Betrachter

Viele, viele Menschen haben den INNEREN Betrachter verloren.

Viele, viele Menschen haben den INNEREN Betrachter verloren.
Nicht freiwillig, aber nein.
Sondern weil sie sich der Betrachtung der Allgemeinheit anschließen, beziehungsweise deren Urteil.

Wie ich höre, hast du in diesem Jahr Schwierigkeiten gehabt, hast dich allein gefühlt mit deiner Betrachtung dessen, was ist?

Uta: Du meinst bezogen auf die Dürre?

Anna: Ja? Bitte erzähle es meiner Liebsten!

Uta: Ach ja: Dieser unendliche Sommer, diese Sonne,
die Tag für Tag von Mitte April bis September hier schien…

Das war mir nicht schön im Gegensatz zu meinen Mitmenschen.

Nicht alle, aber die Meisten waren begeistert.

Anna: Du nicht!?

Uta: Nein…

Anna: Warum? Weil du Sonne nicht magst?

Uta: Doch, natürlich liebe ich sonnige Tage,
aber es waren zu viele davon.

Ich fühle doch die Pflanzen, die Flüsse, die Bäche als Wesen…

Für mich waren das Monate,
die durchzogen waren von einer großen Sterbensenergie…

Ich bitte meinen Guide, mich mit Anna, der Guidin von Melanie zu verbindenden.

Melanie bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe oberhalb eines Stausees. Um mich herum eine goldbelaubte, herbstliche Waldregion, rechts von mir eine Art Straße, die über den Staudamm führt.

Es ist still, ich höre die herabfallenden Blätter einer Buche hinter mir.

Kein Windhauch geht, keine Wolke, die den strahlend blauen Himmel bewölkt. Es könnte ein schöner Anblick sein, aber der Blick hinab in den See lässt wenig Freude aufkommen.

Dort unten, wo ein kristallklarer See zu erwarten wäre, wächst auf weiter Fläche eine wirre Vegetation. Nur noch eine Art Bach mitten im See führt Wasser.

Ansonsten nichts als Schlamm, Erstbewuchs, jede Menge Zivilisationsmüll, alte Räder, sogar ein verrostetes Auto…

Und es stinkt! Der Geruch, der von dort unten aufsteigt, ist modrig, faulig …

Pah…

Anna: Ja… Dürre, so ist das Uta.

Wenn das Wasser nicht fließt, dann fängt der Unrat der Vergangenheit an, zu stinken…

Hm…

Ach komm, wir wollen hier nicht länger verweilen.

Ich wollte das hier nur meiner Melanie zeigen, damit sie versteht, was ich meine, wenn ich sage:

Es ist dem Menschen nicht gut, seine Seele „trocken“ zu legen.

Anna ändert das Umfeld.

Statt des unangenehmen Ortes sitzen wir jetzt auf einer Art Dachterrasse.

Sie ist sehr klein, es passen gerade ein Tisch und zwei Stühle her.

Aber der Blick über die Dächer der Häuser hin zu den bewaldeten Hügel in der Ferne entschädigt diese Enge allemal.

Anna hat den Tisch so schön gedeckt.

In der Mitte ein Sträußchen Kornblumen in einem ausrangierten Senfglas statt einer Vase, zwei einfache, aber nett bedruckte große Tassen, eine Kanne Kaffee in der Mitte.

Anna: Zu dürftig?

Uta: Nein! Gemütlich!

Anna: Ja (strahlt). Genau!

Siehst du? So wenig kann Schönheit machen.

Die Vase? Ach was, die fehlt gar nicht, wenn doch blaue Kornblumen die Seele erfreuen.

Das elegante Service?
Na ja, Hauptsache der Kaffee schmeckt und ist reichlich da!

Schöne Dinge sind schön.
Aber ja, wir wollen all die Meister ehren, die Schönheit in der Welt erschaffen, sicher.

Aber Schönheit ist vielfältig: Sie ist oft so verborgen, dass sie der oberflächlichen Betrachtung entgeht.

Uta: Man sagt: Schönheit liegt im Auge des Betrachters?

Anna: Ja, auch Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Alles, alles wirklich Wichtige liegt im Auge des Betrachters.

Es geht nicht darum, was äußerlich ist, sondern was innerlich in Resonanz mit dem geht, was wir betrachten.

Viele, viele Menschen haben den INNEREN Betrachter verloren.
Nicht freiwillig, aber nein.

