Dualseelen

Wenn ein Mensch zwei Schutzengel hat, weil sie Dualseelen sind.

Wenn ein Mensch zwei Schutzengel hat, weil sie Dualseelen sind.

Wir sind immer beide bei Lena,
aber Herta und ich werden dann als EINHEIT bei ihr sein.

Wir sind eine Einheit, verstehst du?

Uta: Ihr seid ein Dual?

Beide gleichzeitig: Genau!

Uta: Gut, das werde ich eurer Lena erklären müssen.
Aber darf ich jetzt darum bitten,
mit nur einem von euch weiter zu reden, es ist zu anstrengend so.

Georg: Ja, dann mit mir,
denn das Verstehen des Verstandes kommt von mir.

Lena, liebstes Menschenkind, ich bedaure,
dir jetzt einiges aufdecken zu müssen, was die vielleicht traurig macht.

Aber du kannst dich nicht verstehen,
wenn du nicht weißt, welche letzte Inkarnation du hattest.

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Lena zu verbinden, Lena bittet um diesen Kontakt.

Ich bin auf einem altmodischen Bahnhof.
Sehr schöne Jugendstilornamente aus Metall halten das Dach über dem Bahnsteig, auf dem ich stehe.

Es riecht nach „Dampflok“ und erinnert mich an meine Kindheit, in der dieser seltsame Geruch von Kohle, Staub und Holz typisch für Bahnhöfe war.

Etwas entfernt von mir steht eine Holzbank, auf der zwei Personen sitzen.

Der ältere Mann dort winkt mir fröhlich mit seinem Hut zu.
Die Frau, die etwa in ihren Dreißiger Jahren ist, winkt mit einem weißen Taschentuch.
Beide sind im Stil der dreißiger oder vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts gekleidet, neben sich haben sie jeweils ein sehr kleines Köfferchen.

Sie erwarten mich und deshalb gehe ich zu Ihnen.
Ich bin erstaunt, wie sehr mich eine Welle von Freude und Leichtigkeit trifft, die von Ihnen ausgeht.
Aber da schwingt auch noch ein weiteres Gefühl mit: Mitgefühl / Fürsorge…
Dieses Gefühl gilt nicht mir, es ist IHRE Motivation für dieses Reading.

Der Mann spricht mich zuerst an:
Guide: Willkommen, Willkommen!
Ach, wie schön, wie schön, dass dies nun sein darf!

Darf ich vorstellen?
Meine Partnerin Herta und ich bin Georg.
Wir sind Lenas Engel, magst du dich zu uns setzen?
Es ist nicht sehr bequem, ich weiß, aber es ist der richtige Anfang so auf einem Bahnhof für unseren Liebling und uns.

Die Frau: Ja, da ist man ein Reisender: entweder angekommen am Ziel oder am Beginn der Reise.

Wir sind nämlich auf der Reise, wissen Sie?

Georg: Du kannst du zu ihr sagen!

Herta: Ist das nicht respektlos?

Georg: Nein, die sind heute so, die duzen sich!

Uta: Oh, also die Lena hat zwei Guides?

Herta: Ja.

Georg: Nein.

Uta: ?

Georg an Herta gewandt: Du gestattest, meine Liebe, dass ich übernehme?

Herta: Selbstverständlich, mein Lieber!

Georg: Es scheint kompliziert, aber das ist es nicht.

Herta: Nein, gar nicht!

Georg: Ich bin Lenas Führungsguide und Herta ist für die speziellen Aufgaben als Frau zuständig.

Uta: Als Verständnisfrage: Warum ist sie dann sichtbar dabei?
Nimmt sie denn Einfluss, inspiriert sie Lena?

Georg: Einfluss nimmt sie…

Herta: Ja, indem ich ihr die Liebe gebe, die Weiblich ist.
Aber ich inspiriere sie nicht, ich halte sie zuzusagen nur im Arm, damit sie sich nicht einsam fühlt.
Die Gefühle sind mein Einflussbereich. Das Emotionale ist mein Thema.

Georg: Ich inspiriere sie, das ist meine Aufgabe.
Aber ich habe natürlich auch Gefühle, mit denen ich sie stärke, nur die sind männlich, verstehst du?

