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Du BIST dein Körper, deine Seele drückt sich durch ihn aus.

Du BIST dein Körper, deine Seele drückt sich durch ihn aus.

Bist du im Frieden, ist er GUT GENUG!
Du suchst gute Gesundheit?
Dann suche die Liebe zu dir.
Und wenn es dafür nicht reicht, wenigstens Akzeptanz.
Und wenn es dazu nicht reicht, wenigstens Solidarität.
Sei freundlich mit dir!
Das lässt gesunden.
Sei freundlich mit dem Leben, das lässt gesunden.
Und sei freundlich mit deiner Körperlichkeit, das lässt gesunden.
ABER!

Bedenke: In einer nicht perfekten Welt gibt es Krankheiten,
so ist das nun einmal.

Die sind aber nicht ALLES, die sind nur AUCH DA.
Im Frieden damit sein, was dem Körper gerade möglich ist
und ihn lieb haben.
Das ist der beste Weg,
dass dieser Körper sein Potenzial an Gutem auch nutzen kann.

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Sigrid zu verbinden.

Ich stehe in einer parkartigen Landschaft, wunderschöne alte Bäume, weite Rasenflächen, eine Brücke, die über einen kleinen Fluss führt.

Alles wirkt wie eine perfekte natürliche Anlage.
Und doch erkennt man, dass dieser Park von Menschenhand gestaltet ist.

Seltsamerweise steht mitten in dem weitläufigen Gelände eine alte Dampflokomotive, knallrot lackiert. Dennoch stört sie nicht den Gesamteindruck…

Phil: Hm, ja, da ist dem Landschaftsgärtner das innere Kind durchgegangen.

Uta: Ach, Phil, ich hab dich gar nicht bemerkt, schön, dass du da bist.

Phil: Ja, ja, allerdings nicht schön, dass ich mit einer erkrankten Uta zu kommunizieren habe.
Nur ein Infekt?

Ja, Sigrid, DAS kennst du, nicht wahr?

Diese unweise Einstellung von Uta, die verstehst du gut.

Ach, so schlimm ist das nicht …
Ach, das geht schon noch.
Hm…

Sigrid, kennt ihr auch nur ein einziges Kind, ein einziges Tier, das, wenn es krank ist, sich nicht zurückzieht?

Dass sich in eine Ecke oder Höhle kuschelt und wartet, bis die Kräfte wiederkehren?

Nein, kennt ihr nicht!

Warum nicht?

Weil es wider die Natur ist, meine Damen!

Uta, hast du bemerkt, dass ich nur zögerlich kam?

Uta: Ja… (Ich laufe gerade innerlich rot an).

Phil: Für mich auch äußerlich(lacht).

Aber ich will weder dich noch Sigrid schimpfen.

Denn wenn ihr euch so hinein gebt in eure Pflichten, dann nicht, um euch Ruhm und Beifall einzufahren, nein.

Nein, eure Motivation für diese Art von Schöpfungswidrigkeit – denn nichts anderes ist es – eure tiefe Motivation ist Liebe.

Ihr liebt so sehr, dass ihr niemanden in Stich lassen wollt.

Ja, darum kein Wort des Tadels von mir.

Liebe ist gut.
Eine Liebe, die den anderen in seiner Bedürfnishaftigkeit begreift, ist sehr gut.

Aber!

Ja, na klar gibt es ein „Aber“.

NICHT gegen die eigenen Bedürfnisse.

Die seid ihr verpflichtet, zu achten.

Sigrid, ich wäre gar nicht zur Uta gekommen heute.

Sie hat eine Angina und meint, wenn sie Schmerztabletten nimmt, dann schafft sie dein Reading dennoch…

Das wird sie auch, aber nicht heute!

Uta: WAS?!

Phil lachend und kopfschüttelnd: Nein, nicht heute!

Du bist bald wieder gesund und dann komme ich wieder.

Aber ich erlaube mir, die Gunst der Stunde zu nutzen, um meiner Sigrid zu zeigen, wie wir Guides NICHT sind!

Wir sind NIE! bereit, eure Bedürfnisse – seien es körperliche, psychische oder seelische – weniger wichtig zu nehmen, als irgendetwas anderes im Leben.

Ausnahmslos sind wir da, um euer DASEIN im Leben in der Inkarnation zu fördern.

Wir fahren niemals mit euch auf dem Reservetank, weil das der Schöpfungsordnung widerspricht.