Sondern weil sie sich der Betrachtung der Allgemeinheit anschließen, beziehungsweise deren Urteil.

Wie ich höre, hast du in diesem Jahr Schwierigkeiten gehabt, hast dich allein gefühlt mit deiner Betrachtung dessen, was ist?

Uta: Du meinst bezogen auf die Dürre?

Anna: Ja? Bitte erzähle es meiner Liebsten!

Uta: Ach ja: Dieser unendliche Sommer, diese Sonne, die Tag für Tag von Mitte April bis vor einer Woche hier schien…

Das war mir nicht schön im Gegensatz zu meinen Mitmenschen.

Nicht alle, aber die Meisten waren begeistert.

Anna: Du nicht!?

Uta: Nein…

Anna: Warum? Weil du Sonne nicht magst?

Uta: Doch, natürlich liebe ich sonnige Tage, aber es waren zu viele davon.

Ich fühle doch die Pflanzen, die Flüsse, die Bäche als Wesen…

Für mich waren das Monate, die durchzogen waren von einer großen Sterbensenergie…

Anna: Ja…

Melanie, darum geht es: Es geht um die Regenzeiten deines Lebens.
Es geht um den Wert der Tränenzeiten des Lebens.

„Ich habe NICHT geweint.“

Das kann etwas sein, worauf man stolz sein kann, aber nicht auf Dauer.

Nein, nein, ein Leben, in dem der Seele keine Regenzeit geschenkt ist, ist trocken, ist steril.

Es gehört Mut dazu, liebste Melanie, sich seinem Leben aus einem anderen Betrachtungswinkel zu nähern, als es der Umwelt richtig scheint.

DAMIT, mein Liebling, hast du keine Probleme, aber nein! (Lächelt.)

Anders denken als die Masse ist dir bestens geläufig und darüber wollen wir beide wirklich glücklich sein und durchaus auch ein wenig Stolz.

Ja?

Nein, ich weiß: Stolz magst du nicht sein, aber ich.

Ich habe da gar keine Hemmungen, ich bin stolz auf meine geliebte Melanie.

DENN: Dass du das kannst – anders werten, als es den Erwartungen deiner Gesellschaft entspricht – ist genau die Ursache dafür, dass du in deinem Leben so vielen Menschen Trost und Rat geben konntest.

UND!

Dass du Menschen mit Achtung und Respekt begegnest, die der Mehrheit deiner Mitmenschen nichts gelten.

Das ist das Leuchten der Melanie-Seele.

Im Grunde, Melanie, könntest du zurecht sagen: Ach, damit wollen wir es bewenden lassen. (Lächelnd.)

Allerdings: Dieses sich bewenden lassen und innerlich behaglich zurückzulehnen passt ja gar nicht zu deinem Wesen.

Deine Seele ist doch nicht da, um ihre Zeit zu verbummeln!

Nach dem Motto – da geht noch mehr – sehnst du dich nach weiterem Wachstum.

Und deswegen treffen wir uns beide hier.

Stell dir vor: Du und ich, wir sitzen hier über den Dächern der Stadt und philosophieren.

Bitte, Melanie, das ist nichts Sinnloses, zu philosophieren.

Es muss WIRKLICH nicht alles aus eigenem Erleiden gelernt werden.
Mitfühlende Betrachtung erfüllt da durchaus auch seinen Zweck.

Also, mein Schatz, lass uns doch einmal die Regenzeiten des menschlichen Lebens betrachten.

Ich habe meine Regenzeiten in meinen diversen Leben gehabt.
Du hast sie gehabt und in diesem Leben als Melanie viel mehr, als gut scheint.

Wahre Starkregenfälle sind dir widerfahren, die dir den Boden unter den Füßen wegzuziehen drohten.

Aber ja, ich weiß, ich weiß.

Schlimme Zeiten. Ja…

Du? Hm? Darüber magst du nicht philosophieren?

Wir sollten das aber tun. Wenn du davon nichts angerührt haben magst, dann lies nicht weiter.

Zu neugierig? Gut (lächelt).

Stellen wir uns einen Moment lang vor, dass in deiner Psyche, die NICHT deine Seele ist, dass in dieser Psyche ein riesiges Bücherregal stünde.
In diesem Regal herrscht Ordnung.
Ja, tatsächlich!