Uta: Nein… solch eine Teilung der Einsatzbereiche habe ich noch nie erlebt.
Ich verstehe den Grund nicht.

Georg: Deshalb müssen wir reden. Unbedingt!
Unsere Lena braucht uns beide, weil beides in ihr getrennt ist: das weibliche Fühl-wahr vom männlichen Fühl-wahr.
Es ist, als wären es zwei von einander getrennte Bereiche und das ist nicht gut, so soll es nicht bleiben.

Herta: Auf keinen Fall!

Uta: Aha. Und wenn es je zur Einheit beider kommt, dann wird sie nur einen von euch brauchen?

Georg: Nein, das verstehst du falsch.
Wir sind immer beide bei ihr, aber Herta und ich werden dann als EINHEIT bei ihr sein.
Wir sind eine Einheit, verstehst du?

Uta: Ihr seid ein Dual?

Beide gleichzeitig: Genau!

Uta: Gut, das werde ich eurer Lena erklären müssen.
Aber darf ich jetzt darum bitten, mit nur einem von euch weiter zu reden, es ist zu anstrengend so.

Georg: Ja, dann mit mir, denn das Verstehen des Verstandes kommt von mir.

Lena, liebstes Menschenkind, ich bedaure, dir jetzt einiges aufdecken zu müssen, was die vielleicht traurig macht.
Aber du kannst dich nicht verstehen, wenn du nicht weißt, welche letzte Inkarnation du hattest.

Dieser Bahnhof hier – so schön er ist – an dem begann eine schlimme Reise zu einem noch schlimmeren Ziel. (Seufzt.)

Deine Mutter, die Herta und du, ihr seid zu mir gereist, dem Opa.
Aus der kleinen Stadt in die große Stadt.
Deine Mami war Jüdin und dein Papi war es nicht.
Aber er war ein ehrgeiziger Mann und er wusste, dass er in seinem Beruf als Jurist nicht weiterkommen würde, wenn er mit einer Volljüdin verheiratet war.
Er hat Wege und Mittel gefunden, sich von ihr und damit auch von dir zu trennen.

Das war gar nicht so schlimm für dich.
Du hast ihn sowieso fast nie gesehen, aber für deine Mami war es schlimm.

Es begann also für dich an diesem Bahnhof ein neues Leben: Eines mit mir, dem Opa, der dich wie seinen Augenstern liebte, und der Mami, die immer traurig war.

Weg von deinem vertrauten, kleinen Marktplatz, an dem ihr wohntet, in eine kleine, graue Mietwohnung in Stuttgart zu mir.

Vier Jahre alt warst du zu diesem Zeitpunkt.

Liebling, es tut mir so leid, dass ich dich so gar nicht stützen konnte, dass ich so gefangen blieb in meinem Schmerz.

Ja, aber es gab ja mich und ich wusste, dir Freude zu bereiten.
Man kann jedem Kind der Welt so leicht Freude bereiten und das habe ich gern getan.
Schlimm war mir, dass ich uns nicht vernünftig versorgen konnte.
Aber das hast du nicht bemerkt.

Ich will es kurz machen: Wir hatten trotz aller Schwierigkeiten zwei glückliche Jahre miteinander.
Trotz der Depression deiner Mutter, da war immer Liebe um dich herum und mit dir.

Und wie schlimm die Welt war, das hast du nicht geachtet.

Fliegeralarm, Panzer, die durch die Stadt führen, Soldaten an jeder Ecke, Erwachsene mit ewig ernsten Gesichtern: Das war dir derart normal, dass es dein Herz nicht erreicht hat.

Mamis Traurigkeit hat dich erreicht manchmal und meine Angst, wenn wieder Fliegeralarm war und wir nicht in den Luftschutzbunker durften, das hat dich erreicht.

Aber da du eine kleine, wissende Seele warst, hast du den Trick gekannt, deine Gefühlswahrnehmung abzuschalten.
Insgesamt warst du trotz allem ein glückliches Kind: unser kleines Gerlindchen.

Eines Tages, mein Schatz, war das alles vorbei. Wir wurden deportiert, in Waggons verfrachtet: Du in einem mit der Mami und ich in einem anderen.
Ich habe dich nur noch einmal gesehen, ehe ich starb.
Das heißt: Eigentlich habe ich nur das leuchtend rote Mützchen gesehen, das weit vor mir durch die graue Menge der Menschen vor mir leuchtete.

