Patchwork

Elternliebe sucht das Beste für das Kind.

Elternliebe sucht das Beste für das Kind.

Ja! Und dieses BESTE,
das definiert sich aus dem Wesen des Kindes, aus NICHTS anderem.

Solche Liebe erwartet, dass das,
was im Wesen des Kindes liegt, sich entfalten möge.

Engelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Timmy zu verbinden, Timmys Eltern bitten um diesen Kontakt.

Ich bin im Innenhof einer Burg, es geht laut und geschäftig zu hier. Pferde werden herausgebracht, Hühner laufen umher, ein Junge versucht ungeschickt, eines zu fangen…

Überall wird gearbeitet, geredet… sehr schwierig für mich, hier den Schutzengel aus zu machen.

Mir wird eine kleine Tür gezeigt, hinter dieser muss ich eine schmale Wendeltreppe hochgehen, dort steht im Rahmen einer weiteren Tür ein Mann, der mich freundlich herein bitte.

Sein braunes Haar ist lang, gekleidet ist er in einer Art Kutte, ich sehe allerdings kein kirchliches Zeichen…

G. Ich bin Christophos, komm, setzt dich ein Weilchen.

Ein winziges Zimmer, nur ein schmales Bett, Tisch, zwei Stühle, auf dem Tisch mehrere Pergamentrollen, Schreibfeder, Tintenfass.

C. Nein, ich war kein Priester… in dem Leben hier war ich der Schreiber des Burgherren. Hast du den Jungen gesehen?

U. Mir ist nur einer aufgefallen, der ein Huhn einfangen wollte…

C. Carl! Den meine ich. Carl ist der dritte Sohn des Burgherren, ein ganz besonderer Junge: Feinfühlig, empathisch, verträumt, keine guten Voraussetzungen für einen zukünftigen Ritter!

Seine fünf Brüder sind ganz anders. Sie sind wilde, kleine Raubeine, die Freude des Vaters.

Und der ewige Kummer der Mutter, Carl ist ihr Liebling.

Dass er das Huhn fangen musste, wundert mich nicht. Sein Vater versucht, ihn hart zu machen, nimmt ihn schon mit auf die Jagd, nimmt ihm mit, wenn geschlachtet werden muss, nimmt ihn mit zu den ritterlichen Gelagen…

Aber Carl kann keine Freude dabei empfinden: Er weint, wenn ein Tier sterben muss, er versteckt sich, wenn es zu laut wird, bei den Gelagen.

Gardhilde, seine Mutter, versucht, ihn zu schonen.

Sie wird nicht müde, ihm Lieder beizubringen, was er sehr liebt.

Sie wird nicht müde, ihm die alten Sagas zu erzählen, was er auch sehr liebt.

Und sie wird in einigen Jahren seinen Bitten und Drängen nachgeben und ihn zu mir schicken, damit er heimlich schreiben und lesen lernt.

Nun, DAS sollte mich meinen Lebensunterhalt kosten, sie die Strafe ihres Gatten.

Und Carl? Carl musste mit 11 Jahren zum Kreuzzug als Knappe!

Liebe Eltern, ich weiß, ihr wollt euren Sohn verstehen und ich hoffe, das gelingt euch, wenn ihr wenigstens einen Teil seiner karmischen Geschichte kennt.

Unser Timmy hat eine lange Seelengeschichte hinter sich.

Hier aber in diesem Leben, da begann eine Entwicklung, die nun heilen soll.

Die Geschichte einer Seele, deren Wert nicht geachtet wurde. Deren Besonderheiten stets nur an dem gemessen wurden, was man von ihr erwartete, nie daran, was sie tatsächlich fähig war, zu geben.

Ich hoffe, wir sind uns einig, wenn ich sage: DAS gilt es zu ändern, so gut er es zulässt?

Wie weit er es zulässt, das wird er entscheiden, nicht ich, nicht ihr.

Carl hätte einen guten Minnesänger abgegeben oder auch einen Chronisten wie mich, vielleicht sogar einen Gelehrten.