Zutiefst!

In der Schöpfung hat alles seine Zeit und alles seinen Sinn.

Wir sehen die Zeiten der Stärke und die Zeiten der Schwäche gleichermaßen als wertvoll an.

In Zeiten der Stärke ermutigen und ermuntern wir euch, zu wirken mit eurer Kraft in der Schöpfung.

In der Schwäche aber ermutigen die Guides der anderen, die gerade stark sind, zu wirken, euch zu helfen und zu unterstützen.

Denn was ist das Ziel ALLER?

Dass ihr ein Bewusstsein dafür bekommt, wie alles miteinander verbunden und verknüpft ist.

Heute ist nicht die Zeit, Uta, deine Restkraft mir zu schenken.

Heute ist Zeit, dich zu pflegen und zu ruhen, damit du rasch wieder gesund wirst.

Dazu haben Kräuter ihre Kraft für dich verschenkt, dazu haben Früchte Vitamin C entwickelt.

Es ist alles miteinander verknüpft, ohne Planwirtschaft funktioniert alles zum gegenseitigen Wohl.

Nur ihr Menschen, ihr meint jeder für sich, dass er diese Unterstützungen der Schöpfung nicht braucht.

Oder erst dann, wenn es ganz, ganz schlimm ist?

Also ruh dich aus, Uta!

Und du, geliebte Freundin Sarah, nimm dies als Beginn unseres neuen Readings.

Das Geheimnis der Lokomotive werde ich dir noch enthüllen und dieses Reading wird ganz sicher genau zur rechten Zeit zu dir kommen.

Der Mensch ist so erzogen, zu glauben, dass er die Zeit nutzen muss.

Die Wahrheit ist: Die Zeit gehört nicht in euren Einflussbereich.

Die Reife müsst ihr nutzen lernen, die Rhythmen eures Lebens.
Und dann wird alles seine gute Zeit haben.

Bis bald, mein Liebling!

Bis demnächst, liebe Uta!

(Eine Woche später nach überstandener Angina.)

Phil ist sofort da, er setzt sich gemütlich in einen Ohrensessel (den hat er aus seiner Welt mitgebracht) und dreht einen kleinen Bergkristall in seinen Händen…

Uta: Grüß dich, Phil….

Phil: Hallo! Na? Topfit?

Uta: Hm, hm…

Phil: Ah, hmm… tja.

Nun gut…
Was ist ein „hm“ -Zustand?

Das ist, wenn die Dinge so leidlich gehen, aber es ist nicht großartig.

Es ist der Zustand, in dem Perfektion nicht erreicht ist, aber auch nicht so desolat, dass gar nichts geht.

Das ist der „Hm-geht-so“ Zustand.

Es gibt Milliarden Menschen, die dauerhaft in diesem Zustand sind.

Wirklich jeden Tag, jede Stunde, ihr ganzes Leben lang.
Nichts, einfach gar nichts in ihrem Leben gibt ihnen auch nur einen einzigen Moment lang das Gefühl, dass gerade alles ganz! Perfekt ist.

Woran liegt das nur?

Die meisten – würde ich sie fragen – würden sehr schnell mit Antworten daher kommen.

Die, die Ursache nicht in sich sehen, sondern in den Umständen oder in den Mitmenschen oder auch beides zusammen.

Zu Viele, aber weitaus nicht alle hätten sogar recht.
Wenn Menschen, deren Armut so groß ist, dass sie nichts haben, um auch nur einen einzigen Tag in Umständen zu leben, die der Tatsache, dass sie Gottes Kinder sind, entspricht.

Menschen, die so krank sind, dass sie nicht eine Minute lang sich auf etwas anderes besinnen können als eben ihr körperliches Leid.

Ja, vieles gibt es, dass wirklich einen Menschen berechtigt, zu sagen: Mein Leben ist weit entfernt davon, lebenswert zu sein.

Was daran liegt, dass die Menschen, die als Schöpfungsauftrag haben, diesen Menschen in ihrer Not nachhaltig zu helfen, sich nicht angesprochen fühlen.

Aber von diesen beklagenswert Leidenden einmal abgesehen, erklärt das durchaus nicht, dass es MILLIARDEN – ja die Mehrheit der Menschheit – trifft, was ich die „Krankheit der Unzufriedenheit“ nennen möchte.

Wer unzufrieden ist, ist nicht IM Frieden.