So plötzlich von mir getrennt, so plötzlich in schrecklichen Verhältnissen. Auch deine Mami wurde von dir getrennt.

Du bist in eine Behausung gekommen, in der viele Kinder waren. Die meisten älter als du, nur ein kleines Mädchen war jünger.
Und weil du eine Seele voller Liebe warst und weil du als Seele eine bist, die in sich die Kraft zu Heilen und zu Trösten hat, hast du dich – so absurd es klingt – der kleinen Johanne mütterlich angenommen.

Man hat medizinische Experimente mit euch gemacht. In dir war so eine Lebenskraft, du hast das alles überstanden.
Und da du deine Gefühlswelt unantastbar gemacht hast, bist du nicht völlig verrückt geworden.
Du warst sehr, sehr stark. Aber nicht für dich, nein, nein: für Johanne.
Für dich? Mit dem Verschließen der Gefühle hast du auch deine Trauer, deinen Schmerz verschlossen, den du getragen hattest, und deine Angst.
Es war, als hätte es die Zeit vor dem KZ niemals gegeben.
Du hast keine Erinnerung zugelassen: nicht an mich, nicht an die Mami, nicht an die Heimat.

Bis Johanne starb.
„Ich passe immer auf dich auf, dir passiert nichts“.
Tausend mal hast du es ihr versprochen.
Aber kurz, ehe die Deutschen das Lager verlassen haben, kurz, ehe die Befreier gekommen sind, ist sie doch gestorben.
Deine Liebe hat sie soviel überstehen lassen, aber am Ende hat deine Liebe nicht gereicht, um sie im Irdischen zu halten.

Wie eine übergroße Flutwelle kamen in dem Augenblick, in dem sie in deinen kleinen Armen starb, ALLE Gefühle, die du solange versteckt hast, kamen hoch!

Das war zu viel für dein armes, längst erkranktes Herzchen.
Drei Tage später bist du gestorben.
Die Befreier hatten dich in ein provisorisches Lazarett gebracht.
Liebevoll hat ein junger Militärarzt um dein kleines Leben gekämpft, du hast nicht mehr gesprochen…

Bis kurz vor deinem Tod, da hast du ihn gefragt: Warum?
Und er hat gesagt: Weil du ein Jude bist und weil…
Dann folgte eine lange Erklärung, die du nicht mehr verstanden hast…
Verstanden hast du allerdings nur: Weil du bist…

Das hat zu einem folgenschweren Irrtum in deiner Seele geführt.
Etwas, das so schrecklich ist, dass du nicht einmal, als du wieder hier warst, daran erinnert werden wolltest.
Du hast das sozusagen abgespalten, dass alles Unglück, das geschehen kann, geschieht, weil du bist!

Mein Liebling, ich bin so dankbar, dass wir das jetzt mit dir besprechen dürfen.
Das ist eine so tiefe Grundangst, die du mitgenommen hast, dass wir unbedingt klar machen müssen, wohin die gehört.
Sie gehört gar nicht mehr ins Leben der Lena, du schleppst sie mit dir herum wie den Rucksack einer Fremden.
Aber du denkst, dass du das tun musst, dass es schicksalhaft wäre.

Jetzt endlich können wir dir sagen: Das ist nie, nie, nie wahr gewesen!
Nichts Böses ist je geschehen, weil du bist!
In dir ist so viel wahre Liebe: Liebe zum Leben, zu den Menschen, zu der ganzen Schöpfung.
Daraus ist niemals das Böse ins Leben anderer Menschen gekommen.

Du bist eine gute Seele.
Aber, mein Liebling, versteh bitte: Es ist kindlicher Größenwahn, der dazu geführt hat, dass du den Rucksack unerkannter Schuld trägst.
Du warst viel zu jung, um rational mit der ganzen Situation umzugehen.
Was ich nicht wusste und deine Mami auch nicht.

Selbst für die Trennung deiner Eltern hast du dich verantwortlich gemacht.
Kinder in dem Alter tun das!
Sie können gar nicht anders, als sich selbst als den Auslöser aller Ereignisse zu sehen, die geschehen.