Aber dafür war er nicht vorgesehen! Er hatte Ritter zu werden, sein jüngster Bruder, der dazu so wenig geeignet war wie Carl zum Morden, wurde Priester.

Ich denke nicht, dass ich euch erklären muss, was diese Seele gelitten hat.

Er wollte so sehr seinem Vater gefallen, aber wie? Nur, indem er alles aufgab, was in ihm wahr war!

Und das Ergebnis? Wut auf den Vater, Empörung über all diese Zwänge? Nein, nein, nein, Empörung über sein INNERSTES!

Er glaubte, zutiefst UNGENÜGEND zu sein, um den Anforderungen anderer zu genügen. Er hat seither mehrere Inkarnationen erlebt, in denen er auf die eine oder andere Art die Erwartungen ihm wichtiger Menschen enttäuschte.

WEIL er das eben zutiefst glaubt: Ich bin!!! eine Enttäuschung.

Die letzte dieser Enttäuschungen ist eine, in der er so schmerzvoll sich als „gescheitert“ erlebte, dass seine Seele endlich, endlich bereit war, sich dieser Unterwerfung unter die Vorgaben anderer nicht mehr zu beugen.

Endlich war in ihm die Bereitschaft da, ein GUTES, reales Selbstbewusstsein zu entwickeln UNABHÄNGIG von den Anforderungen.

Und ihr beide, meine lieben Eltern, habt im Jenseits, als ihr euer Leben geplant habt, GERNE „Ja“ zu seiner Bitte gesagt, ihm dabei zu helfen!

Ich werde euch nicht sagen, wo und wie sein letztes Leben endete.

Ich möchte euch aber sagen, was sein Fazit war: „Ich bin zu dumm, um überleben zu dürfen!“ Diesen Glaubenssatz will seine Seele aufheben lernen und ihr seid die ersten und wichtigsten Helfer dabei.

Ich denke, dass eure Fragen mir Gelegenheit geben, euch ganz praktische Hilfe zu geben.

Denn eines sollte klar sein: Die Lösung liegt nicht darin, dass ihr Timmy lieb habt. Lieb hatten ihn seine Eltern hier auch.

Lieb hatte ihn immer – in jedem Leben – irgendwer, aber gerade diese Liebe war es ja, die ihn in solche Selbstverurteilung trieb, denn es war eben nie eine Liebe, die er glaubte, VERDIENT zu haben.

Timmys Seele sollte in diesem Leben lernen, dass er Liebe eben NICHT zu verdienen hat, dass sie ihm geschenkt wird. Und zwar, so wie er IST, nicht, wie er besser zu sein hätte!

Es geht nicht einfach darum, dass ihr ihn liebt, sondern darum, sich nicht hinreißen zu lassen, enttäuscht zu sein.

Was macht einen eigentlich enttäuscht? Erwartungen! Vorstellungen, die sich im wahrsten Sinn des Wortes vor die Realität des Machbaren stellen.

Lasst uns darum einen Blick für das Machbare haben. Das, was für Timmy! machbar ist.

U. Dann jetzt die erste Frage der Eltern?

C. Bitte, ja!

F. Timmy ist sehr schüchtern.

C. Timmy ist schüchtern, das ist wahr, doch WARUM? Weil er die Erwartungen an PERFEKTION in sich trägt, die er NICHT erfüllen kann.

Oh, er wäre gerne so gewinnend wie seine Schwester, er wäre gerne so tatkräftig und zupackend wie die Kleine… aber er IST es nicht und das weiß er.

Er weiß, dass ihr erwartet, dass er freundlich und offen auf Fremde zugeht… dass er diese Fremden „bezaubert“. Und er fragt sich: WIE?

Aber darauf bekommt er keine Antwort in sich, also ist er VORSICHTIG!

Timmy ist ein sehr guter Beobachter, viel besser, als ihr denkt: Er weiß, WAS erwartet wird und findet nicht den Weg, diesen Erwartungen zu genügen.

Könnt ihr euch vorstellen, WIE VIEL Mut unser kleiner Schatz braucht, um vor so vielen Erwartungen nicht einfach davonzurennen?!