Und das völlig unabhängig von Umständen.

Vom ausgebeuteten Arbeiter in China bis hin zum Milliardär, ob Frau oder Mann, alt oder jung.
Sie sind alle mit dem spirituellen Virus der Unzufriedenheit infiziert.

Jetzt hat natürlich alles in der Schöpfung zwei Seiten.

Es ist durchaus so, dass Unzufriedenheit ein Motor sein kann, Dinge besser und damit im positiven Sinn reif zu machen.

Aber es ist doch die Frage, ob es dann zu dieser generalisierten Unzufriedenheit käme, von der ich spreche.

Nein!

Eine Unzufriedenheit, die sich auf das eine oder andere zu LÖSENDE Problem bezieht, die ist positiv, die ist ein Antrieb zu Verbesserung.

Aber NIE eine allgemeine Friedlosigkeit.

Dieses innere Murren, das keinen Raum lässt, das zu genießen, was trotz aller Widrigkeiten gut und schön und wahr ist.

Ihr Menschen könnt nichts für diesen Virus, er ist nun einmal in der Welt.
Er ist zutiefst destruktiv.

Denn er raubt dem, der daran erkrankt ist, Lebenskraft.

Der Beginn dieser Erkrankung ist, dass ihr viel zu früh und viel zu massiv mit der Forderung der Gesellschaft nach Perfektion konfrontiert werdet.

In einem Alter, in dem euer Verstand noch gar nicht zulässt, zu unterscheiden, ob das, was Erwachsene euch sagen, wahr oder unwahr, richtig oder falsch ist.

Genau in dieser Zeit wird die unheilige Saat für Unzufriedenheit gelegt.

Wenn dein bezauberndes Töchterlein hinfällt und sich ein wenig weh getan hast, was tust du?

Genau das Richtige!

Du nimmst sie in den Arm und dann zeigst du ihr, dass der Schmerz und auch der Schreck verfliegen…

Schau: Weg ist es!

Und dann? Dann zeigst du ihr SCHÖNES!

Eigentlich sagst du ihr damit eine ganz tiefe Wahrheit.
Stimmt, mein Liebling, das ist wirklich unerhört, dass es dir so weh tut.
Ja, ja, aber schau nur!

Da ist gerade jetzt, wo du so weinst, auch etwas, das ist großartig!

Und weil du da ganz natürlich aus der Liebe der Mutter heraus reagierst, lernt sie, das Schmerz NICHT! absolut ist.

Nur leider: Bei dieser Erfahrung bleibt es in der Regel nicht.

Die Mutterliebe wirkt etwas sehr, sehr Wichtiges im Bewusstsein des Kindes.
Nämlich die Möglichkeit, das, was NICHT perfekt ist, NICHT eindeutig Gut ist, zu RELATIVIEREN!

Und ja, das hilft. Erst einmal jedenfalls.

Doch später wird diese tiefe Lebensweisheit, dass alles, was geschieht, relativ ist, in das Gegenteil verkehrt.

Das Kind wird, je älter es wird, um so mehr mit Ansprüchen nach dem ABSOLUTEN konfrontiert.

Ein Tag ist nur noch schön, wenn er von morgens bis abends perfekt war. E

Ein Schüler ist nur noch ein guter Schüler, wenn er in allen Bereichen absolut gute Ergebnisse bringt.

Ein Kleid ist nur perfekt, wenn alle Betrachter es schön finden…

Verstehst du, meine geliebte Sigrid?

In eurer Seele wird die natürliche Wahrheit – dass es Gut und Schlecht gibt, Lachen und Weinen, Erfolg und Niederlage – dass beides zusammengehört im Leben, völlig verdreht.

Es würde zu weit führen, wollte ich dieses sehr große Thema hier noch tiefer mit dir besprechen.

Aber ich muss es ansprechen, Sigrid.

Ähnlich so, wie du es tust, wenn dein Mädchen einen Grund zur Klage hat.

Ich wünschte, ich könnte dich, wenn du weinst oder auch nur kraftlos und traurig bist, wirklich in den Arm nehmen.

Und ich könnte dir sagen: Ja, Schatz, das ist wirklich nicht fair, das ist wirklich empörend, das ist wirklich traurig…

ABER jetzt lass mal deinen Blick darauf und schau mal da: DAS ist schön, nicht wahr? Das ist perfekt!

Aber wie würdest du dann antworten? Hm?