So wurde es dir zum Fühl-wahr, dass deine Eltern sich trennten, deine Mami dauernd traurig war, nachts Fliegeralarm war und letztlich, dass die Johanne starb…

Und dieses Schuld tragen, das ist immer noch in dir.
Vor nichts hast du soviel Angst wie davor, dass irgendwer leidet, der dir sagt: Weil du bist, gibt es mein Leid!

Jetzt bist du erwachsen, mein Liebstes, und jetzt weißt du, dass du einfach ein Mensch bist. Und das wirst du auch bleiben.
Ein Mensch bringt Gutes und Schönes ins Leben der anderen.
Aber weil er Irrtümern erliegt und nicht im Besitz absoluter Wahrheiten sein KANN, bringt er auch Dunkles und Schweres.

Darum muss niemand traurig sein: Es ist, wie es ist, keine Seele ist vollkommen.
Wäre sie es, sie müsste nicht mehr inkarnieren, um sich weiter zu entfalten. Das ist wahr.
Spürst du das?

Es ist überhaupt nicht schlimm, nicht NUR gut und hell zu sein.
Schlimm ist es, das Helle nicht leuchten zu lassen oder nur zu sehen, wie hell man ist und so hochmütig zu werden.
Aber das wird nicht geschehen, keine Sorge.

So lange du lebst, wirst du Menschen guttun, wirst du dem Leben guttun und manchmal hier und da auch nicht, denn du bist auch nur ein Mensch.

Wir haben dich sehr, sehr lieb, die Herta und ich.
So wie du bist, haben wir dich sehr lieb.
Das sollst du ganz sicher wissen.

Und jetzt wollen wir sehen, ob unsere Antworten dir helfen können, fröhlich diese Zeit deines Lebens zu genießen!

Vielleicht wird durch Achtsamkeit auf das, was schön und gut ist, die Trennung zwischen Verstand und Gefühl endlich gelöst?
Das wäre wunderschön, nicht wahr?

Uta: Dann lese ich vor, was sie schreibt und du antwortest?

Georg: Sehr gerne, ja.

Lena: Ich habe mittlerweile seit drei Monaten Nackenbeschwerden.
Ich kann meinen Kopf nicht vollständig und ohne Schmerz auf beiden Seiten bis nach ganz hinten drehen. Ich bin mir sicher, dass ich hier unbedingt etwas lösen muss.

Wenn ich in mich hineinfühle, dann fühlt es sich so an, als ob ab den Schultern sich nach oben in den Kopf ein totaler Energiestau gebildet hat. Als ob ich ab den Schultern abgetrennt wäre und wie einen alten Tauchkopf anhätte.

Georg: Hm, hm…

Du trägst zu schwer daran, SCHULDLOS zu leben, mein Liebling!

Sieh mal, die ganze Welt scheint das zu fordern: Sei niemals schuld.
Aber auch wenn die ganze Welt diesen unsinnigen Anspruch erhebt, wird er nicht wahrer.

Solange ein Mensch im Irdischen ist, „verschuldet“ er sich an irgendwem und irgendwas. Perfektionsanspruch, wohin man sieht.
Warum? Weil der Zeitgeist keine Mäßigung akzeptiert.
Maßlos alle Forderungen, unmenschlich gar.
Worum auch immer es geht: Die Forderung zur Perfektion schwingt in allem mit?

Es gehört Bewusstsein dazu, um dies zu erkennen und Mut, sich diesen Forderungen zu entziehen.

Du hast völlig recht, wütend zu sein über die Überforderungen, die da sind.
Perfekte Mutter, perfekte Frau, perfekte, selbstbewusste Frau, perfekter Körper, perfekter Haushalt, perfekte Tochter, perfekte Freundin, perfekte Nachbarin.

Puhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!

Da möchte ich sagen: Darfs auch ein bisschen weniger sein?!

Dann wäre dir völlig klar, was die rechte Antwort ist, wäre da nicht die karmische, unverheilte Wunde deiner Seele, einfach schon deshalb schuldig zu sein, weil es dich überhaupt gibt.

Du kannst darüber wütend werden, was dir abverlangt wird, aber auch darüber, dass du es dir selbst abverlangst: ZUVIEL, mein Schatz, viel zu viel, das ist ja unmenschlich.