Wie sehr er innerlich hofft, dass er NICHT angesprochen wird, dass er NICHT beachtet wird?

Aber er versucht, was ihm so schwer ist, dennoch… und jedes Nachfragen, jedes Nicht-Verstanden-Werden löst Angst in ihm aus.

F. Gegenüber Fremden spricht er – wenn überhaupt – sehr leise.

C. Wisst ihr, meine Lieben, es ist schon ein sehr großer Fortschritt, dass er nicht schreiend davonrennt wie in seinem letzten Leben, da war er Autist.

Es ist schön, wenn ihr ihn lobt für diesen Mut, den er aufbringt, wenn er doch etwas sagt. Und wenn es ihm nicht gelingt, darf das auch in Ordnung sein.

Er wird von selbst den Ehrgeiz entwickeln, sich verständlich zu machen, und es wird schwer und anstrengend sein, aber er wird es schaffen.

Helft ihm, indem ihr euch ganz bewusst macht, WIE schwer es ihm ist, die „perfekte“ Kommunikation zu führen, die er durchaus kennt, aber nicht bieten KANN…

Er unterlässt es deshalb, nicht einfach aus Schüchternheit: Diese Schüchternheit ist nichts weiter als das Ergebnis seiner Angst, zu versagen.

F. Beim Spielen indes ist er sehr laut und lebt sich aus – häufig gewalttätig mit seinen Spielfiguren.

C. Ja, und ich bitte euch so sehr! dass ihr es ihm erlaubt!

Es ist sein Ventil, aber KEINESFALLS eines für Wut, sondern um die innere Trauer loszuwerden. Die Wut liegt wie ein Deckel über der abgrundtiefen Trauer, nicht so zu sein, wie es „RICHTIG“ wäre.

Ich möchte es noch einmal sagen: Timmy weiss, was RICHTIG ist und scheitert daran, dieses RICHTIG umsetzen zu können.

Er beobachtet euch, er hört und sieht mit aller Klarheit darauf, WIE ihr es macht, und meint, es entweder ganz genau so gut machen zu müssen wie ihr oder versagt zu haben!

Sein Maßstab an sich selbst ist sehr, sehr hoch. Es gibt nur GANZ richtig oder GANZ falsch.

Versucht, hinein zu spüren, was das bedeutet, was er dabei empfinden mag. Es gibt für Timmy in solchen Prüfungssituationen (so empfindet er die) nur diese zwei Möglichkeiten, und zwar, OHNE dass er verstanden hätte, WIE er zu diesem GANZ richtig! kommen könnte.

Abgesehen davon: Timmy mag keine überraschenden Anforderungen. Ist er vorbereitet, setzt er alles daran, sein RICHTIG zu finden, aber SPONTAN kann er das eben nicht.

Bitte versucht, zu verstehen, dass er ALLE Menschen als uneinordbar erlebt: Jeder Mensch kann spontan etwas tun, womit er nicht gerechnet hat…

Er KANN einfach nicht DEUTEN, wer und was da etwas von im verlangt. Das hat GAR NICHTS mit mangelnder Intelligenz zu tun! Sondern damit, dass ihm die Kriterien fehlen, um das zu können…

Ihr werdet euch fragen, wie das sein kann. Schließlich muss er doch merken, dass jemand ihm freundlich entgegenkommt, lächelt, sich vielleicht sogar zu ihm hinab beugt, eine freundliche Stimme hat…

Ja, ihr Lieben: Für EUCH! sind das Informationen, für ihn nicht. Und noch schrecklicher ist es ihm, wenn er GAR NICHT versteht, WAS der Mensch da vor ihm eigentlich!!! sagt?

Welche Antwort wird denn erwartet, wenn gesagt wird: „Na? Du bist aber groß!“

Was bedeutet diese Aussage? Was ist die richtige Antwort? Braucht es da überhaupt eine Antwort oder eher nicht?

Er möchte ZEIT haben, diesen Menschen da vor ihm zu verstehen. Er möchte Zeit haben, begreifen zu können, was der von ihm will. Wenn er diese Zeit nicht hat, kommt die Angst.