Es gibt einen Teil, da stehen alle Melanie-Wissen über das Thema Fleiß, ein anderer Teil über Hingabe, ein anderer Teil über Rechtschaffenheit.
Und ein anderer Teil über Pflichtbewusstsein, ein anderer Teil über Liebe, ein anderer Teil über Verluste, ein anderer Teil über Gewinne.

Und so weiter und so weiter…

Alles, was deine Psyche so an Wissen gesammelt hat, ist bestens geordnet abgespeichert.

Jedes Erleben ein ganzes Buch voller Informationen und Meinungen: die eigene Meinung und die der anderen Menschen.

Eine Wissenssammlung: Hin und wieder – so stellen wir es uns vor – kommt die Seele Melanie und benutzt das dort gesammelte Wissen.

Interessanterweise liest die aber nicht viel, im Gegenteil!
Das Meiste davon findet sie völlig uninteressant.
Sie nimmt so ein Buch, blättert ein wenig darin herum und stellt es wieder in das Regal zurück.

Aber hier und da zieht sie so ein Buch heraus, liest sich fest und hört gar nicht mehr auf, zu lesen.

Und das, obwohl sie aus dem gleichen Regal das Buch gezogen hat, dessen andere Bücher zum gleichen Thema sie seufzend und gelangweilt wieder weggelegt hat.

Was macht wohl den Unterschied aus?

Warum handelt deine Seele so mit deinem erworbenen Wissen der Psyche?

Der Unterschied liegt darin, ob das Buch eine Emotion in ihr macht, ob sie Wahrheit fühlt oder nicht.

Ich sage keinesfalls, dass sie stets RICHTIGES als wahr fühlt.

Manchmal fühlt sie ganz, ganz Verdrehtes als WAHRHEIT.

Da ich eine glückliche Guidin bin, deren anvertrautes Menschenkind aber sehr selbstreflektiert ist, geschieht dies nur selten.

Der Vollständigkeit halber und um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Selbstverständlich „liest“ auch deine Seele Bücher, die ihre „Fühl-falschs“ begründen und bestätigen.

Selten wie gesagt.

Viele sind es nicht mit solchem Inhalt in deiner Bibliothek.

Dem wollen wir uns nicht vertiefend zuwenden.

Es geht mir nur darum, dass du verstehst, dass deiner Seele Wissen allein nicht verwertbar ist.
Ohne das GEFÜHL, dass wahr ist, was dein Ego weiß oder zu wissen glaubt, nimmt sie die diversen Informationen nicht auf.

So ist das einfach bei jedem Menschen.

Und leider – das will ich nicht unerwähnt lassen: Bei den meisten Menschen stehen zu 90% nur Bücher im Regal, die nicht von der Seele verwertet werden können.

Bei dir ist es so viel mehr!
Und das ist der Grund, warum ich mich so über dich freue und warum du eine solche Wirkung deines Seins im Netzwerk der Seelen hast.

Jetzt hast du mich natürlich nicht gebeten, mit dir zu reden, um dich zu beweihräuchern. (Lächelt.)

Sondern weil du spürst: Da geht doch noch was!

Da ist doch noch mehr Entwicklung drin!
Ich habe da so einen Hunger der Seele, das muss doch einen Grund haben!

Ja, hat es, Melanie!
Es gibt da ein Regal, das deine Seele hin und wieder aufsucht.
Sie liest und sie legt jedes Buch wieder weg bis auf eines, das sie nicht mag, weil es sie beunruhigt.

Das Regal hat als Ordnungsschild die Aufschrift
„Umgang mit meinen Leiden“.

Darin sind Bücher mit Titeln wie zum Beispiel „Nimm dich nicht so wichtig“.

Oder „Wie vermeide ich Selbstmitleid“?

Oder „Vom Vermeiden der Trauer oder vom Vermeiden der Wut“.

Hm, hm… ja…

Wann immer deine Seele hier sucht, dann ging dem voraus, dass sie sich irgendwie seltsam leer gefühlt hat.

Irgendwie erschöpft, müde …

Und am Horizont drohten in ihrer Welt dunkle Wolken der Sinnlosigkeit aufzukommen…

Dann zieht es sie zu diesem Regal.

Aber da ist nichts für sie, dass ihr die Leere füllt.

Und in aller Regel wendet sie sich dann dem Regal „Tapferkeit als Lösung“ zu.

Da wollen wir jetzt mal nicht darin lesen.

Es ist sowieso übervoll und jedes Buch dazu so oft gelesen, dass sie schon aus dem Leim gehen.

