Elia – Wo das Herz warm wird, dort liegt auch der Schwerpunkt der medialen Begabung.

Wo das Herz warm wird,
wo Mitgefühl eine tiefe Rolle spielt,
dort liegt auch der Schwerpunkt der Begabung!

Warum ist das so?
Du hast gelernt,
dass es darum geht,
dass eine Kompatibilität entsteht zwischen den Seelen,
dass eine Passung da sein muss.
Was macht die Passung aus?
Das Fehlen von Ängsten! 
Du hast im Zugang zu Tieren keine Ängste!

Elia

Zu Gast ist Karin.

Deine nächste Frage bitte.

K: Ja, lieber Elia.
Uta hat mir jetzt gerade eben die allerersten
grundsätzlichen Dinge der Medialität versucht, zu vermitteln.
Und ich wüsste gerne einmal,
in welche Richtung ich meine Medialität ausüben darf.

Laonis hatte mir ja schon einmal in einem Reading
die Möglichkeit der Tierkommunikation vorgeschlagen,
Uta vielleicht einmal das Studium der Jenseitsforschung
und vielleicht die damit verbundene schriftstellerische Tätigkeit.
Aber vielleicht geht’s auch in eine ganz andere Richtung
und auch sicherlich noch nicht im Moment.
Aber ich wüsste das gerne einmal…

E: Ich werde mich hüten,
Laonis zu widersprechen.
Natürlich die Tierkommunikation!
Natürlich darum, weil du sie im Grunde seit jeher benutzt!

Du spürst in die Tiere hinein
und du verstehst sie viel öfter, als es dir bewusst ist.

Der Zugang zu den Tieren war dir nie
eine reine sachliche Angelegenheit,
sondern stets emotional geprägt,
hatte stets mit Sympathie zu tun.

Sympathie ist eine besondere Form
des einander zugewandten Kommunizierens.

Hier siehst du, dass es ein natürlicher Prozess ist,
in seine mediale Gabe zu gelangen.
Wer medial veranlagt ist,
hat genau wie ein Musiker Neigungen,
auch Abneigungen.
Er hat genau wie ein Musiker
einen Schwerpunkt der Begabung.

Nur sehr wenige – ebenfalls wie Musiker –
sind in der Lage, alle Bereiche gleichwertig abzudecken, ja?

K: Hm.

E: Wo das Herz warm wird,
wo Mitgefühl eine tiefe Rolle spielt,
dort liegt auch der Schwerpunkt der Begabung!

Warum ist das so?
Du hast gelernt, dass es darum geht,
dass eine Kompatibilität entsteht zwischen den Seelen.
Dass eine Passung da sein muss.
Was macht die Passung aus?
Das Fehlen von Ängsten.
Du hast im Zugang zu Tieren keine Ängste.

Anders sieht es im Zugang zu Menschen aus.
Dort sind bei allem Mitgefühl immer auch Ängste bei dir dabei.
Nun macht es keinen Sinn,
sich anders zu sehen.
Sondern es macht Sinn,
das Wertvolle zu erkennen!
Und das Wertvolle ist dir die Zuwendung zum Tier.

Freilich ist das Tier nicht außerhalb des Gefüges
mit den Menschen zu betrachten.
Aber die Sympathie, das Mitgefühl,
das Einfühlungsvermögen zum Tier hin
in seiner Funktion als Bruder des Menschen,
das ist dir stets ein wichtiges
– auch emotionales – Anliegen gewesen,
nicht wahr?

K: Hm.

E: Also ist die Tierkommunikation für dich eine Möglichkeit,
deine Begabung einmal Anderen zukommen zu lassen.
Ob du dies tun möchtest,
das ist eine andere Frage.

Ob du dies tun kannst,
ist natürlich für dich die vorrangigste Frage.
Ich darf dir keine Zukunftsprognose stellen,
ich kann dir aber sagen:

Es wird davon abhängen,
inwieweit du in der Lage bist,
über deine Fähigkeit zum Mitgefühl
deine persönliche Verstrickung
in deine körperliche Situation zu vergessen.

Erinnerst du dich an Mutter Theresa?
Erinnerst du dich an ihre Bilder
des von Gicht gekrümmten Körpers?

K: Hm.

E: Und dennoch ging sie ihrem Mitgefühl nach.
Es waren weniger die Dinge, die sie sagte,
als vielmehr die Dinge,
die sie überwand, die sie zu einer Frau gemacht hat,
die als heilig unter den Menschen angesehen war.