Wenn ihr nicht versteht, was da in ihm vorgeht, seid ihr genauso hilflos wie er selbst, das erhöht seine Angst noch.

Freunde, wollen wir ihm nicht einfach die Zeit geben, sich in die äußerst schwierige Materie der Deutung der Anliegen von Menschen so langsam und gründlich hinein zu finden, wie er sie nun einmal braucht? Wollen wir ihm Jahre und Jahre und Jahre geben?

Wollen wir ihn loben, wenn er einen Schritt weiter gegangen ist, ihm helfen, sobald sein Verstand die Hilfe fassen kann, und Geduld und Zuversicht behalten, auch wenn der Weg ein langer ist?

Lasst ihn ruhig mit seinen Spielsachen „bös“ sein, das ist völlig in Ordnung! Er braucht das, um nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen.

Und NEIN! Er ist seinem Großvater NICHT seelisch verwandt!

F. Aber abseits des Spiels merkt man, dass sein Selbstbewusstsein nicht sehr stark ausgeprägt ist. Es dauert lange bis er – bspw. beim Sport – Sicherheiten gewinnt. Seine Ängste bremsen ihn.

C. Was ich eben erklärte, gilt auch hier: Es ist nicht einfach Angst, es ist das Perfektionsbewusstsein, das ihn hindert.

Timmy weiß nichts darüber, dass sich Fähigkeiten allmählich entwickeln dürfen, dass etwas erst ganz falsch ist und dann durch Übung LANGSAM besser und besser und besser wird…

Seine kleine Schwester ist eine Gottesgabe für ihn, von ihr darf er lernen, darf es beobachten. Macht ihn aufmerksam auf diese faszinierenden Prozesse, aber bitte erwartet NICHT, dass er diese Art, an Neues heran zu gehen, je ganz verlieren wird.

Ihr habt absolut recht, wenn ihr das Gefühl habt, dass er kein Vertrauen in sich hat…

Aber im Grunde hat er kein Vertrauen in Entwicklungsfortschritte! Ich bin sicher, da könnt ihr ihm sehr helfen, hier LANGSAM vertrauensvoller zu werden.

F. Wir Eltern wollen nicht, dass diese Angst / Schüchternheit ihm in seinem späteren Leben Chancen nimmt und seinen Entwicklungsweg erschwert.

C. Ja, ach… welche Eltern WOLLEN das schon? Seine Eltern hier WOLLTEN auch nicht, dass er nicht die Anlage zum Ritter hat. Eure Liebe will sein BESTES!

Aber was bitte ist das? SEIN! Bestes? Das Beste!!!

Kann es je etwas anderes sein als das, was im Wesen eines Menschen angelegt ist?

Fred? Wollte dein Vater dein Bestes? Das, was deinem WESEN entspricht?

Was steht denn seiner Entwicklung entgegen?

KANN denn überhaupt ein Wesen sich anders entwickeln, als es seinem Wesen entspricht?

Carl war der schlechteste Ritter, den ihr euch vorstellen könnt. Er ist nicht mal bis ins Heilige Land gekommen, die Ehre, ein Kreuzritter zu sein, war definitiv nie sein BESTES…

Elternliebe sucht das Beste für das Kind. Ja! und dieses BESTE, das definiert sich aus dem Wesen des Kindes, aus NICHTS anderem. Solche Liebe erwartet, dass das, was im Wesen des Kindes liegt, sich entfalten möge.

Timmys Entfaltungsmöglichkeiten sind groß, er trägt in sich so gute Gaben wie Zuverlässigkeit, Treue, Verbundenheit mit denen, die er sich zu ordnet, tiefe Ehrlichkeit.

Selbst das, was ihm jetzt hinderlich ist: Der Sinn für das, was perfekt ist, ist eine Gabe, sobald er sie nicht gegen sich verwendet.

Er hat die Fähigkeit, sehr tiefgründig zu sein, die Gabe, Gutes zu sehen und zu unterstützen, und die Fähigkeit, den „Wurm“ einer Angelegenheit zu erkennen.

Er ist sehr angetan davon, zu erkennen, was SINN macht und was nicht.

