gelassenheit dir selbst gegenüber, wird auch deine Wirkung weiter reichen…

Auch das ist wie mit der Arnika: Bekommt sie genug Sonne und Wärme und Regen, wird sie noch stärker wirken.

Also geht es nicht darum dich, dein Selbst zu verbessern, sondern nur darum, die Hindernisse aus dem Weg zu räumen, die es dir schwierig machen, zu nehmen, was dir guttut.

Deine Seele braucht Nahrung und die ist da…

Alles, was du dazu beitragen kannst, ist, sie zu nehmen, dir zu erlauben, auch selbst bedürftig zu sein.

Es ist alles bereitet und ich hoffe, dass jetzt ein guter Dialog zwischen dir und mir beginnen kann.

Du bist jetzt müde, Uta, gell?

Uta: Ja, sehr!
Aber da ist noch das mit den Füßen des Schwiegersohnes, ob er helfen kann?

Gertrudis: Ja, mein Lieber, aber ob er von dir Hilfe annehmen kann?
Lies noch einmal, was ich dir gesagt habe.
Richte dein Gebet darauf aus.

Uta: Da sind Zeichen auf der Rückseite, ich verstehe sie nicht…

Gertrudis: Sag ihm: Liebe ist so viel in ihm, darum muss er sich nicht Sorgen. Nehmen muss er aber auch, und zwar frohen Herzens wie ein Kind.

Sag ihm, was sein wird, wird sein, sobald Dinge reif sind zum Sein.

Das ist alles.

Uta: Dann danke ich Dir und verabschiede mich!

Gertrudis: Wir danken dir!

Und dir, lieber Andreas, danke ich, dass ich dein Engel sein darf!