Und, ja, wenn du unmenschliche Ansprüche zu erfüllen trachtest, was geschieht? Du verlierst dich selbst.

Du verlierst deine Inspiration, du verlierst deine Kraft, dich selbst ins Leben zu bringen.
Dein ganzer Alltag ist ein einziges sich verteidigen und rechtfertigen, ist re-agieren statt a-gieren.

Das darf besser werden, ja?

Lena: Dinge, die mich beschäftigen:

Meine Fragen: Wie kommt es, dass du meine himmlische Begleitung bist?

Georg: Weil du uns liebst und wir dich natürlich!

Lena: Wer sind der alte Mann und meine ältere Freundin, die mich auf einer anderen Ebene unterstützen?

Georg: Na wir, mein Liebling!

Lena: Was habe ich mir für dieses Leben vorgenommen?

Georg: Dein eigenes Maß wieder zu finden und es endlich, endlich anzunehmen, wie es ist.
Und sich endlich, endlich darauf zu konzentrieren, dass es wichtiger ist, auf seinem Lebensweg zu lernen UND zu lehren, als das ZIEL zu erreichen.
Jenen Zustand der Vollkommenheit, der doch gänzlich unerreichbar bleibt.

Endlich in Freude und innerem Frieden du selbst zu sein!
Du hast dich verloren, also?
Musst du dich suchen, nicht wahr?
Wie? Indem du wachsam bist!
Du bist mehr als dein Verstand, mehr als dein Wille und mehr als deine Emotionen.
Das alles sind nur die Pferde, die deinen Wagen ziehen.
Du bist Du und wer das ist, das gilt es, zu entdecken.
Wie?
In der Resonanz, die das Leben in dir auslöst.
So ist der Weg, mein Liebling, für jeden, aber nicht jeder geht den.

Die meisten Menschen glauben, sich zu kennen.
Aber in Wahrheit kennen sie nur das Spiegelbild, dass sie von sich selbst entworfen haben.
Angst davor, dass der wahre Anblick ihres Selbstes schrecklich sein könnte, hindert sie daran, die Wahrheit entdecken zu wollen.
Es fehlt ihnen an Mut dazu.

Dabei: Würden sie es nur endlich tun, wie erfüllt und zufrieden wären sie!

Adam und Eva ist die Geschichte dieses unsinnigen Versuchs, etwas anderes sein zu wollen, als man ist, etwas besseres sogar.
Feigenblätter, die man über das legt, was einem peinlich erscheint, helfen doch nicht.
Kein Wunder, dass man so aus dem Paradies fällt, nicht wahr?

Angst davor, verworfen zu sein, darum geht es doch!
Dahinter steckt die Furcht vor vernichtendem Urteil, die Urfurcht der Menschheit sozusagen.

Jesus sagte euch: Richtet nicht, auf das ihr nicht gerichtet werdet.

Ich möchte das ergänzen und sagen: Richtet nicht, wovon ihr nichts wisst, sondern beobachtet!

Lerne – statt zu richten – zu beobachten und sei bereit, zu staunen.

Alle wirklich weisen Menschen sind solche, die bereit waren, jede ihrer Meinungen als das zu sehen, was sie waren: VORLÄUFIG.

Wer richtet, der glaubt, zu WISSEN, was wahr ist.
Aber was weiß ein Mensch schon von der alles umfassenden Wahrheit?
Nicht viel, wirklich nicht viel.
Nicht einmal über sich selbst hat er Wissen, sondern zu 90% nur eine Meinung!
Mehr nicht.

Wenn du dir klar machst, dass du hauptsächlich eine Meinung darüber hast, wer und was du bist, aber kaum wirkliches Wissen, dann wird dir klar, wie schön es ist, jetzt ein Leben zu beginnen, dass dir mehr und mehr Wissen über dich bereiten kann.

Aber stattdessen kommt dir schon beim Lesen dieser Sätze die Angst hoch, dass nicht gut genug sein könnte, was dann offensichtlich wäre.

Nun ja, dann glaubst du wohl nicht, dass du Gott gut genug BIST.
Dann weißt du es wohl besser als Gott?
Dann bist du ganz und gar die Tochter von Adam und Eva…
Nein, ich weiß, du schaffst das, dich von diesem kindischen Hochmut zu lösen.