Und er MÖCHTE so gerne so viel verstehen lernen…

Da ist ein kleiner Mensch, der einmal ein sehr besonderer Mensch sein kann in einer Welt, die sich ganz dem Oberflächlichen widmet. Ihm ist das SPASS HABEN und dass BESITZ HABEN nie tief genug…

Ich bin sehr „verliebt“ in unseren Timmy… er ist voller Schätze.

Aber Timmy ist „ANDERS“ in einer Welt, in der der äußere Schein bedeutender ist als das innere Sein. Timmy sucht aber nicht den Schein… daran wird sich nichts ändern lassen.

F. Wie können wir ihn – neben unseren bisherigen Bemühungen – weiter stärken?

C. Bitte versteht, wie überaus wichtig für Timmy Vorausschaubarkeit ist! Er braucht feste Abläufe, er braucht ewig gleiche Rhythmen und er braucht ENTSPANNUNG, keineswegs NOCH MEHR Anforderungen, noch mehr zu bewältigende Aufgaben.

Timmy entspannt sich nicht wie andere Kinder durch toben, sondern durch DENKEN und durch FÜHLEN UND! durch STILLE! und ZEIT haben.

Viel Zeit haben, um etwas, was er erlebt hat, verarbeiten und analysieren zu dürfen. Am liebsten ganz für sich allein. Auch seine Spiele, in denen er „bös“ ist, sind eine Entspannung all der aufgestauten Anspannungen… dann wild und laut zu sein, ist wirklich gut für ihn.

Am wichtigsten aber ist mir, dass ihr Vertrauen in seine Entwicklung aufbaut.

Bitte: Dass er anders als der Durchschnitt ist, ist doch auch ein Geschenk! Er ist ja ein Geschenk und er möchte so gerne – am Liebsten JEDEN TAG mehrmals – sich vergewissern dürfen, dass er euch ein Geschenk ist und nicht DAS PROBLEM!

Ich weiss: Das ist einfacher gesagt als getan. Aber der Weg ist, dass ihr ihm versucht, gerecht zu werden…

Er ist das schönste Geschenk für euch, wenn ihr versteht, ihn SO, WIE ER IST, zu akzeptieren…

Nicht fragen: Wie können wir ihn ändern, damit er es einfacher hat in der Welt.

Sondern: Wie können wir die Welt für ihn ändern, damit sie einfacher für ihn wird.

Dazu ist es nötig, dass er ANDERS sein darf, in euren Augen zuerst!

F. Timmy ist – bedingt durch seine starke Hautkrankheit – sprachlich als auch motorisch in seiner Entwicklung verzögert im Verhältnis zu gleichaltrigen Kindergartenfreunden.

C. Hier muss ich euch widersprechen: Seine Grobmotorik und seine verminderte sprachliche Fähigkeit sind nicht Folge seiner Neurodermitis, sondern Ausdruck seiner Art, seines Soseins…

Er ist KEIN! Pragmatiker! Er versucht, JEDES Problem über die Analyse zu bewältigen. Gelingt dies nicht, versucht er, die Lösung mittels angestrengten WOLLENS zu bewältigen, und erlebt sich dann scheiternd.

Gebt ihm Zeit… Timmy braucht IN ALLEM sehr viel mehr Zeit!

Nicht, weil er weniger begabt wäre, sondern weil das sein Wesen ist, sehr LANGSAM an Neues heran zu gehen. Dafür wird das einmal Erlernte sich in ihm sehr festigen und nie verloren sein.

F. Bis vor kurzer Zeit erhielt er eine leichte Pflegestufe. Gibt es für uns Eltern eine Möglichkeit, ihm die Probleme durch die Neurodermitis und Allergie zu mindern?

C. Leider nicht derzeit… es ist ein sich Abgegrenzt wissen, das er mitgebracht hat aus der letzten Inkarnation. JETZT könnt ihr da nicht helfen, aber ihr geht beide gut damit um.