Geholfen an der temporär aufsteigenden Leere hat das aber nichts wirklich.

Also dann!

Schreiben wir doch mal ein neues Buch zum Thema „Vom Wert der Tränen“.

Schauen wir gemeinsam zurück, liebste Melanie.

Oh, es gab viel Wunderbares in deinem Leben.
Aber ja, aber ja…

Aber eben auch: Leid leiden müssen.

Das Wunderbare zu betrachten im Gestern und Heute, das gibt Kraft, ja natürlich.

Kraft und Zuversicht…

Weil darin so deutlich wird, dass dein Leben Sinn hatte, und hat für dich und für andere.

So gerne liest deine Seele hier!

Aber – puh – sie gerät ins Wanken mit ihrer Zuversicht, wenn sie anfängt, sich mit dem schon erlittenen Leiden auseinanderzusetzen.

Sie sucht und sucht nach dem Sinn, das lässt sie so hungrig sein.

Da in dem Regal ist tatsächlich eine ganze Menge zu lesen, nur:

Sie! hat diese Bücher NICHT geschrieben.

Es sind andere, die da über den Sinn der Tränen geschrieben haben und sie fühlt da NICHTS.

Liebste Melanie, ich weiß, dass du zur Uta fahren wirst.

Und ich weiß, dass du dort deinen Weg zur Erfüllung finden möchtest.
Und dass dieses Reading hier die Vorbereitung sein soll.

Deshalb: Die beste Vorbereitung darauf, sein Dasein, wie es ist, als Erfüllung zu betrachten, ist: Darauf zu schauen, dass die „Starkregenzeiten“ des eigenen Lebens überwunden wurden.

Ja, DAS tust du!

Schon, Melanie, das tust du, aber ohne inneres Mitgefühl für DICH als Leidende.

Du betrachtest alles, dann zuckst du mit den Schultern und sagst dir: Na und? Ich habe es doch überlebt!

Stimmt, hast du, aber du hast viel, viel mehr als das.

Du hast dich WEITERENTWICKELT!

Jedenfalls dann, wenn du dir erlaubt hast, mit Mitgefühl auf dich selbst zu schauen.

Mit Mitgefühl, Liebe, Respekt und…

Doch, doch, auch mit Tränen: erlösende Tränen.

Wer nicht fühlen darf, weil es ihm verboten wurde, zu empfinden, WIE traurig manche Erfahrungen waren, dem fehlt das, was ihn befähigt, sein Glück, seine sonnigen Zeiten ganz und gar auszukosten.

Und dem fehlt das Vertrauen in die Zukunft.

Was ist ein Stausee?

Na, ein Fruchtbarkeitsspeicher.

Der darf weder austrocknen noch darf er komplett abgesperrt werden.

Wer seinen inneren Stausee, in dem alle Tränen der Seele gespeichert sind, absperrt, der wird erleben, dass es nur wenig braucht an Starkregenzeiten und der Stausee bricht.

Wer seinem Stausee aber gar kein Wasser zuführt, wer sich nicht erlaubt, Trauer zu fühlen und Tränen zu weinen, der erlebt, wie der Gestank des alten Unrats anfängt, zu stinken.

Früher oder später blüht dann nichts mehr.

Es kommt nichts Schönes, Neues mehr.

Es ist Dürre im Land der Seele.

Liebste, schätze deine Traurigkeiten auch wert, bitte!

Das wird dich nicht umhauen, ganz im Gegenteil!

Es wird dir deine Fähigkeit als Seele, Glück auszukosten, erhöhen.

Es wird deine Fähigkeit, Zuversicht und Geborgenheit zu empfinden, erhöhen.

Es bringt dir tausendfache Blüten.

Nun könnte ich natürlich stundenlang weiter mit dir kommunizieren.

Aber ich bin geduldig und ganz erfreut, dass wir das sicher tun werden.

Danke, meine Melanie, dass du mir bis hierhin zugehört hast.

Sei sicher: Ich weiß, dein Maß an Zumutbarem zu schützen.

Uta: Danke, liebe Anna, darf ich dir jetzt Melanies Fragen stellen?

Anna: Ja natürlich

Uta: Melanie schreibt: Geliebte Anna,

seit ich Dich über unsere fähige Uta kennenlernen durfte, bin ich in eine stabile Fröhlichkeit gekommen, die ich so sehr genieße und wofür ich Euch BEIDEN herzlichst danken möchte.