Lena: Was darf ich mir gerade genauer anschauen? Ich befinde mich gerade gar nicht in einer Harmonie und fühle mich verloren.

Georg: Schau dich um, schau dich jeden Tag einfach um!
Vergiss alle Urteile, alle heiligen Ziele und schau einfach wie ein Alien auf deinen Tag.
Sei bereit, zu staunen und bereit, in Frage zu stellen, was du zu wissen MEINST.
Mehr braucht es gar nicht, um genug glücklich zu werden und genug Glück zu spenden.

Lena: Evtl. dann, falls das möglich ist: Woher kommen meine andauernden Nackenprobleme?

Georg: Ich denke, das verstehst du jetzt besser?
Es ist der Kampf darum, ALLES und JEDES unanfechtbar machen zu müssen.
Das ist zu viel!
Sei mal etwas nachsichtiger, menschlicher, freundlicher mit dir.
Bedenke: Du bist noch nicht „fertig“ und kannst es sowieso zu Lebzeiten nicht werden.
Du sammelst Kräfte der Seele, du entfaltest Wahrhaftigkeit, aber du bist wie alle anderen auch so wenig fertig, wie eine Raupe schon der Schmetterling sein kann.
Du würdest nicht leben, wenn du Gott nicht gut genug wärst, um in seiner Schöpfung zu agieren.

Lena: Was war bei Tanjas Geburt los, dass ich nicht so loslassen und mich öffnen konnte?

Georg: Vielleicht ahnst du es schon? Tanja ist Johanne. Das war etwas, das ihr beide euch gewünscht habt.
Aber gleichzeitig ist da auch die Angst, dass du sie wieder verlieren könntest und dass du ihr wieder „nicht genug“ gibst, dass sie überlebt.
Ich hoffe, du kannst nun anders darauf schauen.

Lena: Was habe ich für eine Verbindung zu Kathrin, unsere ehemalige Untermieterin?
Es ist so komisch, einfach den Kontakt abgebrochen zu haben.
Sowas hätte ich nie von mir erwartet.

Georg: Nein, das passt nicht in das „Selbstbild“, ich weiß.
Aber es war dennoch gut, denn eure Gemeinschaft war keine.
Es war keine gute Verbindung, auch für ihre Seele nicht.

Wenn das Fühl-wahr anders ist als das Selbstbildnis, das ein Mensch ängstlich zu schützen versucht, dann ist es schnell aus mit dem inneren Frieden.

Aber wahr ist: Es hat nicht gepasst mit euch. Die Idee, zu helfen und zu unterstützen, war gut.

Aber sie hätte sich nur umsetzen lassen, wenn es sich auch als wahr ANGEFÜHLT hätte.
Die Welt der Ideen und Ideale ist eine täuschende und enttäuschende Welt.
Sie ist NIE der Weg, der zu gehen ist, sondern die Fata Morgana abseits des Weges.

Lena: Was ist das für ein Gefühl, dass mir jemand im Rücken sitzt.

Georg: Als du mit uns zum Bahnhof zur Sammelstelle getrieben wurdest, weg von Zuhause, hast du einen Rucksack getragen. Es war der Weg ins viel, viel zu Schwere.

Es ist dir viel, viel zu schwer, was du trägst.
Aber es geht nicht darum, anderen einen Vorwurf zu machen, auch nicht dir selbst.
Sondern es geht darum, dass du in diesem Leben niemanden – auch dir selbst nicht – erlauben MUSST, dass dir zu viel aufgeladen wird.

Lena: Was sind das für Fratzen, sobald ich mein Inneres Auge öffne?

Georg: Deine Angst hat im mentalen und nichtmateriellen Bereich Formen angenommen.
Das ist nicht ungewöhnlich bei Seelen, die eine starke mentale Kraft haben.
Je weniger Ernst du die nimmst, um so schneller bist du sie los.
Sie sind – sagen wir mal – Wolken, die über einen strahlend blauen Himmel ziehen, nichts weiter.

Das Ziel deiner mentalen Aufmerksamkeit dürfen nicht die Wolken sein, sondern der blaue Himmel dahinter.

Lena: Was kann ich gegen die Angst tun bzw. woher kommt sie?