Nur versucht, zu verstehen, dass diese Erkrankung eben ein Ausdruck seines Bedürfnisses ist, sich abzugrenzen! Je mehr er anders sein darf, umso mehr entfällt die Notwendigkeit, sein Abgrenzungsbedürfnis aufzuzeigen.

Versucht, zu verstehen, dass er einerseits die „Wahrheit“ in sich trägt, NICHT DAZU zu gehören und andererseits aus dieser Isoliertheit heraus zu kommen.

Dass er einerseits sich für UNBERÜHRBAR / UNERREICHBAR hält und andererseits sich nach nichts so sehr sehnt wie danach, erreicht zu werden, berührt zu sein…

Das ist ein tiefer, innerer Konflikt, der über diese Erkrankung ausagiert wird, bis er innerlich! gelöst wird. Diesen Prozess gilt es, abzuwarten und den Weg dahin auszuhalten.

Was NICHT sein darf, ist, dass die Haut! der in den Vordergrund gestellte Bezugspunkt des Andersseins ist: „Weil du so allergisch reagierst, weil deine Haut so schlimm ist, DARUM und NUR darum erkennen wir an, dass du anders sein darfst als wir alle in der Familie!“
Das macht ihr schon sehr gut.

F. Was ist Timmys Aufgabe / Mission in diesem Leben?

C. Seine Aufgabe ist es, sich so, wie er IST, innerhalb der Menschheit als gleichberechtigter Teil zu wissen, OBWOHL er anders ist.

Seine Aufgabe ist es, diese Weisheit zu begreifen: Dass jeder anders ist und doch wichtiger Teil, der berechtigt ist, Wertschätzung zu erfahren.

F. Welche Potenziale hat Timmy, die wir als Eltern, aber auch seine Patentante Ulrike, fördern können?

C. Timmy kann sehr sachlich sein, er kann euch, wenn er älter ist, mit seiner Vernunft helfen, mit den Füssen auf der Erde zu bleiben. Er kann auch sehr sensibel sein, was die Dinge angeht, die sich im Seelischen der anderen abspielen… aber das zu fördern ist jetzt nicht die Zeit.

Eines aber könnt ihr durchaus heute schon tun: ihn um seine Meinung fragen! Ihr werdet staunen! Und ihr könnt ihn sehr fördern, wenn ihr seine Meinung ERNST nehmt..

Timmy kann ein Experte dafür werden, was begrenzt gehört und was gefördert, aber dazu braucht es eure Wertschätzung in seine Ansichten.

Damit meine ich natürlich nicht, dass ihr tun solltet, was er euch sagt (das kommt später), aber dass ihr wertschätzt, WIE ernst ihm das ist und wie viel Mühe er sich gibt.

Fragt ihn doch ruhig öfter um seine Ansicht. Timmy will seine WÜRDE wiederfinden… helft ihm dabei! Nicht, indem ihr in ihm den Eindruck erweckt, einen anderen Timmy haben zu wollen (davon geht er sowieso aus), sondern dass ihr genau IHN wollt…

NICHTS hilft ihm dabei so sehr, wie dass ihr seine Ansichten oder Erkenntnisse ernst nehmt.

Und glaubt NIE! dass er dumm sei! Egal, was Lehrer sagen, egal, welche Sprache Zeugnisse sprechen mögen, eines ist er ganz gewiss nicht: dumm!

Hat er etwas falsch eingeschätzt, liegt es IMMER nur daran, dass er den Weg zur richtigen Einschätzung noch sucht…

F. Speziell ich als Vater: Was ist meine vordringliche, wichtige Aufgabe in Timmys Kindheit / Leben?

C. Ich bin sicher, im Grunde weißt du es schon, Fred: Deine Aufgabe ist es, NICHT enttäuscht von seinem Wesen zu sein…

Timmy liebt dich ganz außerordentlich, so sehr, dass er bereit ist, DEINEN Schmerz aufzudecken: Den Schmerz, zu enttäuschen, die UNMÖGLICHKEIT, dies NICHT zu tun, und das Leid, das damit zu tun hat.

Fred, ich denke auf diesen Liebesdienst von ihm kannst du verzichten! Merkst du, wie sehr Timmys Thema deines ist? Finde deine Lösung.