Es ist weniger das, was wir tun,
sondern es ist mehr die Bereitschaft,
unser Kreuz zu tragen und zu vergessen,
was uns besonders wert ist.

Es liegt keine Not vor, dass du es machen musst.
Es gibt niemand – auch nicht bei uns –
der dies dir abverlangen würde.
Es ist nicht Mittelpunkt deines Lebensplanes.
Aber es kann, wenn du es wahrhaft in dir spürst,
eine Bereicherung sein.

Was deine schriftstellerischen Qualitäten angeht
und deine wissenschaftlichen Interessen,
so mag auch dies für dich sehr interessant sein.
Für dich!

Hier möchte ich dir Lust machen,
deinen Lehrer Laonis auch Lehrer sein zu lassen.

Ich möchte dir die Lust zurückbringen,
neue Dinge zu erfahren.

Ich möchte dir dein ursprünglich angeborenes Vergnügen daran,
neue Perspektiven zu ergründen,
wieder in den Mittelpunkt deines Interesses bringen.

Die Frage wird sein:
Was wird dir wichtiger sein?
Ich persönlich bin der Auffassung,
dass jeder Mensch viele Wichtigkeiten haben sollte.
Eben keine Priorität eins,
Priorität zwei oder
Priorität drei!

Viele Dinge, die nebeneinander in einem Leben Platz haben,
machen es reich und freudig.
Die Wertung hingegen bringt oft
eine geistige Verarmung mit sich.

Du bist ein vielseitig interessierter Geist,
warst es immer
und wirst es immer sein wollen.

Aber du bist in einer Welt von Menschen,
die die Einseitigkeit proklamieren.
Wer von jedem nur ein bisschen weiß, weiß nichts.
Überall braucht es Experten.

Das ist eine bedauerliche Entwicklung,
denn viele Einzel-Experten sind nicht mehr in der Lage,
Zusammenhänge und Durch-Webungen zu erkennen.

Und deshalb fordere ich dich auf:
begrüße deine Vielseitigkeit!

Du bist ein vielseitiger Geist und es wird Zeit,
dass du Frieden damit machst.
Und, liebe Karin: Was wann wichtig ist,
das darfst nur du entscheiden.

Deine nächste Frage bitte.

K: Danke, Elia.
Das hat mir Mut gemacht.

Ja, dann bleib ich noch bei diesem Einstieg,
auch wieder auf Laonis zurückzugehen.
Auch darüber haben wir gesprochen: auf das Fokussieren.
Und wir sind vorhin dazu gekommen,
dass möglicherweise die Musik ein Weg ist,
zu Laonis zu kommen.
Denn er hatte irgendwann einmal gesagt:
„Wie wäre es, wenn du mein Lied aufschreibst?“
Ist das ein Weg,
mich spontan auf Laonis zu fokussieren?

E: Ja, ja!

K: Aber wie kann er das gemeint haben: 
sein Lied aufzuschreiben?
Es fällt mir sehr schwer, mir das vorzustellen.

E: Aufschreiben ist die Vokabel, die Uta benutzt hat.
Statt aufschreiben hätte sie auch „Wahrnehmen“ sagen können.

Jeder Geist hat sein bestimmtes Signum,
seine bestimmte Unverwechselbarkeit,
seine spezielle, nicht verwechselbare Energie ganz genau so,
wie ein bestimmtes Musikstück letztlich unverwechselbar ist.

Laonis’ Lied wirst du finden,
indem du ihn dort spürst.
Während du es hörst, wirst du fühlen:
„Jetzt ist er mir nah“.
Und so mag dieses Lied die Anfangsmelodie
einer nicht enden wollenden Geschichte sein.

Suche es dir selbst! 
Lauf nicht davon, wenn du weinst!
Denn wenn jemand deine Tränen erträgt, dann er.

Hast du noch eine Frage dazu?

K: Dazu nicht, aber ich habe noch andere Fragen.
Aber das verstehe ich jetzt etwas besser.
Ich kann mir unter dem Aufschreiben
so schlecht etwas vorstellen.
Also ich verstehe das jetzt so,
dass ich irgendwann eine Musik wahrnehme,
die mich ganz tief berührt…

E: Diese Musik gibt es schon,
du musst sie nur finden.

K: Ich muss sie finden
und in dem Moment Laonis ganz nah spüren,
so verstehe ich es jetzt.

E: Ja, er wird sich melden.
Dann habt ihr so etwas wie eine Film-Melodie, ja?

K: Gut, jetzt habe ich es verstanden.