Georg: Ich denke, dass ich es dir ausführlich genug erklärt habe?

Lena: Was ist die wichtigste Aufgabe für meinen Mann und mich?

Georg: Ihr seid einander Teil des Lebensweges.
Wie ihr diesen Teil sehen sollt? Na, so wie er war und ist im HEUTE!
Hört auf, auf ein Ziel zu sehen, nehmt das Heute: Es hat alles, was ihr braucht.

Lena: Was kann ich im Umgang mit meinen Kindern besser machen?

Georg: Oh… besser machen geht immer, oder?
Ach, mein Liebling, versuch, einfach wahr zu sein statt pädagogisch wertvoll.
Oder willst du, dass deine Kinder auch einmal daran zu tragen haben, nicht perfekt genug zu sein?

Perfekte Mütter sind eine sehr schwere Last für einen Menschen, manchmal sogar eine lebenslange Last.

Lena: Die Geburt meiner Tochter Tanja: Wieso konnte und wollte ich keine energetische Hilfe annehmen?
Bei der Geburt von Simon war ich mit allem verbunden und konnte „den Atem Gottes fühlen“.

Bei Tanja habe ich mich davor verschlossen. Selbstverständlich ist jede Geburt und jedes Kind anders, aber trotzdem weiß ich, dass ich mich bewusst geschlossen habe.

Ich verstehe nur nicht, weshalb.
Auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, noch immer im Schoss geöffnet zu sein und alle Energie zu verlieren.

Georg: Ich habe es dir erklärt.
Du hast Angst gehabt, Johanne aus dir zu entlassen und in die Welt zu setzen, wie du Angst hast, dass du sie nicht beschützen kannst.

Ich will dir mal etwas sagen: Mütter und GOTT bringen Kinder zur Welt.
Ohne ihn geht da gar nichts. Nicht wahr?

Dein Schoß schließt sich nicht, weil du Angst hast, es nicht zu schaffen, ihr eine hinreichend gute Mutter sein zu können (das kommt aus der anderen Inkarnation).
Wenn dich das Gefühl wieder packt, sagt dir: Okay, das ist nur eine Erinnerung, das spielt heute gar keine Rolle mehr.
Ich bin Lena und nicht Gerlinde und sie ist Tanja und nicht Johanne.

Lena: Wir haben letztes Jahr im März eine alleinerziehende Mama mit Sohn bei uns zur Untermiete aufgenommen. Sie ist ist zu diesem 1. März auf unseren Wunsch (Kündigung) wieder ausgezogen.
Die Zeit war nicht einfach und wir haben uns viele Problemzonen gezeigt.
In mir arbeitet noch viel nach.
Gibt es etwas, wovor ich die Augen verschließe?

Georg: Nimm es hin, wie ich es sage: Zum Miteinander war einfach zu wenig Passung der Seelen da.

Lena: Was ich mir nochmal anschauen darf?

Georg: Ja, schau nur, wie untauglich dem Menschen Idealvorstellungen und Selbstbilder sind, da darfst du gerne hinschauen.

Es wäre überhaupt nicht gut gewesen, sie da zu behalten, nicht für ihre Seele.
Denn der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung wäre wieder einmal für sie verschleiert geblieben.

Alles hat einen Preis, auch für sie!
Und es ist sehr wichtig, dass sie das als Seele lernt, zu akzeptieren.

Lena: In einer schamanischen Reise habe ich mich wie ein „Krähenmensch“ gefühlt und auch hinter mir gesehen?

Georg lacht: Das kommt aus einer indianischen Inkarnation, mein Liebling. Das war unser Clan.

Lena: Dieses etwas kalte, kribbelige Gefühl ist momentan wieder stärker. Woher kommt das und wie kann ich es versuchen, aufzulösen.

Georg: Ach, Liebes, du hast ein Einordnungsmuster der Angst: Was immer dir – beziehungsweise deinem Verstand – unverständlich ist, ist „bedrohlich“.

Ist es aber gar nicht! Es ist einfach nur so, dass du zurzeit wenig körperlich verankert bist.

Das kannst du ganz leicht beheben, wenn du dir jeden Tag genug irdisches Wahrnehmen gönnst und es mit Achtsamkeit beschenkst: Fühlen, Riechen, Schmecken, Sehen, Hören…

Solche Zustände sind für hochmedial veranlagte Menschen völlig normal, da ist nicht bedrohliches daran.

