Trauer

Elia – zu den Emotionen wie am Beispiel der Trauer.

Zu den Emotionen wie am Beispiel der Trauer.

Was man nicht betrauern konnte,
hat man auch nicht sehr geliebt.

Was man nicht als Enttäuschung erlebt,
daran hat man auch nicht wirklich geglaubt.

Was uns bei Verlust nicht einsam zurücklässt,
mit dem war man auch nicht wirklich verbunden.

Elia

Das sind sehr harte Wahrheiten,
aber das gehört zum Leben.

Die Frage ist nicht, ob es Sinn macht,
sich vor diesen Emotionen zu schützen.
Denn der Preis für den Schutz dieser Emotionen ist,
dass uns das Alles gleich wird.

Ich muss in der Welt bezahlen: immer.
Ich muss eine Konsequenz ziehen
oder ich versuche, mich in Gleichgültigkeit zu üben.

Und ich laufe nicht vor meinen Emotionen fort! 
Ich kann sie bewältigen,
ich bin ja erwachsen!
Ich kann mit ihnen umgehen.

Es geht gar nicht darum,
keine negativen Emotionen zu haben.
Es geht darum,
ob die negativen Emotionen dich beherrschen!

Die größten Männer der Welt – Jesus, Buddha –
waren emotional! 
Sie empfanden Bitterkeit,
Zorn,
Leidenschaft,
Traurigkeit,
ja sogar Verzweiflung.

Das sind natürliche Reaktionen auf Ereignisse! 
Aber sie hatten auch die Kraft und Weisheit,
diese Emotionen wieder zu verlassen.
Und jeder Mensch hat diese Kraft,
aber wir achten sie nur zu gering.

Enttäuschung auf ein täuschendes Erlebnis
ist eine gesunde Reaktion. 
Sie ist aber nicht mehr gesund,
wenn sie uns über Wochen beherrscht!

Wut auf eine Frustration
ist eine gesunde Reaktion!
Aber nicht mehr, wenn die Wut so groß wird,
dass wir jemanden verletzen
oder uns selbst verletzen!

Ja sagen zu Gefühlen
und Gefühlsausdruck von negativen Gefühlen, das ist nicht unweise,
das ist weise! 
Das ist menschlich.
Das ist die Kreatur selbst,
die das verlangt.

Wenn ich so sagen darf: 
Wäre Gott ein Mensch,
er würde mit euch weinen. 
Wäre Gott ein Mensch,
er empfände Zorn.
Und wäre Gott ein Mensch,
er wäre fähig, eure Furcht zu empfinden.
Er hat in sich auch diese Emotionen.