Meistens mit: Ja, hm, hm…

Will sagen: Ja, Phil, das schon, ABER!!!

Stell dir vor, wir könnten alle Themen deines derzeitigen Lebens auf eine Waage legen, die zwei Schalen hat.

Auf die eine Seite würden wir das legen, was du selbst als absolut gut, schön, perfekt bezeichnen würdest.

Und auf die andere das, was nicht so ist: all die „ABERS“.

Ja, Sigrid, siehst du?

Siehst du wie die Schale mit dem, was gut, perfekt und großartig ist, einfach nicht mehr die Kraft hat, nach oben zu kommen?

Nein, das liegt NICHT an dir!

Nicht DU bist falsch, oh nein.

Das liegt am Virus der Unzufriedenheit, der einen Maßstab in euch anlegt, der nicht erfüllbar ist.

Du kannst dem blind folgen diesem Blick auf Perfektion.
Oder du kannst zur Weisheit der Mütterlichkeit zurückfinden, die darin besteht, die Dinge deines Lebens zu relativieren.

Was WIRKLICH nicht zu relativieren ist, das muss tatsächlich angegangen werden.

Nie nur durch dich allein.
Wann immer so etwas da ist, dann brauchst du Unterstützung durch andere, durch mich, durch Gott.

Aber die Kraft, diese Dinge anzugehen, die findest du immer IN DIR, nicht außen.

Diese Kraft liegt darin, zu relativieren.

Mein Leben ist großartig bis auf dieses oder jenes Problem.

Mein Körper ist großartig bis auf dieses und jenes Problem.

Mein Verstand ist großartig bis auf dieses und jenen Problem.

RELATIVIERUNG ist der Schlüssel zum glücklichen Leben, Sigrid.

Der Park, den ich euch zeigte, der war PERFEKT.
Warum?
Weil er die rote Lokomotive hatte, die allen, die sich im Anblick der künstlichen Landschaft verloren haben und meinten, DIES sei WAHRE Natur, sagte: Nein!

Das hier ist nicht die absolute Wahrheit über Natürlichkeit!

Dies ist eine künstliche Harmonie, künstliche Perfektion.

Wäre dies nicht Menschenwille, der es hervorbringt.

Dieser Park ist die umgesetzte Idee davon, was ein Mensch für perfekte Natur hält.

Wäre der Landschaftsarchitekt tatsächlich in die ihm gegeben Aufgabe des MITSCHÖPFERS gegangen, würde dieser Park ganz anders aussehen: Statt eines Rasens gäbe es eine blühende Wiese.

Tatsächlich gäbe es die ohne menschliches Zutun auch nicht, weil schnell Bäume und Strauchwerk alles überwuchern würden.

Auch die schönen alten Bäume gäbe es ohne menschliches Zutun nicht.
Denn sie hätten sich selbst so viel Konkurrenz gemacht, dass es ein undurchdringlicher Urwald geworden wäre.

Ihr Menschen mit eurer Sehnsucht nach Perfektion seid also durchaus Teil der Natur.

ABER! Es ist ein schmaler Grat, den ihr zu gehen habt zwischen der ABSOLUTEN Haltung zur relativierenden.

Ich könnte auch sagen: Überlege gut, WANN dir gut „GUT GENUG“ ist, um dich darüber zu erfreuen.

Es gibt gar keine allgemeinen Richtlinien!
Jedes Leben hat seinen individuellen Rahmen, innerhalb dessen das GUTE gewirkt werden kann.

MEHR ist nicht drin.

Ich bin ein glücklicher Guide, weil ich dich wirklich nicht ermutigen muss, von anderen keine Perfektion zu erwarten.

Ich muss dich auch nicht ermutigen, von deinen Lebensumständen nicht die absolute Perfektion zu erwarten.

Diese unsinnigen Ansprüche ans Leben hast du schon vor etlichen Inkarnationen relativiert.

ABER!
Ja, es gibt ein „Aber“.

Ich möchte dich ermutigen, an dich selbst keine Absolutheitsansprüche zu stellen.

Sondern dich, dein Leistungsvermögen, deine Belastbarkeit usw., ach, einfach ALLES, was dich ausmacht, endlich zu relativieren!

Das weitaus Meiste ist großartig, aber nicht ALLES!

Und das ist gut genug.

Es ist gut genug für mich, um mich jeden Tag an dir zu freuen.

Es ist gut genug, um Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit an dir zu freuen…

Und dir nicht?