Ein neues Leben hat begonnen.

Ich bitte Dich, mir beim Verstehen der Themen zu helfen.

Anna: Und nun wollen wir weitergehen und diese Fröhlichkeit erhalten.

Obwohl wir rückblickend auf Tränenzeiten sehen: Du wirst sehen, das macht noch tiefer glücklich.

Melanie: Meine Fragen

Verurteilung: Aus Deiner Botschaft: Freude am Erbe Gottes der Menschen zu haben. Ich verurteile noch?

Anna: Liebes, ja, natürlich tust du das noch. Und ob du schon in diesem Leben oder in weiteren davon befreit sein kannst, das ist nicht zu sagen.

Aber immerhin: Es ist wirklich! viel, wenn du ÜBERHAUPT infrage stellst, dass deine Urteile noch nicht ein Ergebnis höchster Vollendung sind.

Worum es geht?

Dass ALLES in Gott ist, aus Gott und zu Gott hin.

Dies in der ganzen Absolutheit zu akzeptieren, ist ein weiter Weg.

Aber jeder Schritt auf diesem Weg ist ein Befreiungsschritt.

Du gehst schon längst darauf zu.

Das Ziel aber – oh, wie wenig lebende Menschen das Ziel schon erreichen!

Es ist einfach noch nicht so weit mit der Menschheit als Kollektiv betrachtet.

Das ist in Ordnung.

Melanie: Emotionen: Ich schraube mich in Emotionen hinein und ziehe damit auch Fremdenergien gleicher Art an.
Richtig verstanden?

Anna: Ja, richtig verstanden!
UND du öffnest dich den Energien von Menschen, die sich „reingeschraubt“ haben…

Beides.

Melanie: Wie kann ich mich erziehen?

Anna: Gedanken MACHEN Gefühle, Melanie.

Es ist überhaupt nicht zu verhindern, dass Gedanken kommen.

Die kommen wie Wolken, die am Himmel ziehen.
Scheinbar aus dem Nichts ziehen sie in das Nichts.

Vorausgesetzt, sie bekommen nicht die Erlaubnis, „hängen“ zu bleiben.

Dieses Hängenbleiben geschieht, indem du zulässt, dass der eine unnütze Gedanke mehr und mehr verknüpft wird.

Mit Erinnerungen, Urteilen, Beweisführungen.

Und Zack! Schon bist du reingeschraubt.

Alle Menschen haben diese Neigung.

Das hat mit der Funktion des ORGANS Gehirn zu tun.

Selbst dass diese Gedanken kommen, hat nur damit zu tun, dass eure Gehirne nicht trainiert sind.

Sondern wie Wildpferde machen dürfen, was sie gerade wollen.

Aber es ist gar kein Kunststück, sie zu disziplinieren.

Es reicht völlig aus, die innere Aufmerksamkeit einer anderen, besseren Sache zuzuwenden.

Und solche Gedanken werden sofort, was sie sind: Wolken, die kommen und auch wieder gehen.

Melanie: Energie: Woher kommt die jahrelange Müdigkeit?

Anna: Von deinem Stausee!

Du bist nicht müde, du bist mit dem Traurigkeit empfinden nicht fertig geworden.

Du hast den befruchtenden Sinn des Ganzen noch nicht erfasst.

Melanie: Egoismus

Warum bin ich sehr gern allein? Egoismus?

Anna: Oh nein, nein, nein, das darfst du nicht glauben: Es ist einfach deine Oase.

So tankst du Kraft, findest den Raum wieder, mit deinem Selbst verbunden zu sein.

Warum sollte das falsch sein?

Steht da irgendein Buch mit falschem Inhalt für deine Seele im Regal „Wie ich ein erfülltes Leben finde“!?

Du musst doch gar kein erfülltes Leben FINDEN!
Du hast jeden Tag Erfüllung, allerdings DEINE!

Nicht die, die andere darin sehen können.

Hm…

Siehst du? Da ist sie wieder, die Sache mit dem Bücherregal.

Die Vorstellung, dass allein leben wollen egoistisch und falsch wäre, ist doch gar nicht die gefühlte! Wahrheit deiner Seele!!!

Melanie: Aufgabe: Im Jahre 2000 hieß es von Dr. Klaus: „Und Du lerne Deine Grenzen erkennen“.

Habe es immer noch nicht glaubhaft entschlüsselt.