Lena: Wer sind meine ältere Freundin und der ältere Mann, die mich regelmäßig bei „Heilritualen“ unterstützen? Meine Ahnen?
Die Frau mein Schutzengel?

Uta: Beide tippen sich lächelnd aufs Herz…

Lena: Ich habe momentan Angst, mein inneres Auge zu öffnen.
Ich sehe schnell lachende Fratzen.
Zum Teil weiß ich, dass es meine Angst ist.
Aber was steckt da dahinter?

Georg: Das ist beantwortet, nicht wahr?
Weißt du, welche Angst da Form bekommen hat? Ausgelacht zu werden!
Lachst du dich aus? Findest du dich lächerlich?
Denk nach und hör auf, zu urteilen.

Lena: Als Kind hatte ich Fieberträume mit hässlich lachenden Menschen.
Ich habe da wirklich eine richtige Angst in mir und verschließe lieber die Augen.

Aber ich merke, dass tut mir eigentlich gar nicht gut.
Nur dass die Angst sofort da ist.

Georg: Es gab lachende Menschen, als wir durch die Stadt getrieben wurden.

Lena: Ich komme immer wieder in eine große Energielosigkeit.

Ich bin auf der Suche nach meiner weiblichen Kraft. Ich scheine mich vor ihr zu verstecken… Teilaspekte sind davon: meine unausgelebte Kreativität und meine Sexualität (wo es sich ja auch bei den Chakren grad mit dem Halschakra nach einem Energiestau anfühlt und dem Wurzel Chakra nach einem Loch).

Georg: Das ist Ahnenerbe, sieh dir die Frauen deiner Sippe an.
Dass Weiblichkeit erniedrigend und Kräfte aufzehrend ist, haben deine Vorfahrinnen so erlebt.
Dieses Gefühl, sich zu verschleißen und unberührbar im Herzen zu machen, gehört ihnen.
Du musst es nicht tragen, aber respektieren, dass sie es getan haben, ohne dies würde es dich gar nicht
geben.

Lena: Ich bin momentan für Simon nicht so da, wie er es braucht, und ich kann ihm gerade nicht die Umgebung schenken, in der er voll erblühen kann. Das macht mich traurig.

Georg: Gib ihm WAHRHAFTIGKEIT!
Du kannst Kinder nicht täuschen!
Sei wahrhaftig, das ist mehr als genug Gutes!
Willst du, dass er dich einmal verehrt wie die heilige Madonna?
Besser nicht, besser, besser nicht!
Besser eine Mutter, die Fehler zugeben kann und Defizite auch.

Lena: Ich weiß, dass er da ein Thema hat, dass ich gerade erfülle.
Vielleicht darf er auch lernen.
Aber was ist meins?
Und wie kann ich allen „den besten Nährboden“ geben?

Georg: Sei wahr, bleib im MOMENT, du kannst nicht mehr sein, niemand kann mehr sein.
Das Leben ist das Gehen auf einem Pfad.
Das Einzige, was man wissen kann, ist gerade soweit vorhersehbar, wie der Blick reicht.
Sei da, mehr braucht es nicht.
Versuch, dein Selbstbildnis in ein wahrhaftiges Bild zu entfalten, mehr ist nie nötig.
Und jetzt muss es genug sein.

Ich sage der Uta auf Wiedersehen, nicht dir.
Wir – Herta und ich – sind ja immer bei dir.
Denk nur nicht, alles und jedes hinge von dir ab.
Du bist wie jeder Mensch nur Mitwirkender und nicht der Regisseur des Lebens: weder für deines noch das der anderen.

Sei umarmt
dein Georg und deine Herta!

Fragen über Fragen, Sätze usw.
Das sind einfach gerade viele Dinge, die ich gern beantwortet haben wollen würde, können vielleicht gar nicht gestellt werden – müssen auch nicht.
Ich hatte einfach das Bedürfnis, dieses mal alles zu schreiben.

Ich hoffe, das ist Okay!

Ich würde mich sehr über Worte von Ihnen freuen!

Und auch über Worte von meinem himmlischen Begleiter.

Vielen Dank und Grüße von Herzen

Lena