T. Speziell ich als Mutter: Was ist meine vordringliche, wichtige Aufgabe in Timmys Kindheit / Leben?

C. Tina, du bist SEIN OBERSTES „RICHTIG“, der Leuchtturm, der definiert, was angemessen ist und was nicht.

Du bist diejenige, die für ihn stets erreichbar sein muss, der die Struktur gibt, der die Forderungen stellt, der VERNÜNFTIG definiert.

Darum ist es sehr, sehr wichtig, Tina, dass du SELBST das auf Timmys Wesensmöglichkeiten hin zu analysieren hast.

Er wird IMMER sein Leben lang versuchen, für dich alles! was du brauchst, zu tun und es dir zu bieten.

Deshalb bitte ich dich, nicht selbst nach dem zu urteilen, was üblich ist, was „man“ zu erwarten berechtigt ist, sondern was IHM möglich ist.

Bleib ihm nah, auch wenn er so wenig nahbar scheint, dann bleib seinem Denken nah, hör nicht auf, ihn VERSTEHEN zu wollen. Timmy braucht eine weise Mutter, nicht nur eine zuverlässige, nicht nur eine Liebende…

Er ist DIE Herausforderung an dich, DICH SELBST in Richtung Weisheit zu entwickeln!

In diesem Leben von dir reicht es nicht, zu wissen, was „man“ zu wissen bekommt. Wissen ohne Weisheit ist zu wenig für Timmy.

F. Gibt es etwas, was seine Omi Hilde zu Timmy sagen möchte? Zu Lebzeiten hat sie ihn ja nicht kennengelernt und sein Papa hätte sich dies so sehr gewünscht.

C. Hilde liebt ihn sehr, aber es tut ihr auch sehr leid, dass er versucht, gerade zu biegen, was sie und ihr Mann an Fred versäumt haben: nämlich ihn in seinem Wesen zu fördern.

Sie ist beeindruckt von Timmys Kampfgeist, wie sehr er sich anstrengt und wie wenig er sich schont. Aber sie wünscht sich auch sehr, dass er aufhört, sich als ein Kind zu sehen, das GAR NICHTS richtig macht.

Sie ist besorgt darum, wie er sich als Junge zum Mann entwickeln könnte, wenn er nicht richtig geführt wird und sehr froh, dass ihr fragt.

Sie möchte in diesem Zusammenhang Fred noch etwas mitteilen: Dass sie unbewusst immer von ihm gefordert hat, ANDERS zu sein als sein Vater in JEDEM Punkt, außer was Erfolg angeht.

Das tut ihr sehr leid! Es tut ihr leid, dass sie Angst hatte, dass Fred aggressiv werden könnte. Heute sieht sie, dass sie damit Freds Zugang, zu guter Aggression zu finden, zugeschüttet hat.

Heute wünscht sie sich, dass er den Weg findet, einfach die Art von Vater zu sein, der er ist, und nicht mehr der Vater, der besser sein muss in jedem Punkt als sein eigener.

Es tut ihr leid, so vieles erst jetzt in seinem Zusammenhang zu verstehen. Aber sie hofft, dass Fred die Liebe zu seinem Sohn leben kann, ohne Angst vor sich selbst zu haben, oder Angst davor, dass da in seinem Sohn eine Wiederholung des alten Mannes gekommen sei.

Sie fürchtet nicht um Fred oder Timmy, sie fürchtet aber Freds Angst vorm Falsch SEIN und dessen Folgen.

Timmy selbst hat die Omi nur zu sagen, dass sie es toll finden, worüber er alles nachdenkt und dass sie es auch ganz toll findet, dass er sich bei allem so viel Mühe gibt. Er ist wirklich ein ganz großer Schatz!

Und sie und ich – sein Engel – passen wirklich, so gut wir können, auf ihn auf.

Es wird alles immer besser! Anfangs ist alles etwas schwierig, das ist ganz normal und dann wird alles besser und besser!

U. Ich danke dir, Christophos, und hoffe sehr, dass deine Worte Timmys Weg in sein Leben leichter machen.!