Magst Du, Anna, mir dabei helfen?

Anna lächelnd: Hm… das setzt doch die Vorstellung voraus, dass der Mensch eine bestimmte Anzahl von Begrenzungen hätte, die er zu kennen und zu akzeptieren hätte, ja?

Na, aber so ist es nicht!

Es stimmt natürlich, dass jeder Mensch aufgrund seiner Wesensmerkmale, seines Genoms, seiner sozialen Einbindungen Grenzen hat, die unverrückbar sind.

Aus dir wird einfach kein Soldat, mit dem routinierten Totschießen anderer wäre dein Wesen völlig überfordert.

Und eine Dame der Gesellschaft, die sich aus ihrer Nase ein Näschen machen lässt und ihrem berühmten Mann in High Heels hinterher tippelt, wird bei dir auch nichts.

Weil das jede Grenze in dir überschreiten würde, was deine Möglichkeit der Selbstverleugnung angeht.

Oder? (Lächelt.) Aber ansonsten gilt „Lerne deine Grenzen kennen“ prinzipiell als guter Rat.

Denn: Die eigene, innere Grenze ist, was wirklich zählt.

Das NEIN der Seele (nicht das der Psyche, die ist nämlich das Ergebnis von Veranlagung und Prägung), das hat der Herr allerdings nicht gemeint.

Die Psyche sieht Grenzen, welche die Seele NICHT hat und umgekehrt.

Beides in Übereinstimmung zu bringen, ist das ganz große Werk der Selbstentfaltung.

Besser als zu sagen „Lerne deine Grenzen kennen“, wäre, zu sagen:

Schau dir deine Grenzen an und überprüfe, wer oder was sie gezogen hat, diese Grenzen.

Lerne, zu unterscheiden, welche Grenze zu akzeptieren ist und welche nicht.

Woran du das ausmachen kannst?

An ihrer Wirkung!

Dienen deine Grenzen dem Selbsterhalt und Arterhalt?

Dann sind sie gut!

Dienen sie der Selbstunterdrückung und Lebensunterdrückung Anderer?

Dann sind sie eine Aufgabe, die es sehr segensreich werden lassen, wenn du sie zu überwinden suchst.

Um im Beispiel zu bleiben, liebste Melanie: Wenn deine Psyche meint, dass sie Trauer am besten mit Tapferkeit unterdrückt, entsteht Wut IN DIR!

Wie etwas, das schon weißglühend heiß ist, aber kalt aussieht, brennt es deine Energie weg.

Das ist eben KEINE gute Grenze, sie dient deinem Selbst nicht, sich zu entfalten.

Oft hat dir Tapferkeit geholfen, NICHT vom Meer der Tränen überschwemmt zu werden.

Aber das war gestern.

Und deine Grenze im Umgang mit deiner Fähigkeit, traurige Dinge als traurig zu FÜHLEN, ist längst wesentlich weiter geworden.

Da hat sich also die Grenze deutlich erweitert.

Nur wie gesagt: Da stehen Bücher im Regal, die hatten einmal Bedeutung und Sinn.

Jetzt allerdings nicht mehr.

Melanie: Es wäre wohl unnatürlich, hätte ich nicht noch mehr Fragen.
Aber was ich wissen muss, weißt Du, geliebte Anna, am allerbesten.

Anna: Was du brauchst, das weiß ich, und auch, was du schaffst.

Ich kenne deine aktuelle Grenzregion, ja.

Wir Guides führen euch durch eure Grenzgebiete.

Warum? Um sie zu erweitern, eure inneren Ländereien.

Wir sind es, die euch ermutigen, eure Grenzsteine zu verrücken, ja!

Und das sehr, sehr gerne!

Melanie: Ich bedanke mich jetzt schon für Euer aller Anstrengungen und hoffe, es wird nicht gar ZU anstrengend.

Seid allesamt umarmt und gegrüßt.

Eure Melanie.

Anna: Melanie, wir kennen gar keine Anstrengung, weil wir IMMER aus Hingabe handeln.

Weil wir da gar keine Grenze haben.

Ihr schon! Und das ist gut und sinnvoll.

Aber nur dann, wenn ihr die nicht IMMER als statisch begreift.

„Da musst doch noch was drin sein?“

Ganz genau, liebste Melanie, in deinem Leben ist noch so viel mehr Tiefe drin.

Deine dich gerne und voller Freude liebende Anna!