Ja, da steckt er der Virus der Absolutheitsforderung.

Der Virus weicht, indem du auf das, was gut ist  – und sei es nur vorübergehend und sei es auch nur etwas Unbedeutendes – in Freude AUCH annimmst.

Liebes, du hast gelernt, weil man es wollte, dass du es lernst:

Mit hoher Aufmerksamkeit auf das Unvollkommene zu achten in dir und dich immer weiter und weiter zu verbessern.

Du hattest zu lernen, dass du Angst davor haben sollst, NICHT perfekt RICHTIGES zu bewirken.

Dafür kannst du nichts.

Aber jetzt ist es Zeit, deinen viel zu eingeschränkten Betrachtungswinkel zu erweitern und auch das aufzunehmen, was wirklich gut ist an dir.

Egal, wie BEDEUTEND es sei, es ist gut!

Du darfst dich freuen.

Sich freuen dürfen, ohne es „verdient“ zu haben, DAS ist gut, das ist gesund und das gibt Kraft.

Ich spreche nicht von blindem Positivismus.
Das ist ja närrisch und nur die gegenteilige Verdrehung der Tatsachen.

Unperfekt ist dennoch gut!

Das ist wohin ich dich zu gehen ermuntern möchte.

Uta: Vielen Dank, Phil…

Darf ich dir jetzt ihre Fragen stellen?

Phil: Ja, natürlich.

Uta: Sigrid schreibt: Lieber Phil,

Ich bin so froh, endlich wieder ein Reading mit dir machen zu können, und freue mich sehr darauf.

Hier meine Fragen an dich.

Phil: Ich freue mich auch, mein Lieb.

Sigrid: Lieber Phil, möchtest du mir irgendwas sagen?

Phil lachend: Jaaaa und das habe ich nun getan!

Sigrid: Sind meine Omas und Opa’s auch da? Möchten sie etwas sagen?

Phil: Ja, natürlich sind sie im Licht.

Ich denke, die würden sehr gerne etwas sagen.

Aber das würde hier den Rahmen von Utas Belastbarkeit sprengen, Sigrid.

So kann ich nur sagen: Sie wünschen dir aus tiefster Seele in glückliches Leben.

Sigrid: Wie heißt der Schutzengel meiner Tochter Lena?

Phil: Sophia!

Sigrid: Darf er etwas sagen?

Was hat Lena für Aufgaben in dieser Inkarnation?

Phil: Das wirst du schon noch zu hören bekommen, aber nicht durch mich (lächelt).

Sigrid: Warum rebelliert Lena so gegen mich?

Phil lächelnd: Oh, sie rebelliert, aber nicht grundsätzlich gegen dich.

Sie schmust auch mit dir und hat dich sehr lieb.
Aber diese Rebellion, die gibt es auch.

Sigrid, mein Liebling, das ist Lenas „Job“!

Das muss sie, um zu lernen, dass es Grenzen gibt und dass sie es „überlebt“, dass es die gibt.

Mit wem – wenn nicht mit dir – sollte sie das ausprobieren?

Sigrid: Gehe ich gut mit ihr um?

Ich gerate häufig an meine Grenzen, was kann ich besser machen?

Phil: Das Einzige, was du besser machen kannst, ist, ihre kleinen oder großen Ausraster nicht persönlich zu nehmen, sondern aus einer Art pädagogischer Sicht zu betrachten.

Ohne! An dich Perfektions-Ansprüche zu stellen.

Auch Lena hat zu lernen – wie alle anderen werdenden Erwachsenen auch.

Jede URSACHE, die ich setze, hat eine WIRKUNG!

Im Zusammenleben mit einem Kind kann man nicht auf Dauer täuschen.

Das lassen sie gar nicht zu!
Sie machen ihre Experimente solange, bis die Wahrheit da ist.

So lernt sie von dir und du von ihr.

Du lernst von ihr etwas sehr Wichtiges: Nämlich, dass deine Belastbarkeit und Geduld Grenzen hat. Gleichzeitig lernt sie, dass diese Grenzen des anderen zu akzeptieren sind.

Gleichzeitig bereitet dein Verhalten sie darauf vor, wie sie selbst, wenn sie erwachsen ist, mit ihren Grenzen und kleinen wie großen Grenzüberschreitern umzugehen hat.

Merkst du, Sigrid, wie sehr sich die Dinge ändern, sobald der Perfektions-Blickwinkel verlassen wird?

Plötzlich ist es GUT.

Sigrid: Liege ich mit meiner Empfindung richtig, dass meine Mutter die Andrea der Lena vorzieht?

Wie gehe ich damit um?

Phil: Gelassen! Damit könntest du gelassen umgehen.
Denn es ist nicht DEINE Aufgabe, daran etwas zu ändern.
Das ist die Beziehung zwischen der Oma und der Enkelin.
Lass daraus keinen Kampf UM Lena werden!

Das solltest du in jedem Fall vermeiden, denn den gibt es nicht.

In Lenas Welt bist DU! die wichtigste Person der Welt.

Sigrid: Ich möchte Lena negative Erfahrungen diesbezüglich ersparen, da ich es selbst als Kind erlebt habe.

Phil: Hm…

Vielleicht möchtest du etwas „gut machen“, das aber nicht mehr gut zu machen ist?

Es ist doch VORBEI!

Du überträgst Vergangenes auf Heute und das nimmt dir den Blick für die Realität.

Lena ist Lena und sie ist JETZT die Enkelin deiner Mutter und die ist NICHT deine Oma …

Sigrid: Wo liegt mein / unser Fleckchen Erde, an dem ich Gutes tun kann und Lena glücklich und in Frieden aufwachsen kann: Hier bleiben oder gehen?

Hessen? Thüringen?

Phil: Diese Entscheidung ist gar nicht so relevant, wie du denkst, liebe Sigrid.

Lena wird ihre Lebensthemen überall erreichen.

Ganz sicher.

Dass sie das tut, dafür bist du gar nicht verantwortlich!

Aber du bist MITBETEILIGT, MITSCHÖPFER, aber wirklich nicht mehr als dies.

Wie sehr Lena „glücklich und zufrieden leben lernt“, hängt nicht so sehr vom Ort ab, als davon, ob sie von dir glücklich sein lernen kann!

Kann sie?

Sigrid, da ist deine Baustelle!

Da ist in deinem Potenzial die Fähigkeit, zu Glück und Frieden zu finden, noch viel mehr drin.

Aber NUR!

Wenn du lernst, die Erwartungen an dich, deinen in dir liegenden Möglichkeiten und den Umständen, die durch dich unveränderbar sind, mit Relativierung zu begegnen.

Anders ausgedrückt: Es kommt ganz drauf an, ob sie von dir lernen darf.

Dass GUT gut genug ist, um sich freuen zu können.

Ob sie von dir lernen darf, dass du dir deine Freude und deinen Frieden nicht rauben lässt, wenn die Dinge nicht immer so laufen, wie du es dir wünscht.

Sigrid: Ist mein Körper gesund? Muss ich mir Sorgen machen? Was kann ich verbessern?

Phil: Sigrid, du BIST dein Körper, deine Seele drückt sich durch ihn aus.

Bist du im Frieden, ist er GUT GENUG!

Du suchst gute Gesundheit?
Dann suche die Liebe zu dir.
Und wenn es dafür nicht reicht, wenigstens Akzeptanz.
Und wenn es dazu nicht reicht, wenigstens Solidarität. Sei freundlich mit dir!

Das lässt gesunden.

Sei freundlich mit dem Leben, das lässt gesunden.

Sei freundlich mit deiner Körperlichkeit, das lässt gesunden.

ABER!

Bedenke: In einer nicht perfekten Welt gibt es Krankheiten, so ist das nun einmal.

Die sind aber nicht ALLES, die sind nur AUCH DA.

Im Frieden damit sein, was dem Körper gerade möglich ist und ihn lieb haben.

Das ist der beste Weg, dass dieser Körper sein Potenzial an Gutem auch nutzen kann.

Sigrid: Mein lieber Phil, ich danke dir vielmals für deine liebevollen Worte, ich bin unendlich dankbar, dich als Schutzengel zu haben.

Phil: Ich hab dich auch sehr, sehr lieb.

Nein, ich bin sogar total verliebt in dich!

Damit möchte ich dich „anstecken“, dass du dich lieb hast.

Dass du Frieden hast mit dem, was IST.

Dass du die Kraft hast, zu ändern, was zu ändern ist, klar, natürlich.

Aber auch die Weisheit, anzunehmen, was sich nicht, nicht mehr oder vorerst nicht ändern lässt.

Dein Phil!

Ich habe dich sehr lieb.